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Volksmusik-Studenten: "Das ist kein Gedudel"

Marek VogelSie lernen Zither, Jodeln, Bauerntanz - und spielen an gegen ihr mieses Image: Die letzten sechs Studenten im einzigen Volksmusik-Studiengang Deutschlands träumen nicht vom "Musikantenstadl", sondern wollen ihr Fach vor dem Aussterben retten.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...822362,00.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lernen Zither, Jodeln, Bauerntanz - und spielen an gegen ihr mieses Image: Die letzten sechs Studenten im einzigen Volksmusik-Studiengang Deutschlands träumen nicht vom "Musikantenstadl", sondern wollen ihr Fach vor dem Aussterben retten.

    Volksmusik-Studenten: "Das ist kein Gedudel" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Und was hat der Musikantenstadel mit Volksmusik zu tun - Nichts
  2. #2

    Regionalstudien...

    sind doch der letzte Schrei im Uni-Wesen. Also findet ein paar Anthropologen, Linguisten, Wirtschaftswissenschaftler etc und gruendet ein Institut fuer bayrische Regionalstudien.
  3. #3

    Eigentlich Weltmusik

    Ich finde diese Musikpflege gut und hoffe, dass es nicht irgendwann "wiederentdeckt" werden muss, sondern gepflegt wird.
    Wir sprechen doch immer von Weltmusik und erfreuen uns an Bracchtum und Folklore aus vielen Ländern. Warum sollte die Volksmusik des eigenen Landes da nicht dazugehören ?
    Der Musikantenstadl ist dagegen eher ein verflachtes Fernsehformat.
    Diese verflachten Formate gibts (bzw. gabs) im TV auch für E-Musik und andere echte Kultur.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lernen Zither, Jodeln, Bauerntanz - und spielen an gegen ihr mieses Image: Die letzten sechs Studenten im einzigen Volksmusik-Studiengang Deutschlands träumen nicht vom "Musikantenstadl", sondern wollen ihr Fach vor dem Aussterben retten.

    Jodel-Studenten: "Sex, Drugs and Volxmusik" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Der Spiegel sollte endlich lernen, zwischen "Volksmusik" und "Volkstümlicher Musik" zu unterscheiden.

    Musikantenstadl = Volkstümliche Musik, das hat nur entfernt mit Volksmusik zu tun.
  5. #5

    Das Jodeldiplom

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lernen Zither, Jodeln, Bauerntanz - und spielen an gegen ihr mieses Image: Die letzten sechs Studenten im einzigen Volksmusik-Studiengang Deutschlands träumen nicht vom "Musikantenstadl", sondern wollen ihr Fach vor dem Aussterben retten.
    Früher war alles besser, und mit Loriot als Jodellehrer waren auch die Klassen voller, wie man noch heute auf Youtube sehen kann:
    Loriot - Die Jodelschule 1984 - YouTube

    Wie hieß es doch: "Das Jodeln, also das Diplomjodeln, das Jodeln mit Diplomabschluß, unterscheidet sich vom Normaljodeln, also dem Jodeln ohne Diplom und ohne Jodel-Diplomabschluß.

    Und der heutigen Studentin kann man direkt die Worte von "Frau Hoppenstedt" in den Mund legen: "Eine Berufsausbildung ist ja nicht grundsätzlich von Männern gepachtet. Gerade eine Hausfrau mit Familie sollte eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Wenn die Kinder mal aus dem Haus sind und es passiert irgendwas, dann habe ich nach zwei Jahren Jodelschule meinen Jodel-Diplomabschluß. Da hat man was in der Hand!"

    Ick heff mol en Hamborger Veermaster sehn - wo bleibt eigentlich der Hamburger Bachelor-Abschluß für Shanty-Chorgesang mit den entsprechenden akademischen Weihen?
  6. #6

    Auf jeden Fall erhaltenswert ...

    Zitat von leerzeichen Beitrag anzeigen
    ...
    Wir sprechen doch immer von Weltmusik und erfreuen uns an Bracchtum und Folklore aus vielen Ländern. Warum sollte die Volksmusik des eigenen Landes da nicht dazugehören ?
    ... allerdings ist die Musik zwischen Alpen und Nordsee nicht einheitlich sonder, so finde ich, regional sehr differenziert. Die Gretchenfrage, die sich stellt, ist, wie groß ist die Nachfrage an dieser ursprünglichen, regionalen und traditionellen Musik. Solange es Menschen gibt, die sie gerne hören, wird es auch welche geben, die sie gerne spielen. Nur wie bringt man Hörer auf den Geschmack?
  7. #7

    Wat is Volksmusik?

    Zitat von leerzeichen Beitrag anzeigen
    Ich finde diese Musikpflege gut und hoffe, dass es nicht irgendwann "wiederentdeckt" werden muss, sondern gepflegt wird.
    Wir sprechen doch immer von Weltmusik und erfreuen uns an Bracchtum und Folklore aus vielen Ländern. Warum sollte die Volksmusik des eigenen Landes da nicht dazugehören ?
    För mi as plattdütsch kuernden Minsken is Volksmusik sowatt wie "Lütt Matten de Haas" und ierst rech nich dat, wat son poar nich echte Bayern wie düsse Hansi Dingsbums singet.

    (Wechsel auf die Fremdsprache Hochdeutsch)

    Ich kann leerzeichen nur zustimmen - aber mit einer veränderten Begrifflichkeit. In dieser Diskussion wird leider von vielen so getan, als ob "echte" Volksmusik (gleiches gilt für das Trachtentum) der auf etwa 1880 "eingefrorene" Stand ist.

    Es ist sicherlich sinnvoll, volkstümliche Musik zu speichern - genauso wie die "klassischen" Werke unzähliger italienischer Barock-Komponisten der zweiten und dritten Liga. Genauso wichtig ist aber die Einordnung in die jeweilige Zeit.

    So sehe ich z.B. im "Eisgekühlten Bommelunder" der Toten Hosen ein deutsches Volkslied der achtziger Jahre. Oder: Die 1848er Lieder waren damals genauso Volkslieder wie "Am Brunnen vor dem Tore" - heute gilt das eine als politisches Lied, das andere als heimattümelnde Schnulze.
  8. #8

    Bitte weitermachen!

    Die Volksmusik darf nicht sterben. Wenn sie von der volkdümmlichen Stadel-Dudelei wegkäme, könnte sie sogar wieder ein bindendes Glied zwischen Generationen werden. So wie fast jede Kultur fast überall auf der Welt ihre verbindende Musik hat.
    Leider kennt niemand mehr ernstzunehmende Musiker aus dieser Szene, zu denen ich beispielsweise die österreichischen Attwenger oder auch Karl Moik zählen würde.
    Jedenfalls will ich nicht Gast bei einem Waldfest o.ä. sein und dort Jazz, Hip Hop, Reggae oder Metal hören - es sei denn, die Stücke werden volksmusikalisch interpretiert.
    Echte Volksmusik kann super Laune machen!
  9. #9

    Schade, dass der Spiegel so platt ist!

    Sollte diese Zeitschrift keinen orts- und kulturkundigen Journalisten in Bayern haben?

    "Der letzte Ort in Deutschland, an dem sich Nichtrentner noch für Heimatmusik begeistern, ist das Zimmer 118 im Kulturzentrum Gasteig im Münchner Stadtteil Haidhausen..."

    Von wegen! Schicken Sie doch mal an Pfingsten einen Reporter nach Regen zum Drumherum: drumherum.com: Startseite
    Da fände er einige tausend junge Leute und könnte mal erleben, was für eine Kraft Volksmusik hat!


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