dapdTrotz Euro-Krise, trotz des Nachfrageeinbruchs in Europa: Volkswagen hat im vergangenen Geschäftsjahr sagenhafte 22 Milliarden Euro verdient - soviel wie kein Konzern in der Geschichte der Bundesrepublik. Was den Ausblick angeht, stapelt man tief. Warum eigentlich?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-885069.html
Höchstens Powerpoint. Für Excel sind Roland Berger und co. zu dämmlich.
Dafür aber arrogant. Ist doch auch etwas.
Vielleicht nicht wirklich echte Emotionen, aber doch sehr viel Freude.
Auto fahren beginnt für mich, wenn ich auf den Wagen zugehe.
Dann muss ich ihn mögen. Der Rest ist klar.
Seit 8 Jahren fahre ich nun also einen VW T5 Kasten in Grundausstattung mit kleinem Motor, den ich 2005 mit Tageszulassung kaufte und für den ich, niemand wusste warum, 8.500 Euro unter Listenpreis bezahlte.
Nach nunmehr 197.000 km habe ich absolut nichts Negatives mit dem Wagen erlebt.
Sogar die ersten Front-Bremsbeläge nebst Scheiben hielten bei mir 164.000 km, wohl weil ich im Flachland lebe und meist mit 90 km/h auf Langstrecke fahre.
Motor, Getriebe und Ölverbrauch sind gefühlt wie bei einem Neuwagen.
Und nach all diesen Jahren und schönen Erlebnissen werde ich demnächst beim Verkauf noch über 50% des Kaufpreises zurückbekommen...
Tja, diese provokativ gestellte, Ihrer Absicht nach natürlich rein rethorische Frage zeigt nur eines: Wenig Ahnung von der Materie. Alleine dem Protektionismus des Landes Niedersachsen ist es zu verdanken, dass VW nicht schon lange aufgekauft worden ist. Und wenn man nun 11,5 Mrd. Gewinn als "Sensation" bejubelt, so sollte man nicht vergessen, dass das bei dem erzielten Umsatz eine Marge von knapp 6% ausmacht. Alles, nur kein Spitzenwert.... Und wenn man dann noch ein bisschen Ahnung von der Materie hätte, dann wüsste man, das VW sich seinen Erfolg gerne von den Lieferanten bezahlen lässt, denen im Cost-Break-Down zwischen 1,5 und 2,5% Prozent Marge zugestanden werden. Alles zum Wohle der VW-Mitarbeiter, deren geringe Wochenarbeitszeit und großzügige Sozialleistungen hauptsächlich von den Lieferanten-Kollegen aus dem Mittelstand finanziert wird, die dank der "großzügigen" Einkaufspolitik 40 Stunden und damit 20% mehr als der gemeine VW'ler arbeiten.
Erst denken, oder noch besser informieren (!) bevor man so einen Stuss von sich gibt.
Andere Konzerne reduzierem Autos auf das Notwendigste ... und die Zahl der Käuder reduziert sich damit gleich mit.
Die Designer und Entwickler bei VW setzen auf langlebige Zuverlässigkeit. Mein Passat BJ.99 hat gerade die 275.000km gepackt ohne Kosten jenseits der Verschleißteile. VW läuft und läuft ...
Und die voll mitbestimmenden Arbeitnehmer bauen die Autos für ihre Mitmenschen - eben gut.
Teure Autos ? Der Sparfuchs kauft eben Skoda und freut sich über ausgereifte VW-Technik. Und wer mehr 'Made in Germany' will eben VW wobei dort der Wertverlust wiederum geringer ist.
Natürlich hat Ferdinand Piech enorm mit zum Erfolg beigetragen. Der hat 'Benzin im Blut' und hält nichts von Sparkünsten der Finanzexperten in anderen Auto-Managements.
Aber auch die Idee zum Plattformdenken ist angesichts der ausgereizten Basistechnik des PKW sehr sinnvoll. Entwicklungskosten auf möglichst viele PKW umlegen und gleichzeitig ihre Herstellung durch hohe Stückzahlen effizient und kostengünstig gestalten.
Aha, ein Mann vom Fach. Nicht umsonst heisst es seit Jahrzehnten in der Zuliefererbranche "mit VW verdienst du nix, der macht nur die Fabriken voll" (wobei auch das nötig ist). Aber immerhin muss man VW zugestehen das sie die ersten waren die das Plattformkonzept aufgegriffen und, nach vielen Fehlern, konsequent umgesetzt haben. Das die VW Jünger trotzdem immer noch "echte" VWs den, besseren und billigeren, Konzernbrüdern vorziehen zeigt auch das man dort perfekt die Öffenlichkeitsarbeit und Volksbeeinflussung beherrscht. immer unterstützt von den Claqueuren der "autor,motor und sport" Journaille. Das hat ja auch schon den Käfer beflügelt, die wohl grösste Fehlkonstruktion im Automobilbau die es gegeben hat.