Da würde mich aber wirklich mal interessieren, was das genau über mich persönlich verrät?
Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass über Jahrtausende hinweg Frauen wegen ihres Geschlechts in allen Bereichen diskriminiert wurden und es - relativ betrachtet - ein kleiner Preis ist, wenn GLEICHQUALIFIZIERTE Frauen - auch nur in Führungspositionen - überhaupt mal eine realistische Aufstiegschance bekommen und dafür 1-2 Genrationen einige wenige Männer zurückstecken müssen. Ist der Mann besser, bekommt noch immer er den Job...
Ich habe an keiner Stelle irgendwelche Forderungen gestellt.. also...
Mit Rache und Wiedergutmachung hat das nicht das geringste zu tun! Ich betrachte die Idee der Frauenquote eher als eine Art künstliche Befruchtung, die langfristig tatsächlich zu einer Chancengleichheit führen könnte... Konjunktiv. Ich denke eben nicht rückständig, wie Sie es mir offensichtlich gerne unterstellen wollen, sondern in die Zukunft oder von mir aus noch in die Gegenwart gerichtet.
Als bitte, wenn Sie etwas meinen herauslesen zu müssen, dann nur, dass ich mich im Studium (zufällig, andere Themen waren vergeben) intensiv mit dem Thema "Frauenerwerbstätigkeit" auseinandergesetzt habe und mir der Schock darüber, dass sich in den 100 Jahren, in denen Frauen das Abitur erwerben können und die Universität besuchen dürfen, ihre Situation immer noch so bescheiden darstellt, sehr tief in den Knochen sitzt und wahre Existenzängste in mir hervorrufen.
Ich bin in meiner Kindheit und Jugend in dem Glauben erzogen worden, dass Menschen alle "gleich sind".. Nun, mit meinem Eintritt in die Arbeitswelt, weiß ich, dass nicht alle "gleich darüber denken" und ich weiß auch, dass Infobroschüren oder Lutschbonbons und Fähnchen nicht ausreichen, damit sich daran in naher Zukunft etwas ändert.

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