Im Tenor ist der Artikel Unfug. Er will uns suggerieren, das mit der Arbeitswelt alles in Ordnung ist und Menschen schon immer in einer komplexen Welt von "Sachzwängen" zerquetscht wurden. War ist, dass die Kränkungen heute im Berufsleben sehr viel häufiger sind als früher, die Arbeitsdichte sich massiv erhöht hat und die Kommerzialisierung unseres Denkens alle Lebensbereiche und vor allem die Bewertung aller Lebensbereiche durchzogen hat.
Vor diesem Hintergrund so zu tun, als ob alles wie früher ist, nur Begriffe sich verschoben haben (früher Tinitus und Rückenschmerzen, - heute Depresseion und Burnout) ist realitätsfremd. Der liebe Dr. schaut halt gar nicht mal über seinen Tellerrand hinaus. Das ist weder souverän, noch wahr, noch hilfreich. Also, dieses Interview und dessen kruden Thesen kann man getrost vergessen.

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