Ich meine Simon Peres wäre Präsident in Israel und Netanjahu Ministerpresident.
DPADas israelische Parlament hat sich für seine Auflösung ausgesprochen. Präsident Netanjahu hatte den Schritt angekündigt; er will den Knesset im Januar neu wählen lassen. Seine derzeitige Koalition konnte sich nicht auf einen Haushalt einigen.
Israelisches Parlament löst sich auf und macht Weg frei für Neuwahlen - SPIEGEL ONLINE
Ich meine Simon Peres wäre Präsident in Israel und Netanjahu Ministerpresident.
Regierungschef Neuwahlen zu einem ihm genehmen Zeitpunkt ausruft. Im Falle des israelischen Ministerpräsidenten soll sogar dieser Hinweis einen negativen Beigeschmack haben. Journalismus vom Feinsten. Übrigens: wann hätten die Wahlen in den Palästinensischen Gebieten stattfinden sollen?
Wohl nicht. Es ist ein allgemeiner Usus in der (deutschen) Presselandschaft, Israel immer im Zusammenhang mit Religiösen zu zeigen, insbesondere im Zusammenhang mit Wahlen, oder in einer Schlange vor den Wahlurnen. Es scheint ein Grundsatz dieser „Berichterstatter zu sein, im Zusammenhang mit Wahlen immer Religiöse zu zeigen und es ist nur ein weiterer Hinweis, auf verzerrte Darstellung dieses Landes: die Religiösen machen seit der Staatsgründung höchstens 8-9% der Bevölkerung aus, einen Religiösen in Tel Aviv zu sehen ist fast eine Rarität, auch Soldaten sieht man immer seltener, die Polizei scheint zum Beispiel in Frankfurt am Main viel präsenter, als in Tel Aviv zu sein. So viel zu Ihrer Bemerkung -sofern sie nicht ironisch gemeint war.
kraefteverhaeltnisse, sind mir durchaus bekannt, allerdings wird auch israel, bei anhaltender und sich verstaerkender rezession, die vermutlich in einer weltwirtschaftskrise muenden wird, den absurd aufgeblaehten militaerapparat nicht mehr unterhalten koennen. hoffe ich zumindest.
Wenn Israel immer noch eher zu einer westlichen Mentalität tendiert, werden dort die Menschen, genauso wie in Europa, Richtung Religion und Rechtsnationalismus gedrängt falls die Wirtschaftskrise härter wird.
Zudem unterschätzen wir wie weit sich das Militär in die Politik ausbreiten kann, wenn sich ein Land in einem längeren Kriegszustand befindet.