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Von Bankenunion bis Griechen-Exit: Vier Wege aus der Euro-Krise

AFPSpanien bekommt seine Bankenkrise nicht in den Griff, europaweit wachsen die Schulden, die Aktienkurse sacken ab. Laut US-Großinvestor Soros bleiben für die Euro-Rettung nur noch drei Monate Zeit - danach drohe eine Katastrophe. Aber welchen Ausweg gibt es? Vier konkrete Lösungen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...836873,00.html
  1. #110

    Nachdem SpOn gestern parallel zu anderen Tageszeitungen einen Panikartikel vom bevorstehenden Untergang brachte,heute also die Rettung. Gerade der "Groß-Investor" (welch ein Euphemismus) Soros hat also Angst um seine Investments, und sein Partner Joschka Fischer sorgte parallel für gleiche Panikmache in der SZ. Dabei sind die Märkte keineswegs auf Panik eingestellt, man vergleiche mal DAX oder Dollarkurs im langjährigen Vergleich
    - manager magazin - Brse
    Dax-Chart seit 1990* &bull ;* Börsennotizbuch
    Die Kurse waren schon mal viel, viel tiefer. Auch der Goldkurs zeigt keine Panik an, ist weit entfernt von seinem Höchstkurs.
    Es fragt sich, welches Ziel man mit diesen Panikmeldungen verfolgt, die von interessierter Seite lanciert wird. Tatsächlich ist die gegenwärtige Lage keineswegs überraschend, wer 1 + 1 zusammenzählen kann, dem war schon lange klar, dass der Euro so nicht funktioniert und in eine Krise führen wird, dass letztlich alle am Ende Verlierer sind, weil der Euro eben zu ökonomischen Ungleichgewichten führen muss.
    Hier wird ein übles Spiel betrieben
  2. #111

    Eine Euro/ECU Lösung muss umgehend systemrelevant umgesetzt werden!*

    Zitat von Spiegelkritikus Beitrag anzeigen
    Machen wir eine Reise in die Zukunft, ins Jahr 2018.
    Die Euro-Zone ist endgültig gescheitert
    und alle beteiligten Staaten sind restlos bankrott.
    Wie konnte es dazu kommen?
    Die Euro-Zone scheint stabilisiert,
    wenngleich die PIIGS-Staaten und auch Frankreich
    den Fiskalpakt immer häufiger nicht einhalten.
    Die Versuchung der Regierungen, sich zwecks Machterhalt
    zu verschulden, setzt sich wieder durch.
    Spanien ist wie Griechenland in der Falle.

    Wenn die spanische Banken Kredite kündigen und sich von
    Immobilien trennen müssten, dann fallen die Immobilienpreise
    in Spanien vom heutigen Niveau nochmals um 50 Prozent ab.
    Dann wird es noch sehr viel mehr faule Kredite geben.

    Die Abwärtsspirale aus Kapitalflucht, dem Preisverfall der
    Immobilien und hohen Zinsen für Rekapitaliserung führt
    die spanischen Banken zwangsläufig in die Pleite.

    Verstaatlichungen der meisten spanischer Banken werden
    alternativlos zwingend sein.
    Spanien wird mindestens 150 Milliarden Euro für seine
    Banken bezahlen müssen.

    Die Wirtschaftsleistung Spaniens reicht für die sich
    aus Bankencrash und Rezession ergebenden Belastungen
    einfach nicht aus.
    Auch Italien wird es wahrscheinlich genau so schlecht
    gehen wie Spanien.
    Die scheiternde Eurorettung ist ein Fiasko sondersgleichen
    für ganz Europa.

    siehe
    Oman Tribune - the edge of knowledge
  3. #112

    Zitat von mimas101 Beitrag anzeigen
    Nummer 1: Wir brauchen eine nationale Geldpolitik um nicht für den Schuldensumpf haften zu müssen.
    Nummer 2: Die Preise verdoppelten sich mit der Einführung des ECU-Geldes anno 2002. Das gilt für die privaten Haushalte genauso wie für den Staat. Wie bekannt stiegen die Gehälter nicht im gleichen Maße und damit das Steueraufkommen. Damit schossen auch die Staatsschulden in die Höhe.
    Nummer 3: Niedrigere Inflationsrate als mit der D-Mark? Zum einen handelt es sich hier um .....
    Wenn wir nach dem Proportionalitätsprinzip gehen wollen, müsste es aber genauso bleiben. Deutschlands Anteil ist ja nicht 100 Prozent sondern eben nur 27 Prozent. Deswegen sprechen ja auch nicht alle deutsch. Außerdem können sie nicht ihren Gehaltszettel stellvertretend für Deutschland rechnen. Die Inflation war bei der Einführung nur bei Alltagswaren sehr stark gestiegen, nicht aber bei Autos, Mieten etc.. Und die sinkenden Löhne hängen mit der Agenda 2010 und nicht mit dem Euro zusammen. Die Staatsschulden sind nicht durch den Euro so stark angestiegen, sondern durch schlecht wirtschaftende Regierungen und die Wiedervereinigung. Man kann auch eine No-Bailout Klausel mit gmeinsamer Währung haben. Hierfür ein paar Beispiele: Schweiz und die USA. Und Ecuador benutzt unerlaubt den US-Dollar. gehen die Pleite, kann das den USA schnurz sein. Hier bedarf es einer Überarbeitung der Euro-Zone und nicht ihrer Auflösung.
  4. #113

    Alles richtig, aber...

    Zitat von Herr Hold Beitrag anzeigen
    Nicht Frau Merkel muss dem Drängen nachgeben, die deutsche Bevölkerung muss das wollen.Die zahlt das nämlich. Scheinen einige immer noch nicht begriffen zu haben.
    ..haben Sie auch den Soros-Artikel gelesen? Ich denke er hat recht mit der Aussage, dass alles an Deutschland hängt. Wir müssen uns bewegen, sonst gibt es keine Lösung. Zahlen werden wir in jedem Fall, egal was passiert. Selbst ein Austritt aus dem Euro wäre sehr teuer für Deutschland, denn dann würden Arbeitslosigkeit und Armut stark zunehmen.
  5. #114

    Es gibt nur eine wirkliche Lösung!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien bekommt seine Bankenkrise nicht in den Griff, europaweit wachsen die Schulden, die Aktienkurse sacken ab. Laut US-Großinvestor Soros bleiben für die Euro-Rettung nur noch drei Monate Zeit - danach drohe eine Katastrophe. Aber welchen Ausweg gibt es? Vier konkrete Lösungen.

    Vier Wege aus der Euro-Krise: Was eine Bankenunion bringt - SPIEGEL ONLINE
    Und das ist die geordnete Überführung zurück zu nationalen Währungen in einem gesamteuropäischen Wechselkurssystem.

    Dazu sollten sich die wenigen "Stabilitäts- und Überschußländer" gemeinsam durchringen. Es ist einfach untragbar, dass man versucht, über die Vergemeinschaftlichung, durch die Monetarisierung und Sozialisierung aller Schulden und Risiken die unterschiedlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten zu nivilieren.

    Die erheblichen Belastungen durch die Euroeinführung, die Deutschland ganz besonders betroffen haben, können einfach nicht mehr gesteigert werden. Unsere eigenen finanziellen Möglichkeiten sind bereits heute schon erschöpft, die finanzielle Lage vieler Kommunen belegt dies.

    Sollten sich jedoch die anderen Europroblemländer dieser Option widersetzen, so müssten die Stabilitätsvolkswirtschaften aus dieser Währungsunion austreten.

    Ein Weiterretten um jeden und zu jedem Preis, eine permanente verdeckte und versteckte Weiterfinanzierung durch die Fonds (EFSF, ESM), durch Eurobonds oder durch die EZB (Target 2, ELA, LTRO, Ankauf von Staatsanleihen) untergräbt die Glaubwürdigkeit und die Akzeptanz in den Euro selbst und auch den gemeinsamen Willen, diese Währungsunion weiter fortzusetzen. Dies ist heute schon an den Ausgestaltungen der Geld- und Währungspolitik der EZB-Politik und in dem Abstimmungsverhalten im EZB-Rat zu erkennen.

    http://www.dr-hankel.de/prof-hankel-uber-die-gefahren-der-krise/
  6. #115

    Estland konnte das was die Griechen nicht (wollen) können

    Zitat von axiom

    Existenz-Minimum sichern, der Rest ist Luxus. Was für verschuldete Personen gilt sollte auch für Staaten machbar sein.
    Klar, es ist hart seine Möbel einzulagern, in eine kleines Zimmer zu ziehen und zwei Jahre auf alles zu verzichten. Aber es ist machbar!
    Zitatende
    Klar wäre es (annähernd) machbar, siehe Estland.
    Estland hatte 2010 ein pro Kopf -BIP von 10700 Euro, GR von 20200 Euro! (D. 30.100 Euro). Estland war also im Vergleich zu Griechenland richtig ÄRMLICH.
    Sparquote in Estland aber 23,9%, in GR 3,9%
    Estland Leistungsbilanzüberschuss von 3,8%, GR dagegen 12,3% Leistungsbilanzdefizit

    Die Krise hatte Esten härter getroffen. Rückgang des realen privaten Verbrauchs in Estland von 2007 bis 2010 um 22%, in GR nur 1,1%

    2011 wächst aber die Wirtschaft in Estland wieder (um 8%= Belohnung für Sparanstrengungen), während GR um -6% schrumpft

    Kann sich jemand erinnern, dass die Esten für ihre Sparanstrengungen von Medien und Politik gelobt wurden.

    Welch Geschrei wird dagegen täglich um GR gemacht

    (Daten und Infos aus "Europa braucht den Euro nicht")
  7. #116

    Keine Unterstützung für Euro-Anleihen

    Die Einführung von Euro-Anleihen hängt maßgeblich von der Zustimmung der Bürger der Länder ab die sich an deren Einführung beteiligen wollen. Die meisten EU Bürger bspw. aus Österreich, Niederlande, Deutschland und Finnland sprechen sich jedoch mehrheitlich gegen die Einführung gemeinsamer Anleihen aus. Dies wird sich auch in den nationalen Wahlen widerspiegeln.
  8. #117

    Zitat von drouhy Beitrag anzeigen
    Man hat jetzt zwar eine tolle Wirtschaft- und Währungsunion zum Wohle der Unternehmen, nur fehlt eine politische und soziale Union. Und an genau diesem Widerspruch zerbricht das System.
    Genau die wird gerade hergestellt. 'Die politische Union wird die Bürger der EU noch weiter entmündigen, es wird die postdemokratische Ordnung endgültig durchgesetzet, eine Europa mit weitgehend legitimationsloser politischer Elite unter Weisung des Kapitals, die soziale Union wird eine europäische Agenda 2010 sein, nur mit noch mehr Sozialabbau, noch weitergehender Deregulierung der Arbeitsmärkte.

    Warum Sie das herbeiwünschen, weiß ich nicht
  9. #118

    Zusätzlich 4% Inflation

    Wenn Griechenland aus dem Euro austreten würde, würde der Euro auf einen Schlag ca. 4% an Wert verlieren. Münz- und Papiergeld behält auch in Griechenland seinen Wert. Das Geld auf den Konten wird vor so einem Schritt fast vollständig ins Ausland transferriert sein. Der gleichbleibenden Geldmenge steht jedoch ein um Griechenland verringerter Markt gegenüber. Damit wird die Inflationsrate in der EU von ca. 3% auf 7% steigen. Möglicherweise wird dieser Effekt noch drastischer ausfallen, da die Griechen nur Guthaben aber nicht ihre Schulden ins Ausland transferieren werden.
  10. #119

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien bekommt seine Bankenkrise nicht in den Griff, europaweit wachsen die Schulden, die Aktienkurse sacken ab. Laut US-Großinvestor Soros bleiben für die Euro-Rettung nur noch drei Monate Zeit - danach drohe eine Katastrophe. Aber welchen Ausweg gibt es? Vier konkrete Lösungen.

    Vier Wege aus der Euro-Krise: Was eine Bankenunion bringt - SPIEGEL ONLINE
    Bekanntes Zitat "Wer alles verteidigen will, verteidigt nichts."

    Wo die "Eurorettung" hinführt, kann sich jeder intelligente Mensch ohne politisch-korrekte Scheuklappen denken!


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