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Vorgefiltertes Netz: Wie Facebooks nette Welt uns entmündigt

DPAFacebook, Twitter, Google+: Die Filter-Mechanismen der sozialen Netzwerke blenden Themen unserer Gesellschaft aus, die wichtig, aber zu komplex für schnelle, eindeutige emotionale Reaktionen sind. Dieses Phänomen bedroht den politischen Prozess.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...814046,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Facebook, Twitter, Google+: Die Filter-Mechanismen der sozialen Netzwerke blenden Themen unserer Gesellschaft aus, die wichtig, aber zu komplex für schnelle, eindeutige emotionale Reaktionen sind. Dieses Phänomen bedroht den politischen Prozess.

    Vorgefiltertes Netz: Wie Facebooks nette Welt uns entmündigt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Facebook ist 6 Monate nachdem die Sperrfrist für Aktienverkäufe ausgelaufen sein wird - Geschichte. Nutzerzahlen und Nutzdauer und die Wertigkeit des Services die der Datenlieferant Facebook zumisst sind im Sinkflug - die Zahlen sicher geschönt. Mit der Nettigkeit der User ist auch der Wert der Daten oberflächlich. Ich seh keine Schnittstellen zu echten Geschäftsmodellen.
    Facebook ist apolitisch - der Artikel ist ein Versuchsballon um eine sinnlose Diskussion im Politmediakomplex zu entfachen. Ziel: Verschärfung des Gewaltmonopols Politbeamte/Medialobby. Beide nicht demokratisch gewählt und somit nicht Teil des demokratischen Prozesses. Trotzdem werden da mehrheitlich Entscheide durchgedrückt die nicht im Sinn der demokratischen Mehrheit sind. Diese Parallellgesellschaft muss entschieden in die Schranken gewiesen werden.
  2. #2

    Aw:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie Facebooks nette Welt uns entmündigt
    Titel:
    Euch vielleicht, mich nicht. Da müsste von vornherein schon sehr wenig zum Entmündigen da sein
  3. #3

    der politische Prozess ist doch längst unsichtbar. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit verschachert unsere Regierung die Gesetzgebung and Lobbyisten.
  4. #4

    Haufenweise Datenmüll

    "Gefällt mir" - eine sinnentleerte Bewertung, häufig von Belanglosigkeiten.
  5. #5

    Realität?

    Böse oder gute Welt? Hierbei handelt es sich einzig um die Problematik, dass es keine Objektivität gibt.
    Was man für objektiv hält, ist eine subjektiv eingefärbte Wahrnehmung der Realität, in der man Zugeständnisse zu Meinungsrichtungen macht, die man nicht vertritt.

    Wer eine Bildzeitung aufschläft und liest dürfte auch ziemlich überrascht sein, welche Realität dort vertreten wird. Gilt aber auch für Gelegenheitsleser von Spiegel, FAZ oder Kapital.
    Eine objektive Wahrnehmung in den Medien ist auch gar nicht erwünscht. Bspw. durch die Regierung bei Verabschiedung von Anti-Terrorgesetzten Sonst würde der dümme Bürger sicherlich mehr aufbegehren. Angst macht Menschen schließlich lenkbar.

    Terror als schönes Beispiel, ist ein absolutes Nischenproblem, was ist gefährlich für den Bürger? Er selbst, ca. 10.000 Selbstmorde pro Jahr gefolgt von ca. 4.000 Verkehrstoten. Bei wieviel Terrortoten in Deutschland? Welche Einschränkungen der Bürgerrechte werden aber durch Terror gerechtfertigt?
    Fakt ist, wir leben in einer subjektiven Welt die wir in unserem Kopf selbst gestalten.
  6. #6

    Bedenkenswert aber ...

    ... das Volk besteht nun mal nicht nur aus wissbegierigen Intellektuellen und Analytikern. Viele wollen nur unterhalten werden, Spass haben ... und das ist kein größeres Problem, denn die einfacheren Menschen werden (bzw. sollten) nie in wichtige Positionen aufsteigen.

    Natürlich sollte das einfache Volk nicht völlig verblöden aber die größere Gefahr sehe ich beim schlechten Fernsehen und manipulierten Medien (die z.B. gegen den Iran/Syrien hetzen, obwohl der Iran gar keine Atomwaffen hat und die Unruhen in Syrien vom Ausland geschürt werden). Prima Fernsehen und Nachrichtenanstalten => prima Volk.

    Sehr hilfreich wären auch politisch interessierte Stars (nutzen ihre Popularität für gute politische Ziele) und interessantere gute Politiker (bringen auch mal was interessantes aus dem Privatleben). Warum gibt es dergleichen kaum? Nun, vielleicht weil die Verwertermafia Geld und keine guten Ziele will, etliche Popstars zu blöd/desinteressiert und zu viele Politiker korrupt & keine Vorbilder sind?

    Wer weiß ... aber das Problem sind weniger soziale Netzwerke und einfacherere Menschen als eine mangelhafte Elite. (alles imho)
  7. #7

    Was ganz Neues

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Facebook, Twitter, Google+: Die Filter-Mechanismen der sozialen Netzwerke blenden Themen unserer Gesellschaft aus, die wichtig, aber zu komplex für schnelle, eindeutige emotionale Reaktionen sind. Dieses Phänomen bedroht den politischen Prozess.

    Vorgefiltertes Netz: Wie Facebooks nette Welt uns entmündigt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Vor Facebook, Twitter und Google haben sich 60% und mehr der denkenden Bevölkerung auch nicht für komplexe politische Zusammenhänge interessiert. Da wurde Bild gelesen, Unterhaltungssendungen im Fernsehen geschaut und Musik im Radio gehört.
    Wer sich entmündigen lassen will, der liest eben nur eine Zeitung (auch SPON blendet einiges Wichtige aus). Das hat mit sozialen Netzwerken etc. wenig zu tun.
    Der Sozialismus wollte einen neuen Menschen schaffen und ist damit großartig gescheitert, weil es die meisten Menschen einfach nicht interessiert hat. "Erst kommt das Fressen, dann die Moral" hat Brecht schon treffend formuliert. Politisch denken ist anstrengend, das will nicht jeder. Aber es gibt genügend Leute, die das tun und auch weiterhin tun werden. Redet mal nicht den Untergang des ABendlandes herbei. Und wenn er denn kommen sollte, sind wir eben selbst dran schuld. Man muss ja nicht mitmachen.
  8. #8

    Don't Like

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Facebook, Twitter, Google+: Die Filter-Mechanismen der sozialen Netzwerke blenden Themen unserer Gesellschaft aus, die wichtig, aber zu komplex für schnelle, eindeutige emotionale Reaktionen sind. Dieses Phänomen bedroht den politischen Prozess.

    Vorgefiltertes Netz: Wie Facebooks nette Welt uns entmündigt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Die Filterung ist für mich am offensichtlichesten bei der Tatsache, dass es keinen "Don't like"-Button gibt.
    Interessant ist aber dabei dann aber auch wie Journalisten über Facebook berichten. Beispielhaft war das bei der Guttenberg-Affäre. Da gab es Por-Guttenberg-Gruppen und viele Medien berichteten liebend gerne darüber wie viele User sich dort mit "Like" beteiligen, ohne mal nachzuschauen, wie viele von denen dort kritisch gespostet haben und einfach nur den Like-Button anklicken mussten, um dort ihren Unmut zu bekunden. Das gleiche gilt für viele andere Fanseiten. Ein wenig mehr kritischer Journalismus bei der Berichterstattung über Fan-Zahlen auf Facebook (oder auch Follower bei Twitter) wäre da angebracht.
  9. #9

    Stuss

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Facebook, Twitter, Google+: Die Filter-Mechanismen der sozialen Netzwerke blenden Themen unserer Gesellschaft aus, die wichtig, aber zu komplex für schnelle, eindeutige emotionale Reaktionen sind. Dieses Phänomen bedroht den politischen Prozess.

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    Was ich mich immer wieder frage: Wird jemand gezwungen, sich bei diesem Stuss anzumelden?


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