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Voll daneben: Die sieben Todsünden von Existenzgründern
Der Aufbau eines eigenen Geschäfts ist abenteuerlich genug. Doch manche Existenzgründer machen es sich unnötig schwer: Mit Fehlern, die leicht vermeidbar wären. Eine Übersicht der gefährlichsten Klippen - und wie man sie umschifft.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...796394,00.html
- #10 08.11.2011 16:14 von
Lauter!
Ich hab für ein Jahr freelance am Popo der Welt gearbeitet. Meine Steuererklärung am Ende des Projekts passte auf einen Bierdeckel und war in fünf Minuten erledigt. Auf meine Frage, wer dieses geniale System entwickelt habe, sagte man mir: ein deutscher Steuerexperte... bin heute noch traumatisiert von dieser Erfahrung ;-)
- #11 08.11.2011 16:55 von
Dt. Steuerexperten sind im Ausland beliebt
Steuerexperten aus DE haben auch Kroatien und die Slowakei beraten. Wer, wenn nicht Steuerexperten aus DE weiss denn, dass man es auf keinen Fall so machen darf wie in DE? ;-) Im Ernst, diese Länder haben Steuersysteme nach Kirchhoff und fahren damit deutlich besser. Die Steuern sind niedriger und gerechter.
Noch ein Tipp für den Foristen, der über die Buchführung verzweifelt: Da gibt es inzwischen Software, die eigentlich ziemlich gut ist und einem das Leben deutlich erleichtert. Da aber auch ich nicht weiss bzw. wusste, was man mit den übrigen 30% einer Bewirtungsrechnung macht oder wie das Hoteldisaster, welches uns reisende Freiberufler die FDP eingebrockt hat, buchhalterisch zu behandeln ist, müssen auch meine Buchungssätze beim Jahresabschluss vom Steuerberater korrigiert werden. Das kostet bei meiner Steuerberaterin aber nicht viel, da meine Software alle Buchungssätze ins DATEV-Format umwandelt und somit direkt von der Steuerberaterin in ihr System eingelesen werden können. Zumindest kostet es weniger als übliche Säumniszuschläge des Finanzamtes. Und für Freiberufler ist ein Steuerberater sowieso Pflicht. Ansonsten stehen Sie ständig mit einem Bein im Knast. Aber denken Sie daran, dass Sie nicht die komplette Rechnung Ihres Steuerberaters als Betriebsausgabe verbuchen dürfen ;-) Ja, das Dt. Steuersystem ist schon ziemlich kranken Hirnen entsprungen. - #12 08.11.2011 17:08 von
Olle Kamellen
Leider das übliche Gemeckere gegen die Selbständigkeit - ohne Inhalt und nachvollziehbare Begründung.
Buchhaltung z.B. ist wie sie ist - und schon sie x Jahren so. Wer da also heute immer noch darüber meckert, hat entweder die Eckdaten nicht durchdrungen oder er / sie / es war zu bequem dazu. Und wenn man etwas nicht versteht (Dummheit, Faulheit oder warum auch immer) - dann muss man halt Experten fragen. Die leben davon!
Um die Banalität des Textes zu untermalen - eigentlich kann man den ganzen Text auch "über das Angeln" umschreiben. Z.B:
Zielgruppe prüfen - mal schauen, ob Fische im See sind, die Würmer mögen
Zu früh aufgeben - ja, wer um 20:00 zu Tatort nach Hause will und die Angel zu früh herausholt, geht hungrig ins Bett....
Usw usf.
Will heißen: Nix Neues, nix Kreatives und noch nicht einmal eine Besonderheit in diesen ganzen "Todsünden von Anglern im Existenzgründerbusiness...." Zum Schreien ärmlich! - #13 08.11.2011 18:28 von
wie nett
Seit fast einem viertel Jahrhundert selbständig, schwarze Zahlen;
und lt. diesem Test doch eher ungeeignet - irgendwas läuft schief bei mir ;-) - #14 08.11.2011 18:35 von
Deutschland, das Land der ABMs
In Deutschland hilft uns der Gesetzgeber Aufgaben zu lösen, die wir ohne ihn nicht hätten.
Da nicht jeder Alleskönner ist, oder auch keine Zeit oder Lust hat, das selbst zu erledigen, wird oftmals für teures Geld outgesourced.
Typische Beispiele sind Buchführung und Steuerberatung. Letztens sagte mir ein Rentner, die Formulare, die man ihm zur Steuererklärung zugeschickt habe, seien ihm zu unverständlich. In seiner Not sei er zum Steuerberater gegangen. Der hat das dann für ihn erledigt. Zurückerstattet wurde ihm nichts, nachzahlen mußte er auch nichts, aber der Steuerbarater hat ihn 150 € gekostet.
Ein guter Bekannter, ebenfalls selbstständig, wurde vor Jahren mal bedürftig. Er mußte dem Amt jeden Monat eine Einahmenüberschussrechnung präsentieren, damit er die knappe Stütze bekam. Wäre er weniger schlau gewesen, hätte ihn der Spaß monatlich etwa 60 € gekostet. - 60 €, die zusätzlich seine knappen Einnahmen gemindert hätten. Ob er dann heute auch so viele Steuern zahlen würde?
In vielen Ländern dürfen Eltern, Freunde, Nachbarn und sonstige Bekannte, sofern sie ihre eigene Prüfung gut bestanden haben, dem Nachwuchs das Autofahren beibringen.
In den kapitalistischen USA leihen sich die Prüflinge sogar die Unterlagen für die Theorie beim Straßenverkehrsamt aus und melden sich zur Prüfung an, wenn sie sich fit genug fühlen. Kostet alles einen Bruchteil von dem, was bei uns fällig wird.
In Deutschland bekommen viele junge Leute einfach keinen Job, weil ihnen das Geld zum Erwerb der Fahrerlaubnis fehlt.
Vielleicht finde ich gleich noch etwas Zeit für den Schornsteinfeger. ;) - #15 08.11.2011 18:58 von
Was das fürn Recyclingartikel
Genau das gleiche Thema, gleiche Gründerpechvögel, nur anderer Text hatten wir hier schon mal vor einigen Wochen.
- #16 08.11.2011 19:26 von
Da fragt man sich doch glatt,
warum die FDP nicht bei 50 % und mehr landet und warum in diesem Lande sich das schlimmste aller Steuersysteme so hält. Die Medien tun ihr übrigens, wenn sie die steuerkonservativen Kräfte stärkt und gerne die diese unseligen Debatten mitträgt, dass "es nicht sein dürfe, wenn die Sekretärin so viel Steuern zahle wie ihr Chef".
So viele Betroffene und dann dieses Wahlverhalten. - #17 08.11.2011 20:01 von
das ist einfach nur deutschlogisch. DK über DE: Recht und Ordnung
ähäm, solange die Rechnung des Beraters nicht die private Einkommensteuererklärung betrifft, sagt mir mein Judiz, dass ich das sehr wohl 1:1 verbuchen kann . . .
Irgendein Finanzgott möge jetzt bitte helfen.
Ich muss gestehen, dass ich nach 25 Jahren beratender Hilfe und unendlicher Honorare an die Zunft, die letzten 3 Jahre selbst "gestaltet" habe. Fazit: alles halb so wild. (Freiberufler) und Sie werden es nicht glauben: mit "denen" beim FA kann man reden und da es sich bei "denen" um Menschen handelt, sind diese sogar hilfsbereit . . .
Jetzt, nach Anmeldung eines Gewerbes, bin ich doch wieder zurück zur Beratung, weil dieses Minenfeld mir gänzlich unbekannt ist. - #18 08.11.2011 20:52 von
Den Artikel habe ich nicht gelesen...
...aber so viel zu den Themen im Forum:
- wer hier "Pleite geht" ist verbrannt. In den USA dagegen (denen ich ansonsten wirklich nicht viel abgewinnen kann) sagt man sich: geben wir ihm eine 2. Chance, die Fehler, die er gemacht hat, macht er jedenfalls nicht noch einmal,
- rund 70% aller auf diesem ganzen Planeten erschienenen Steuer-Literatur ist in Deutsch erschienen... - #19 08.11.2011 22:17 von
Todsünde Nummer acht: Bei der Standortanalyse geschlampt.
Kaufkraft, Steuern, Verkehrsanbindung: Gründer müssen viele Faktoren berücksichtigen, bevor sie sich für einen neuen Standort des Unternehmens entscheiden.
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