dapdDie Schweizer Justiz bekommt bei ihrem strengen Vorgehen gegen deutsche Steuerfahnder Rückendeckung von der FDP. Generalsekretär Döring erklärte, die Eidgenossen hätten eben kein Interesse daran, "dass Straftaten in ihrem Land belohnt werden".
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...825364,00.html
??? Der V-Mann ist doch selbst der Informant der die Straftat begeht, nämlich das Sammeln von Indizien zur Aufklärung von Straftaten, indem er z.B. bestimmte Daten sammelt.
Oder nehmen wir ein besseres Beispiel: Die Polizei setzt einen V-Mann ein, um einen Kinderporno-Ring zu zerschlagen. Der Infomant sieht, dass auf dem Firmen-Rechner seines Arbeitgebers Kinderpornos gespeichert sind. Er speichert das Dateiverzeichnis zur Sicherung der Beweismittel auf einer CD und übergibt diese der Polizei. Dafür erhält er von der Polizei eine Belohnung. Rechtlich gesehen hat jetzt aber der V-Mann auch Firmendaten ausspioniert und rechtlich gesehen hat die Polizei ihn dazu angestiftet, indem Sie für die Beschaffung solcher Indizien eine Belohnung ausgelobt hat.
Nichtsdestotrotz hat hier keiner von den Beiden eine Straftat begangen, weil eben das Ausspionieren von Unternehmen und die Weiterleitung der Information eben nur dann strafbar ist, wenn dies zu Zwecken des Wettbewerbs, aus Eigennutz, zugunsten eines Dritten oder in der Absicht, dem Inhaber des Unternehmens Schaden zuzufügen erfolgt (§ 17 UWG). Selbst wenn eine Belohnung dafür bezahlt wird, steht der Eigennutz des V-Manns hier nicht im Vordergrund, sondern die Aufklärung der Straftat des Ausspionierten. Schließlich hat der V-Mann ja im Auftrag der Ermittlungsbehörden und nicht aus eigenem Antrieb gehandelt.
Nicht anders ist die Interaktion hier zwischen Steuerfahndern Informanten und Bank zu bewerten.
Herzlich gelacht. Die USA haben den sauberen Eidgenossen knallhart die Pistole auf die Brust gesetzt, entweder Informationen über die Steuerhinterzieher oder es wandern reihenweise Schweizer Bankster in den USA in den Knast. Da waren einem die Banken und deren Mitarbeiter doch näher als die Kriminellen.
Sie übersehen in Ihrer Argumentation einen wichtigen Punkt. Die Schweizer Staatsanwaltschaft hat Hinweise die nahe legen, dass die deutschen Behörden den Datendieb aktiv angestiftet haben noch mehr Daten zu stehlen.
Hätte Sie einfach nur die Angebotene CD, welche der Dieb nach heutigen Wissensstand aus eigenem Antrieb erstellt hat, gekauft wäre diese keine Anstiftung zur einer Straftat. So verhält es sich auch mit der Daten-CD der Schweiz.
So einfach kann die Welt sein. Der Andersdenkende ist Sozi oder Linker. Passt aber zum Osterhasen. Und vielleicht sollten Sie sich noch einmal kundig machen zum Thema und zur Historie internationale "Abkommen" hinsichtlich Datenübertragung in die USA...
Und ja: JEDEM Steuerflüchtling gehört mal (bildlich) aufs Hirn geschlagen. Manchmal soll es ja dem Rechtsverständnis dienlich sein. Was ein "Rechtsstaatsverständnis" allerdings ist, bleibt mir bis jetzt unverständlich...
Viel Spass beim Eier suchen!
Bin ich eigentlich der Einzige hier der es bedenklich findet, dass ein Unrecht begangen wird um ein anderes Unrecht aufzuklären? Immerhin leben wir genau wie die Schweizer in einem Rechtsstaat, in dem wir alle darauf bauen, dass Verbrechen/Vergehen zur Anklage gebracht und verfolgt werden. Folgerichtig wäre daher meiner Ansicht nach aber in der Tat auch die Verfolgung der auftraggebenden Behördenchefs wegen Anstiftung zu einer Straftat.
Und dem Alter mit dem Finger auf den anderen zu zeigen und "der hat aber auch..." zu rufen sollte der durchschnittliche Spiegelleser doch eigentlich entwachsen sein.
Deutschland sollte einen Haftbefehl erlassen gegen die Vorstände der Schweizer Banken wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung!
Räusper, naja die "internationalen Abkommen" werden aber aufgrund der "Marktmacht" der USA recht einseitig ausgeführt.
Umgekehrt sieht die US Unterstützung bei Verstößen eigener Firmen oder Privatpersonen, wir brauchen jetzt ja nicht die allseits bekannten Beispiele runterleiern, recht dürftig aus.
Von den auf US Behörden Webseiten veröffentlichte schwarze Listen europäischer Firmen ( mal als Bsp. Iran - vor den EU Sanktionen ) und den Druck auf dt. Banken ( Besuch direkt in Frankfurt ) gar nicht erst gesprochen...
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Mit schönen Grüssen aus Hamburg/Barmbek
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