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Vor Griechen-Wahl: Top-Ökonom warnt vor Crash der Euro-Zone

REUTERSDer Effekt der Spanien-Hilfen verpufft an den Märkten, nun rückt Italien in den Fokus der Krise. Der US-Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini warnt offen vor einem Zusammenbruch der Währungsunion. Das würde für Deutschland teurer als alle Hilfen für die Euro-Partner.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...838277,00.html
  1. #120

    Schmerzgrenze

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Effekt der Spanien-Hilfen verpufft an den Märkten, nun rückt Italien in den Fokus der Krise. Der US-Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini warnt offen vor einem Zusammenbruch der Währungsunion. Das würde für Deutschland teurer als alle Hilfen für die Euro-Partner.

    Euro droht laut Dr. Doom Roubini der Zusammenbruch - SPIEGEL ONLINE
    Die Schmerzgrenze ist zwischen Deutschen, Griechen, Italiener, Spanier usw. unterschiedlich. Was in Deutschland die Niedriglöhner und Doppelt – und Dreifachjober sind, das sind in Italien überwiegend Flüchtlinge aus Afrika, Asien und Südamerika, die keine Rechte haben. Die Südeuropäer lassen sich nicht so gängeln, wie die Menschen in Deutschland. Der Kitt dieser Gesellschaften ist ein völlig anderer, wie der in Deutschland. Die Ökonomen scheinen das immer wieder zu vergessen. Das wird böse Folgen haben. Vor allem in Italien, wo schon mal Bahnhöfe (Bologna) einfach so in die Luft fliegen oder das eine oder andere Kleinflugzeug vom Radarschirm verschwindet (Enrico Mattei)
  2. #121

    Banken

    Solange man das Geld den Banken ohne Auflagen oder Verwendungszweck gibt wird sich nichts aendern. Ich glaube, dass dies die schlimmste und schlechteste Sache ist die ich in meinem Leben bisher erlebt habe und es wird noch schlimmer.
    Stattdessen das Geld entweder direkt and die Hauseigner mit notleidender Hypothek oder an alle Schuldner geben oder zu 0 oder aehnlichem Zinsatz verleihen. Die Hauseigner koennen mit dem Geld die Bankkredite abloesen oder verringern. Entfernt so aehnlich wie die Abwrackpraemie. Die Steuerzahler bekommen etwas von ihrem Geld zurueck und nicht die Banken welche es eh nur verzocken oder in die Tasche stecken. Die Banken bekommen ihr Geld von den Kreditnehmern an welchen sie praechtig verdient haben etc. Gut ausgearbeitet glaube ich das dies der einzige nicht nur gerechte aber auch funktionierende Weg ist. Die entlasteten Schuldner koenen entweder dadurch finanziell ueberleben oder wenn es reicht mehr konsumieren was die Wirtschaft antreibt. Hauseigner/Hypothek ist nur ein Beispiel fuer ein Konzept, eine andere Vorgehensweise.
  3. #122

    Zitat von teutonischelyrik Beitrag anzeigen
    Wer veranlasste, dass in Griechenland mit all den Folgen der Euro eingeführt wurde? Mir kann keiner erzählen, man habe das Debakel nicht kommen sehen. Hier müssen die Entscheider und die Komplizen der Entscheider zur Verantwortung gezogen worden. Im Grunde wäre das dann ein Fall für den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte oder für das Tribunal in Den Haag.
    Man müsste das europäische Hauptquartier von Goldman Sachs besetzen und deren Konten/Guthaben einfrieren und das Geld einziehen.
    Die haben GR geholfen mit Bilanzierungstricks sich in betrügerischer Absicht in die EURO-Zone zu schleichen.
    Es wird Zeit zum Fanal zu blasen und die Allmacht des Ungeziefers der Finanzungetüme endgültig und ein für alle Mal zu brechen !
  4. #123

    Guter Rat ist teuer... ;)

    Zitat von donnerfalke Beitrag anzeigen
    Warnen können sie alle, die Narren der Marktplatzwirtschaft. Nur anständigen Rat zu geben können sie nicht.
    Der 'Rat' ist ja im Artikel enthalten: Sollte Deutschland mit dafür sorgen daß man Hellas aus dem € 'ekelt' so wird das schwerste Auswirkungen auf die €Zonen Mitglieder Irland, Portugal, Spanien und Italien haben. Damit wäre der € gegessen. Er warnt also vor den Dominoeffekt. Bezüglich Spanien können die Medien von 'die Troika kommt doch' und 'Kontrolle' so lange schreiben wie sie wollen; es bleibt aber ein unumstößlicher Fakt daß Spanien für die riesige Hilfe von 100 Mia. € weit bessere Konditionen bekommen hat und weniger Kontrollen dulden muß als voher Hellas, Irland und Portugal. Je größer und einflussreicher der Staat, desto kleiner das Bashing... ;)
    Damit dürften jene Parteien in Griechenland Rückenwind bekommen, die ihren Wählern versprechen sich für den Verbleib in der €Zone einzusetzen und gleichzeitig die Konditionen neu auszuverhandlen. Meine These ist(ohne Gewähr) daß diese Parteien das Rennen in GR machen, weiter Reformen beschließen bzw. umsetzen und gleichzeitig mit Brüssel einen sconto(ital. für Preisabschlag) auf die harten Konditionen bekommen. Die deutsche Politik hätte kein Argument mehr die Griechen 'hinauszuekeln' und die anderen €Partner sowie Obama haben Berlin klar gemacht, daß dann ganz allein die Deutschen den Schwarzen Peter bekommen werden; das klingt auch bei Mr. Doom durch...
    Mit Italien und Spanien ist der EFSF gegessen, zumal diese beiden Länder zusammen auch mehr als 30% der Garantien tragen. Damit werden die im 'Viermännerplan'(EU-Ratspräsident Herman van Rompuy, Kommissionschef José Manuel Barroso, an den Euro-Gruppen-Vorsitzenden Jean-Claude Juncker, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi)neuen 'großen Lösungen' befeuert...
    Euro-Krise: Der Geheimplan für ein neues Europa - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

    Ansonsten geht der € unter und mit ihm ein Gutteil der Guthaben, Schulden und Arbeitsplätze in der €Zone...
    The costs of break-up: After the fall | The Economist
    Europa hat die Wahl...

    Schian Gruaß...
  5. #124

    Das hat Methode

    Zitat von andy69 Beitrag anzeigen
    Deutschland ist schuld... Gähn.
    Den Abermillionen geht es heute vor allem deshalb schlecht, weil sie und ihre Regierungen noch mehr über ihre Verhältnisse gelebt haben als wir!

    Und mir sind Merkels vorsichtige Trippelschritte allemal lieber, als dass wir wieder vorschnell irgendwelchen Dingen zustimmen, deren Auswirkungen keiner voraussehen kann.
    Denn wenn ich eins aus dem bisherigen Krisenenverlauf gelernt habe, dann, dass die meisten Länder am liebsten so weitermachen wollen wie bisher - und das funktioniert definitiv nicht! Egal, wie sich Deutschland verhält..........

    Wie sagte doch neulich einer: "Europa ist ein 26 Spänner, in dem nur einer zieht". Und das Wehren dagegen nennen Sie dann Hochmut.
    Deutschland muss "schuld sein", damit es endlich die Mithaftung für die Schulden der Südperipherie der Eurozone übernimmt.

    Es sind nicht nur die Ökonomen, die daran arbeiten. Ein EX-Außenmimister und -Steinewerfer wie Herr Fischer versteigt sich in Behauptungen, dass eine weitere Weigerung Deutschlands in dieser Frage eine Schuld begründet, die vergleichbar ist mit der Schuld, zwei Weltkriege verursacht zu haben. Der Mulitmilliardär Soros, der sein Geld unter anderem damit gemacht hat, gegen europäische Währungen zu zocken, jammert, dass die Verweigerung der deutschen Schuldenhaftung zu einem neuen Deutschen Imperium in Europa führen würde. Dass er nicht gleich vom Vierten Reich gesprochen hat, muss man ihm noch hoch anrechnen, in anderen Ländern (z.B. Griechenland) ist man da viel unverblümter.
  6. #125

    Genau

    Zitat von elwu Beitrag anzeigen
    hatte den Einbruch des US-Immobilienmarktes und damit die Weltfinanzkrise ab 2007 früh vorausgesagt, wie viele andere auch.

    Er hat allerdings praktisch jedes Jahr seit zwei Dekaden irgendwas vorhergesagt, das dann nicht eintraff. Der Treffer 2007 war eine Ausnahme.

    Davon ab dienen US Ökonomen pirmär einem herrn, nämlich den USA, koste es andere Länder was es wolle. Roubini, Stieglitz, Krugman, alles dasselbe. Als deutscher Politiker sollte man daher deren alarmistische Wortmeldungen nicht allzu wichtig nehmen.
    Diese Erkenntnis habe ich inzwischen auch gewonnen. Man erinnere sich nur, welchen Druck die Amis machten, dass wir auch gleich noch die Türkei aufnehmen. Das Chaos wäre perfekt gewesen!!
  7. #126

    eigene Nase

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Effekt der Spanien-Hilfen verpufft an den Märkten, nun rückt Italien in den Fokus der Krise. Der US-Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini warnt offen vor einem Zusammenbruch der Währungsunion. Das würde für Deutschland teurer als alle Hilfen für die Euro-Partner.

    Euro droht laut Dr. Doom Roubini der Zusammenbruch - SPIEGEL ONLINE
    Der gute Mann soll nicht über Euro-Europa herziehen, sondern sich an die eigene angelsächsische Finanzkapitalismus-Nase fassen. Großbrittanien produziert kaum etwas außer Finanzkram - die USA sind hoch verschuldet! Was passiert denn damit?
  8. #127

    Euroausstieg nicht so teuer!

    Zitat von teufelsküche Beitrag anzeigen
    Als alle Hilfen? Aber doch nur alle Hilfen bis jetzt, oder? Das Ende ist ja noch lange nicht erreicht.
    Jetzt schreien Ökonomen,Großunternehmen aus Profitgier und Philosophen das mit dem Euroausstieg alles alles viel schlimmer würde, dabei kann man einen Euroausstieg der früher oder später so und so kommt auch weich gestalten . Die Lösung ist -Man rechnet zusammen für die ganze Eurozone aus wie man eventuelle vertragliche Verbindlichkeiten aus dem Euro die auf allle entfallen auf lange Zeit streckt für alle einzelnen Länder und steigt aus. Der Euro ist tot denn er taugt nichts für Europa - Da beißt die Maus keinen Faden mehr ab, aber wenn die Politiker das nicht bald merken dann wirds richtig teuer!
  9. #128

    45645656

    Zitat von gewgaw Beitrag anzeigen
    Starke deutsche Aussenhandelsdaten » Querschuesse

    Wenn man sich die Charts anschaut, wird die Eurozone für den deutschen Export prozentual gesehen immer weniger wichtiger.
    Da diese Entwicklung sich wohl verstetigen wird, müßte man genauer nachrechnen, ob die Kosten durch die Eurozone höher oder niedriger sind, als die Gewinne, die wir in der nicht Eurozone erzielen. Dadurch könnte auch endlich geklärt werden, ob Deutschland wirklich von Euro profitiert.
    die Klärung dieser Frage ist völlig überbewertet. Die hat eher was mit unserem Gefühl zu tun, nicht mit Handlungsoptionen. Ich will die Frage mal konkreter formulieren, ich denke das dient dem Verständnis. Die Frage lautet:
    Würde es Deutschland mit folgendem Szenario besser gehen:
    Es hätte 1996 eine Volksabstimmung in D. gegeben, Ergebnis: DM bleibt. Die anderen Euroländer hätten ohne D auch keine Lust an dem Experiment gehabt, es wäre beim System fester Wechselkurse geblieben, im Rahmen einer sich fortentwickelnden EU. Die äußeren Rahmenbedingungen sehen wir mal als gegeben an, also auch 9/11 und die Folgen, Aufstieg Chinas, Tsunamis 2004 und 2011 usw. Es ist nun zur Bewertung der historischen Entscheidung interessant, ob es uns besser gehen würde. Meine These ist ja, z.B. wäre unser Verhältnis zu Griechenland entspannter. Aber das ist völlig unerheblich.

    Die Frage ist nicht, was man vor 15 Jahren falsch gemacht hat, es geht um heutige Handlungsoptionen. Und, das kennt jeder aus dem privaten Bereich, "hätte ich mal damals" ist nie eine reale Handlungsoption sondern Trauerarbeit.

    Die Frage ist nicht, ob es uns ohne Euro besser gehen würde. Die Frage ist, wie teuer (nicht nur finanziell) werden die einzelnen Ausstiegs- und Durchhaltekonzepte. Irgendwie sind wir da an dem Punkt von 1996. Wir werden wieder in 15 Jahren wissen, ob die Entscheidung gut war.
  10. #129

    Hm....

    Zitat von Ursprung Beitrag anzeigen
    Haeh??
    Die Griechen tun doch genau dies- schon seit vor dem Ausbruch der Krise.
    Das sind doch erfahrene levanthinische Kaufleute: Erpressung und flottes Denken ist denen ein Standardwerkzeug. Da kommen selbst Italiener nicht mit.
    Als typische Kaufleute haben die auch keinen emotionalen Rochus auf irgendwelche Auslaender, auch nicht auf Deutsche.
    Nichtgriechen sind schlicht Beutetiere.
    Katzen sind gegenueber Maeusen ja auch schonungslos, untereinander aber durchweg verstehend, emotionsgeladen und feinfuehlig.
    ...abgesehen davon, dass Ihnen da geografisch etwas nie klar geworden ist, ist Ihr Post auch typisch für die aufgewühlte Gruppe von Leuten, die den meisten Medien auf den Leim gegangen ist: Die Griechen seien alle faul, Trickbetrüger und so weiter und so fort. Da haben ein paar Leute ganze Arbeit geleistet, wie man an ihrem Getippse erkennen kann. Das Leben ist so leicht, wenn andere für einen denken, oder?








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