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Vor Griechen-Wahl: Top-Ökonom warnt vor Crash der Euro-Zone

REUTERSDer Effekt der Spanien-Hilfen verpufft an den Märkten, nun rückt Italien in den Fokus der Krise. Der US-Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini warnt offen vor einem Zusammenbruch der Währungsunion. Das würde für Deutschland teurer als alle Hilfen für die Euro-Partner.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...838277,00.html
  1. #90

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Effekt der Spanien-Hilfen verpufft an den Märkten, nun rückt Italien in den Fokus der Krise. Der US-Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini warnt offen vor einem Zusammenbruch der Währungsunion. Das würde für Deutschland teurer als alle Hilfen für die Euro-Partner.

    Euro droht laut Dr. Doom Roubini der Zusammenbruch - SPIEGEL ONLINE
    Schon komisch: Bei der Einführung des € habe ich so im Stillen bei mir gedacht, daß das ganze System so nicht funktionieren kann, und irgendwann den Bach runtergeht.
    Bin ich jetzt ein verkannter Top-Ökonom ohne angemessene Vergütung ?
    Oder der wahre Dr. Doom ?
    Oder vielleicht beides ?

    Und jetzt naht zu meiner Vernichtung auch noch die Fantastische Viergruppe Juncker (Dr. Frankenvelli), Van Rompuy (Wir dreh'n das Ding), Barroso (Der Unsichtbare Kulissenschieber) und Draghi (die Goldman Sachs Fackel).....
  2. #91

    Zitat von west120 Beitrag anzeigen
    Sieht ganz dannach aus als würde alle Welt fest damit rechnen das Deutschland die Währungsunion, die EU und den Euro um jeden Preis bezahlen wird.
    Bin mal gespannt was passiert wenn denen dämmert das dies Deutschland gnadenlos überfordert.
    Deutschland wird aus meiner Sicht von allen Mitspielern deutlich überschätzt, und das wird zu unserem Problem werden.
    Wenn alle Euro-Länder, und danach sieht es derzeit aus, in die Rezession rutschen dann war es das mit den dt. Exporten. Wer schrumpft, Gehälter kürzt und Steuern erhöht kann nicht mehr so viel einkaufen. Damit ist absehbar das Deutschland ebenfall massiv Probleme bekommt. Der Binnenmarkt wurde in D von je her zu gunsten des Export vernachlässigt, also kann auch von hier keine Rettung kommen.
    Wird noch ein paar Wochen dauern, schätzungsweise bis der ESM durchgedrückt wurde, dann wird den Mitspielern "völlig überraschend und unvorhersehbar" einfallen das Deutschland weit über seine Leistungsfähigkeit hinaus belastet wird.
    Von welchem Binnenmarkt wird da eigentlich immer gefaselt ??
    Die teuren Autos, die D in die Welt verscherbelt, will und kann hier keine Masse von Leuten kaufen, alles andere, Schuhe, Textilien, Bekleidung, Elektronik, Technik, Porzellan, Haushaltsgeräte, usw. kommt schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr aus Deutschland.
    Wollen Sie dann alle zu Verkäufern ausbilden, die sich gegenseitig die Produkte aus Fernost über die Theke schieben ?
    Ein solches Vorbild haben wir: die USA.
    Da wollen wir doch wohl auch nicht hin, oder ?
    Es wird Zeit, dass die EU endlich Bedinungen schafft, die diese Industrien wieder in die EU, nach Spanien, GR, Italien, Portugal, und ja, auch nach D, zurück holt.
    Das geht freilich mit einem neoliberalen Welthandel, der Umweltzerstörung und Sklavenarbeit in China und anderen Ländern durch freien Marktzugang belohnt nicht !
  3. #92

    vor allem kann es nicht in Deutschlands Interesse sein,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Effekt der Spanien-Hilfen verpufft an den Märkten, nun rückt Italien in den Fokus der Krise. Der US-Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini warnt offen vor einem Zusammenbruch der Währungsunion. Das würde für Deutschland teurer als alle Hilfen für die Euro-Partner.

    Euro droht laut Dr. Doom Roubini der Zusammenbruch - SPIEGEL ONLINE
    ...weiterhin mit gar keinen, maximal äußerst löchrigen Bedingungen, die kaum den Tag halten, an dem sie vereinbart wurden, den Konsum zahlreicher anderer Länder inklusive der Zinslasten zugunsten meist angloamerikanischer Banken zu finanzieren.

    Dass das für Deutschland billiger wäre, läßt sich leicht wiederlegen:
    wäre Deutschland vor einem Jahr und bei einem Target-Saldenstand von damals "nur" 200 Mrd. ausgestiegen, wäre diese Summe wohl größtenteils weggewesen. Heute wären diese Verluste bereits um 500 Mrd. höher, ca. 700 Mrd. Warten wir nun auch noch, bis sich auch Italien oder gar Frankreich anfangen noch ungenierter zu bedienen, müssen wohl gänzlich neue Zahlen für das Target-System erfunden werden. Bei den übrigen Transfermechanismen (EZB-Tender, Notkreditlinien, EFSF, ESM) ist es wohl genau das Gleiche: alle machen auf Teufel komm raus bei anderen -d.h. in erster Linie: Deutschland- Kasse und denken gar nicht daran, die -teilweise ja massiven- Vermögen ihrer Bevölkerung ernsthaft anzutasten.

    Eine Währungsunion, in der alle davon ausgehen, dass der andere gefälligst zahlt, auch wenn dort das Pro-Kopf-Vermögen der Bevölkerung längst unter der im eigenen Land liegt, wird für Deutschland nicht nur teurer als alle anderen Lösungen, sie verbaut auch jegliche Zukunft, die Dinge eines Tages wieder in`s Lot zu bringen.

    Ziel kann es für Deutschland also nur sein, sich zukünftig neben Europa zunehmend auf gesündere Wirtschaftsräume zu konzentrieren, die Abhängigkeiten von leistungsunwilligen, geistig wohl noch in Kolonialzeiten verhafteten Agrar- bzw. Entwicklungsstaaten zu reduzieren und von den Target-Forderungen zu retten, was zu retten, d.h. besichert ist. Das das ggf. nicht leicht wird...so what? Besser als die völlige Perspektivlosigkeit eines Bündnisses mit zunehmend feindlich agierenden PIIGS ist es in jedem Fall. Auf den falschen Rat sogenannter Top-Ökonomen oder TOP-Europäer kann dabei wohl getrost verzichtet werden.
  4. #93

    ...

    Zitat von eduardschulz Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht, warum es so viele sog. Experten gibt, die nicht einsehen wollen, dass Exporte, die vom Empfänger mit vom Hersteller bereitgestelltem Geld bezahlt werden, nicht dem Hersteller dienen, sondern dem Empfänger. Deutschland würde bei einem Auseinanderbrechen der Währungsunion weniger in Länder wie z.B. GR exportieren können. Da diese Exporte aber sowieso von uns bezahlt wurden (mittels nie wieder gesehenen Krediten an GR), ist noch lange nicht ausgemacht, ob hier nicht einfach ein Nullsummenspiel dabei herauskommt, sollte der Euro kippen.

    Und noch ein Tipp an den Experten. Waren werden nicht nur exportiert, sie müssen auch hergestellt werden; und zwar mit Rohstoffen, die D in aller Regel nicht hat und die deshalb aus dem Ausland gekauft werden müssen. Der Verteuerung unserer Exporte bei einer angenommenen Aufwertung der DM-neu stünde ein Verbilligung des Rohstoffeinkaufs gegenüber.
    ...warum Nullsummenspiel? Damit unterstellen Sie, dass der Geldgeber auch der Geldempfänger ist. Also, dass z.B. VW Geld nach Griechenland gibt, damit dort dann VWs gekauft werden. Dem ist aber nicht so. Seien Sie versichert, dass die Exporteure schon davon profitieren, leider aber auf Kosten von uns allen, nämlich den Steuerzahlern. Eigentlch leben damit wir auf Pump und nicht die Griechen...nur lassen wir uns immer ein X für ein U vormachen.
  5. #94

    Griechen sind sehr feinfuehlig

    Zitat von GhostOfDorian Beitrag anzeigen
    ....

    Die teuerste Lösung für Deutschland wäre, wenn wir uns von Griechenland erpressen ließen. Das würde augenblicklich jedes Land auf der Welt veranlassen, uns übelste Folgen anzudrohen, wenn wir nicht sofort unser Volksvermögen auf deren Konten überweisen würden.
    Haeh??
    Die Griechen tun doch genau dies- schon seit vor dem Ausbruch der Krise.
    Das sind doch erfahrene levanthinische Kaufleute: Erpressung und flottes Denken ist denen ein Standardwerkzeug. Da kommen selbst Italiener nicht mit.
    Als typische Kaufleute haben die auch keinen emotionalen Rochus auf irgendwelche Auslaender, auch nicht auf Deutsche.
    Nichtgriechen sind schlicht Beutetiere.
    Katzen sind gegenueber Maeusen ja auch schonungslos, untereinander aber durchweg verstehend, emotionsgeladen und feinfuehlig.
  6. #95

    Kriterien des Maastricht-Vertrages!

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    Leider werden von den tollen Top-Ökonomen, wie Roubini,
    noch von allen Politikern, wahrgenommen, dass es niemals
    zu solch einem Crash hätte kommen müssen, wenn nur
    diese dummen Maastricht-Lissabon-Verträge eingehalten
    worden wären.
    ...
    Gerade Sinn, der ja inzwischen auch auf das Euro-kritische
    Pferd umgesattelt ist und nun bahnbrechende Weisheiten
    verbreitet, wie Target 2, was Hankel auch schon vor mehr
    als 10 Jahren klar war, wollen nun nichts mehr von ihrem
    dummen Geschwätz von gestern hören, aber Hankel wird
    totgeschwiegen.

    Schade!!
    Selbst die Einhaltung der Maastricht-Kriterien hätte diese Eurozonewährungskrise kaum verhindert. Es wurden weder die Kenngrößen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zu einem wesentlichen Bestandteil gemacht (z.B. Leistungs- und Zahlungsbilanzsalden, Lohnstückkostenentwicklungen, Nettoinvestitionsquote, etc.), noch wurden die Bankenaufsicht verstärkt und ausgebaut, noch die Verschuldungen der privaten Haushalte und der Unternehmen berücksichtigt. Es wurde ein einheitlicher Durchschnittszinssatz für die gesamte Eurozone gebildet, obwohl es völlig verschiedene Konjunkturzyklen und Binneninflationsraten gab.

    Man wollte diese Kriterien nicht als Vertragsbestandteil in den Verträgen, die Fehlentwicklungen wären sofort von Anfang an erkennbar gewesen. Man hoffte wohl auf eine zeitliche Angleichung, das Gegenteil trat jedoch ein.

    Spiegel: Kohl kannte Risiken des Beitritts von Italien zum Euro - SPIEGEL ONLINE
  7. #96

    Furgeson/Rubini

    Ich habe mir gestern deren Angstmacher-Geschreibsel durchgelesen, nachdem der neue Spiegel bei mir im Briefkasten lag.

    Am dreistesten finde ich den Verweis auf 1931 - nicht vollzogene Bankenrettung + Resultat 1933 - und anstehende Wahlen in Griechenland nächsten Sonntag. Da lässt der Spiegel Leute zu Wort kommen, die in unverantwortlicher Weise Parallelen ziehen, die letztlich nur den Schluss zulassen, dass es sich hier wiederrum um Lobbyarbeit handelt zu Gunsten des Bankensektors.
    In keinster Weise wird in deren Einlassung erwähnt, dass es innerhalb der EU Staaten wie Schweden, England oder Polen gibt, die aus guten Gründen dem Euroraum seinerzeit nicht beitraten und bis jetzt gut damit leben. Das Horrorszenario eines Austritts Griechenlands wird hingegen derart überzeichnet, dass man sich schon fragen muss, welch eiskalte Kräfte hinter solchen Schreiberlingen stehen.
    Und eins sollte jedem Leser derartiger Kolumnen auch klar sein: Mag es die irre Le Pen geben oder links- wie rechtspopulistische Strömungen in anderen Euro-Ländern. Wir jedenfalls sind gefeit gegen tumben Nationalismus, da bin ich mir sicher.
  8. #97

    fragt doch mal Ökonomen ohne Eigeninteressen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Effekt der Spanien-Hilfen verpufft an den Märkten, nun rückt Italien in den Fokus der Krise. Der US-Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini warnt offen vor einem Zusammenbruch der Währungsunion. Das würde für Deutschland teurer als alle Hilfen für die Euro-Partner.

    Euro droht laut Dr. Doom Roubini der Zusammenbruch - SPIEGEL ONLINE
    "Als das Plenum der Ökonomen 2011 abgestimmt hat, haben 90 Prozent der befragten Professoren gegen die Rettungsschirmpolitik votiert und für geordnete Staatsinsolvenzen "

    Schuldenkrise:

    Amerika hat große Angst davor, dass die Eurozone sich unabhängig macht von IWF und Co.-
    ähnlich wie Brasilien und Argentinien vor 10 Jahren.

    Südamerikas Erfahrungen mit dem Währungsfonds - Feindbild IWF - Wirtschaft - sueddeutsche.de

    Jetzt, bevor der ESM eingeführt worden ist, können Staaten noch sagen: wir sind pleite, wir zahlen unsere Verbindlichkeiten an die Banken nicht mehr...... (hat Argentinien gemacht)

    Nach Einführung des ESM gibt es diese Möglichkeit nicht mehr !!

    Deshalb wird von Kapitalseite a l l e s gemacht, um das Monster durchzusetzen.
  9. #98

    324345

    Zitat von teufelsküche Beitrag anzeigen
    Als alle Hilfen? Aber doch nur alle Hilfen bis jetzt, oder? Das Ende ist ja noch lange nicht erreicht.
    stimmt, das ist der Knackpunkt. Das ist wie Geld in ein krankes Unternehmen stecken. Es kann sinnvoll sein, wenn gleichzeitig eine Restrukturierung erfolgt. Dafür gibt es aber keine Garantien. Kann sein, daß die Restrukturierung billiger ist als der crash. Aber wenn es nicht klappt, ist die Kohle trotzdem verbrannt. Wenn man es nicht macht, bleibt der Gedanke, ob man das Ende hätte verhindern können.
    Ich höre immer, die Griechen wollen eine Perspektive. Ich will auch eine. Und ich denke, nächste Woche werden wir mehr wissen. Ein Griechenland, daß auf unsere Angst vorm Crash setzt, die bisherigen Reformen zurücknimmt und auf Dauer den Ausgleich eines strukturellen Defizits festschreiben will, müssen wir verhindern. Ich als Deutscher will auch eine Perspektive, daß es teuer wird wissen wir schon.
  10. #99

    Starke deutsche Aussenhandelsdaten » Querschuesse

    Wenn man sich die Charts anschaut, wird die Eurozone für den deutschen Export prozentual gesehen immer weniger wichtiger.
    Da diese Entwicklung sich wohl verstetigen wird, müßte man genauer nachrechnen, ob die Kosten durch die Eurozone höher oder niedriger sind, als die Gewinne, die wir in der nicht Eurozone erzielen. Dadurch könnte auch endlich geklärt werden, ob Deutschland wirklich von Euro profitiert.


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