Vorfeldmitarbeiter: Arbeitsgericht verbietet Streik am Frankfurter Flughafen

dapdErst traf es die Belegschaft im Tower, jetzt die Vorfeldmitarbeiter selbst: Das zuständige Arbeitsgericht hat ihren Streik untersagt. Sie müssen den Arbeitskampf am Frankfurter Flughafen sofort beenden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...818394,00.html
  1. #20

    Gute Entscheidung gegen profilierungssüchtige Gewerkschaftsbosse

    Bei allem Verständnis für die Interessen der streikenden Mitarbeiter: Es ist nicht hinnehmbar, daß inzwischen ständig profilierungssüchtige Bosse von Mini-Gewerkschaften (der Lokführer, der Flugsicherung, Cockpit) das Erpressungspotential ihrer relativ kleinen Mitgliederschaft ausnutzen und Tausende oder Millionen Unbeteiligter davon beeinträchtigt werden. Damit schaden diese Gewerkschaftsbosse dem Ansehen von Gewerkschaften insgesamt.

    Insofern ist das eine gute Entscheidung des Gerichts
  2. #21

    Zitat von j1958 Beitrag anzeigen
    Das ist Unsinn, gerade das Frankfurter Arbeitsgericht hat in den letzten Jahren meistens im Sinne der Gewerkschaft geurteilt. Aber die GdF übertreibt es eben.
    Ganz im Gegenteil. Gerade in Sachen Luftfahrt hat das Gericht schön des öfteren Partei für die Arbeitgeber ergriffen.
  3. #22

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    Zitat von MephistoKL Beitrag anzeigen
    Ich habe für diese Leute ÜBERHAUPT kein Verständnis, da Sie jetzt schon deutlich mehr als die meisten anderen Deutschen verdienen. angemessene Gehaltserhöhungen ja, aber bitte nicht den Schatz der Niebelungen fordern...
    Ach ja, und weil SIE kein Verständnis für die Forderungen haben, hat das Gericht richtig entschieden? Merkwürdige Ansichten sind das. Irgendwie spricht aus Ihren Zeilen eher der Neid. Und nein, ich arbeite nicht da, und noch nicht mal in der Nähe von Frankfurt.
  4. #23

    Aufwachen Arbeitnehmer.
    Auf nimmer wiedersehen Tarifautonomie.
    Der Sklavenmarkt ist eröffnet. Die die meinen das ist ein gutes Urteil, wir sprechen uns in 2-3 Jahren.
    Jetzt geht es ans Eingemachte.
  5. #24

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    Zitat von j1958 Beitrag anzeigen
    Dazu kommt, dass die GdF nur die eigene, schon überbezahlte Klientel vertritt, die 'normalen' Menschen am Flughafen, die noch nicht mal einen Mindestlohn verdienen, sind der GdF völlig egal.
    Vielleicht sollten sich diese "normalen" Menschen auch mal gewerkschaftlich organisieren, anstatt anderen neidisch auf den Teller zu blicken? Logisch, dass die GdF nur Mitglieder vertritt. Verdi vertritt ja auch nicht z.B. die Mitglieder der IG Chemie...
  6. #25

    sonniger Humor

    Zitat von LustigerLumpi Beitrag anzeigen
    es in DL was schon lange im Kapitalismus erträumt wird, staatliche Organe greifen in den Arbeitskampf ein zugunsten von Unternehmen. Und hier sei angemerkt das es sich bei der bestreikten Einrichtung nicht um wichtiges handelt wie Müllentsorgung, Krankenhäuser oder Polizei... nein hier geht es nur um die fetten Gewinneinbußen und das arme Urlauber wieder zu ihrem All-Inclusive Urlaub nach Mallorca können. Ich hoffe das Modell macht Schule dann kann man Gewerkschaften getrost als Auslaufmodell einstufen, Arbeitnehmer sollten keine Rechte haben und gefälligst dankbar sein wenn man bei großen Gewinnen und steigenden Preisen mal alle 2 Jahre nen Fünfer mehr im Jahr springen lässt. Wer nicht zufrieden ist kann sich ja ne neue Arbeit suchen!
    Sie haben sich scheinbar mit diesem Thema derart stark befasst das sie das Gefühl für die Realität verloren haben. . Hier geht es nicht um fünf € sondern um Beträge wo sich jeder fragen muss ob er nach seinem Studium die richtige Laufbahn eingeschlagen hat und warum er nicht Fähnchenschwenker bei der LH geworden ist.
  7. #26

    Die von der Lie :

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen forderte, die Macht kleiner Gewerkschaften zu beschränken. Der Ausstand der Gewerkschaft der Flugsicherung habe massive volkswirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Auswirkungen, sagte die CDU-Politikerin, ebenfalls im ARD-"Morgenmagazin".

    Von der Leyen sagte, es sei richtig, dass Gewerkschaften ihre Interessen durchsetzen wollten. Doch das Ergebnis müsse der Gemeinschaft dienen. "Wir hatten bisher das ungeschriebene Gesetz: ein Betrieb, ein Tarifvertrag. Das zerbricht im Augenblick", sagte die Arbeitsministerin. Das Bundesarbeitsgericht hatte den Grundsatz der Tarifeinheit im Sommer 2010 aufgehoben. Seitdem haben es kleine Gewerkschaften bedeutend einfacher, Erst traf es die Belegschaft im Tower, jetzt die Vorfeldmitarbeiter selbst: Das zuständige Arbeitsgericht hat ihren Streik untersagt. Sie müssen den Arbeitskampf am Frankfurter Flughafen sofort beenden.

    Vorfeldmitarbeiter: Arbeitsgericht verbietet Streik am Frankfurter Flughafen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Was gehört lt. Grundgesetz zu den garantierten Rechten eines jeden Staatsbürgers :
    Das Streikrecht.
    Aber doch nicht für die CDSU.
    Das ist nur dann erlaubt wenn es keinem weh tut.
    Ein toller Staat in dem ein Kanzleramtsminister ungerügt tönen kann:
    Das Grundgesetz sei Scheisse.
  8. #27

    Zitat von mug999 Beitrag anzeigen
    Das Arbeitsgericht als Helfer der frühkapitalistischen Ausbeutermafia - Armes Deutschland.
    Was hat es mit einer "frühkapitalistischen Ausbeutermafia" zu tun, wenn Gewerkschaftsfunktionäre nicht in der Lage sind, die für einen Streik erforderlichen gesetzlichen Grundlagen entsprechend zu berücksichtigen?
    "Schuld" ist nicht das Gericht, dieses hat lediglich die bestehende Gesetzeslage festgestellt.
  9. #28

    Aufwachen Arbeitnehmer.
    Auf nimmer wiedersehen Tarifautonomie.
    Der Sklavenmarkt ist eröffnet. Die die meinen das ist ein gutes Urteil, wir sprechen uns in 2-3 Jahren.
    Jetzt geht es ans Eingemachte.
  10. #29

    Zitat von MephistoKL Beitrag anzeigen
    Hier dreht es sich nicht um einen Fünfer mehr im Jahr, hier dreht es sich um Forderungen von 30 bis 50% pro Jahr PLUS Arbeitszeitkürzungen. Mal ganz ehrlich, die Vorfeldmitarbeiter bekommen jetzt schon zwischen 50.000 und 70.000 EURO pro Jahr, bei diesen Zahlen überlege ich mir echt, sofort alles hinzuschmeißen und bei denen als Vorfeldmitarbeiter tätig zu werden.
    Mal ganz ehrlich - der war gut.
    Wenn Sie nicht nur der Fraport-Propaganda glauben schenken würden, würden Sie feststellen, dass es um Steigerungen von 3(!) - 50% geht, je nachdem, wie stark der Arbeitnehmer vorher ausgebeutet wurde. Ein Bruttoeinkommen von 15000 Euro p.a. auf immer noch mickrige 22.500 anzuheben ist eben eine Steigerung um 50%. Das Ergebnis ist dennoch menschenunwürdig.

    Auch Ihre Zahlen von "50000-70000" Euro haben Sie vermutlich ausgewürfel. In der Realität geht es nämlich darum, dass der Höchstbezahlte Vorfeldarbeiter (Schichtleiter etc.) 66000 Euro bekommt - NACH der Erhöhung, jetzt entsprechend weniger.

    Wenn Sie Ihren Job gegen einen eintauschen wollen, der 15000 Euro brutto bei Nachtarbeit und einer 40-Stunden-Woche einbringt, dann machen Sie doch. Aber jammern Sie nicht, wenn Sie in Ihr warmes Büro zurückwollen.