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Vorfeldmitarbeiter: Arbeitsgericht verbietet Streik am Frankfurter Flughafen

dapdErst traf es die Belegschaft im Tower, jetzt die Vorfeldmitarbeiter selbst: Das zuständige Arbeitsgericht hat ihren Streik untersagt. Sie müssen den Arbeitskampf am Frankfurter Flughafen sofort beenden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...818394,00.html
  1. #10

    Zitat von Eu1ropa Beitrag anzeigen
    ... Erpressung! Bergarbeiter vor 150 Jahren - das kann ich mir noch vorstellen. Aber 140.000 Euro und 900 Arbeitsstunden ist wirklich nicht wenig!
    können sie ihren beitrag bitte etwas erklären?
    140000 euro bekommt wer?
    900 arbeitsstunden (in welchem zeitraum) arbeitet wer?

    und was hat dies alles mit dem thema zu tun?
  2. #11

    Zitat von ralf_gabriel Beitrag anzeigen
    Wenn die Arbeitgeber faktische Arbeitspreise vor Gericht einklagen können, kann ich dann auch Preise für Benzin und Nahrungsmittel einklagen?
    Ja, wende Dich dazu ans Kartellamt.
  3. #12

    Arbeitsgericht verbietet Streik

    Zitat von idealist100 Beitrag anzeigen
    Jetzt greifen Gerichte schon in die Tarifautonomie ein. Aber verständlich die erhöhen ja auch ihren Staatkollegen den Beamten per Gesetz die Gehälter.
    Ich habe selten so einen Unsinn gelesen. Seit wann entscheiden Gerichte über die Gehälter von Beamten? Und in diesem konkreten Fall ist ein Eingreifen des Arbeitsgerichts wegen des unabsehbaren Schadens zwingend erforderlich.
  4. #13

    Immer langsam...

    Zitat von LustigerLumpi Beitrag anzeigen
    es in DL was schon lange im Kapitalismus erträumt wird, staatliche Organe greifen in den Arbeitskampf ein zugunsten von Unternehmen. Und hier sei angemerkt das es sich bei der bestreikten Einrichtung nicht um wichtiges handelt wie Müllentsorgung, Krankenhäuser oder Polizei... nein hier geht es nur um die fetten Gewinneinbußen und das arme Urlauber wieder zu ihrem All-Inclusive Urlaub nach Mallorca können. Ich hoffe das Modell macht Schule dann kann man Gewerkschaften getrost als Auslaufmodell einstufen, Arbeitnehmer sollten keine Rechte haben und gefälligst dankbar sein wenn man bei großen Gewinnen und steigenden Preisen mal alle 2 Jahre nen Fünfer mehr im Jahr springen lässt. Wer nicht zufrieden ist kann sich ja ne neue Arbeit suchen!
    Hier dreht es sich nicht um einen Fünfer mehr im Jahr, hier dreht es sich um Forderungen von 30 bis 50% pro Jahr PLUS Arbeitszeitkürzungen. Mal ganz ehrlich, die Vorfeldmitarbeiter bekommen jetzt schon zwischen 50.000 und 70.000 EURO pro Jahr, bei diesen Zahlen überlege ich mir echt, sofort alles hinzuschmeißen und bei denen als Vorfeldmitarbeiter tätig zu werden. Wenn ich die Zahlen sehe, frage ich mich echt warum ich 6 Jahre meines Lebens mit Studium verschwendet habe, wenn ich für ein bisschen Fähnchenwinken an der frischen Luft wesentlich mehr Geld bekommen kann.

    Ich habe für diese Leute ÜBERHAUPT kein Verständnis, da Sie jetzt schon deutlich mehr als die meisten anderen Deutschen verdienen. angemessene Gehaltserhöhungen ja, aber bitte nicht den Schatz der Niebelungen fordern...
  5. #14

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst traf es die Belegschaft im Tower, jetzt die Vorfeldmitarbeiter selbst: Das zuständige Arbeitsgericht hat ihren Streik untersagt. Sie müssen den Arbeitskampf am Frankfurter Flughafen sofort beenden.

    Vorfeldmitarbeiter: Arbeitsgericht verbietet Streik am Frankfurter Flughafen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Der Tower Streik wäre in der Tat ein Witz gewesen, eine der am höchsten bezahlten und bestversorgten Berufsgruppen hat in diesem Konflikt nichts zu suchen. Dazu kommt, dass die GdF nur die eigene, schon überbezahlte Klientel vertritt, die 'normalen' Menschen am Flughafen, die noch nicht mal einen Mindestlohn verdienen, sind der GdF völlig egal. Die Macht solcher elitären Spartengewerkschaften muss man einschränken, in den meisten anderen EU Ländern gehen solche Streiks nur unter stark eingeschränkten Bedingungen. Dass muss auch bei uns so gehen.
    Streikrecht ja, Erpressung nein.
  6. #15

    nicht...

    Zitat von super_nanny Beitrag anzeigen
    Ja, wende Dich dazu ans Kartellamt.

    ...mal witzig ohne Emoticon :-(
  7. #16

    Falscher Focus

    Zitat von mug999 Beitrag anzeigen
    Das Arbeitsgericht als Helfer der frühkapitalistischen Ausbeutermafia - Armes Deutschland.
    Das ist Unsinn, gerade das Frankfurter Arbeitsgericht hat in den letzten Jahren meistens im Sinne der Gewerkschaft geurteilt. Aber die GdF übertreibt es eben.
  8. #17

    ...

    Zitat von idealist100 Beitrag anzeigen
    Jetzt greifen Gerichte schon in die Tarifautonomie ein. Aber verständlich die erhöhen ja auch ihren Staatkollegen den Beamten per Gesetz die Gehälter.
    Wenn Sie den Artikel gelesen hätten, wüßten Sie, dass der Streik aus formalen Gründen rechtswidrig war. Es ist der Gewerkschaft unbenommen, sofort einen formal rechtmäßigen Streik zu beginnen. Also ist Ihre Gerichtsschelte einfach nur fehl aam Platz.
  9. #18

    Sie haben den SPON- Artikel nicht verstanden...

    Zitat von nachdenk71 Beitrag anzeigen
    Ich begrüße die Entscheidung des Arbeitsgerichts. Es kann nicht sein, dass Mini-Gewerkschaften, deren Mitglieder zufällig eine systemrelevante Position einnehmen, Schaden in exorbitanter Höhe verursachen können, ohne hierfür in Haftung genommen zu werden. Außerdem ist es in höchstem Maße unsolidarisch, (...)
    ...es stand doch deutlich zu lesen, dass das Urteil nicht die von Ihnen strapazierte Unverhältnismäßigkeit feststellt, sondern nur einen (korrigierbaren) Verstoß gegen die Friedenspflicht.
  10. #19

    Medaille

    Zitat von nachdenk71 Beitrag anzeigen
    Außerdem ist es in höchstem Maße unsolidarisch, auf Kosten der übrigen Belegschaftsmitglieder ihre Interessen rücksichtslos durchzusetzen. Diese kleinen Gruppen (Fluglotsen, Piloten, Lokomotivführer usw.) schwächen darüberhinaus die gesamte Gewerkschaftsbewegung, die Rücksicht auf alle Berufsgruppen nehmen muss.
    Sehen Sie, ich sehe da auch noch eine andere Seite der Medaille. Kleinere Berufsgruppen finden in größeren Gewerkschaften oft überhaupt kein Gehör. Da ist dann von der von Ihnen eingeforderten Solidarität auch nichts zu bemerken. Die in diesem Tarifstreit vorgebrachten Forderungen erscheinen mir zwar auch nicht wirklich realistisch, aber dass sich deshalb jetzt die Arbeitnehmerschaft gegenseitig niedermacht ist auch eine eher unwürdige Sache.

    Zum Eingreifen des Gerichts will ich mir jetzt noch kein Urteil erlauben. Ich kenne die Begründung des Gerichts bisher nicht.


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