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Volkskrankheit: "Burnout ist eine Ausweichdiagnose"

Ausgebrannt, erschöpft, am Ende: Burnout gilt als Massenleiden der modernen Arbeitswelt. Der Psychiater Ulrich Hegerl warnt vor dem Modewort: Stress im Job*ist oft*nicht die Ursache - und eine Auszeit*kann alles noch viel schlimmer machen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...799348,00.html
  1. #130

    Burn out

    Ich bin im Moment krank geschrieben, Diagnose Burn out.
    Seit Jahren als Leiharbeiter unterwegs, heute hier, morgen da.
    Beziehung zerbrochen, allein leben, Kredit wegen der Trennung aufnehmen müssen.
    Dann Arbeitslos, Kreditklemme, Inkassounternehmen am A.....
    Wieder Arbeit gefunden, Leiharbeit.
    Zukunftsängste, Null Perspektive, wöchentlich Mahnschreiben.
    Immer wieder aufbäumen, immer wieder kämpfen.
    Zukunftsängste, Perspektivlosigkeit.

    Irgendwann war es zuviel, mein Körper wollte weitermachen, aber mein Kopf war tot. Dumpfer Nebel, kein Appetit mehr, keine Möglichkeit mehr, mich nach aussen verständlich zu machen. Konnte nicht mehr aus dem Bett, konnte nicht mehr essen, nicht mehr denken.

    Inzwischen helfen die Pillen, bin aber nicht mehr ich selbst, die Ängste bleiben, jetzt erst Recht, wie geht es weiter.....
  2. #131

    irgendwie

    Zitat von no_panic Beitrag anzeigen
    Ich bin im Moment krank geschrieben, Diagnose Burn out.
    Seit Jahren als Leiharbeiter unterwegs, heute hier, morgen da.
    Beziehung zerbrochen, allein.........
    Verständnis, war selber jahrelang unterwegs, leider bleibt da wenig Zeit sich zu pflegen , dafür ging dann mein Chef auf die Betriebskur, wahrscheinlich hat er da seinen Sesselsitzbeschwerden auskuriert, also, ich hab selber Fehler gemacht, allerdings eben Stress auch immer gleich abgebaut, in Gesprächen mit den Leuten,Magengeschwüre habe ich keine bekommen, ab und zu hohen Blutdruck, wenns doch mal zuviel war,
    PS früher in alten Zeiten nannte man es Störung des vegetativen Nervensystems !
  3. #132

    ...

    Es ist egal wie es betitelt wird. Ich habe gerade den Arzt gewechselt und der Diagnostiziert was anderes.

    Beim ersten hieß es Burnout, beim zweiten sind es Depressionen. Mir ist es egal was es ist, ich will nur Hilfe.
    Ich habe das Problem seit Jahren, bin aber erst Anfang des Jahres damit zum Arzt weil ich da nicht mehr richtig Arbeiten konnte. Ich liebe meine Arbeit, ich hatte mal Spass daran und das schlimmste ist das der Kopf da nicht mehr mit machen will.
    Inzwischen bin ich schon beim 3. Mittel das ich nehme. Beim ersten Arzt gab es nach 5 Minuten Gespräch Tabletten und dann immer wieder nur Rezept abholen, der zweite hat mir zumindest mal zu einer Gesprächstherapie geraten. Leider ist das als GKV Versicherter nicht ganz so einfach, gefühlte 80% nehmen nur PK Versicherter und 19% haben keine Termine mehr frei. Das restliche 1% hat nur Termine die ich Beruflich bedingt nicht wahr nehmen kann oder ich muss einmal die Woche anrufen und nachfragen ob was frei ist um dann kurzfristig zu einem Termin zu kommen, natürlich auch nur zwischen 9 und 15 Uhr.

    Da ich immer weniger leiste, versuche ich immer mehr zu Arbeiten und immer weniger Ergebnis kommt dabei raus.
    Und dann kommt mir einer mit ich bin Faul weil ich in 12 Stunden nicht schaffe was ich früher in 6 Stunden hinbekommen habe, inzwischen gehen auch die Wochenenden drauf um das zu kompensieren. Lange wird das nicht mehr funktionieren, entweder das neue Mittel wirkt bald und hilft mir oder ich kann mich von dem Job verabschieden.

    Jedem der hier von Faul redet wünsch ich mal eine Woche meine Situation!
  4. #133

    Faulheit der Experten

    Zitat von mixolydisch Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung nach, hat hier noch niemand den Unterschied zwischen einem Burnout und einer Depression eindeutig beschrieben oder herausarbeiten können - und solange ist das für mich ein und dieselbe Krankheit. Alles was man über ein Burnout sagt, könnte man auch über eine Depression sagen (und umgekehrt), und das ist schon nicht einfach.
    Nun ja, wie man inzwischen erkennen kann, ist eine Depression eher das Symptom eines Burn-Outs, das mit weiteren, vor allem körperlichen Beschwerden einhergeht. So gesehen ist der Unterschied mehr als klar.
    Burn-Out ist wohl eher als Krankheitskomplex zu sehen, der bei jedem individuelle Ausprägungen annehmen kann. Mit starrer Schubladenmedizin kommt man da nicht weiter. Burn-Out definiert sich eher über die Ursache, als über die Symptomatik. Darum tun sich Fachleute, wie Hegerl, teilweise offenbar schwer mit der Diagnose. Dazu muss man sich natürlich näher mit dem Patienten und seinem Hintergrund auseinander setzen. Das ist Arbeit. Um die zu vermeiden verwenden manche Mediziner eben Schubladen. Vielleicht gehört Hegerl ja auch dazu.
  5. #134

    Fehler im Denken

    Zitat von lebenslang Beitrag anzeigen
    warum ?
    wie alle dinge die nicht eindeutig zu diagnostizieren sind läd auch burn-out dazu ein sich - obwohl gesund - aus den niederungen des erwerbslebens zu......
    Seltsam nur, dass ausgerechnet die Betroffen sind, die eigentlich arbeiten wollen. Die produktiv sein wollen. Gerade die Ehrgeizigen sind von dieser Krankheit betroffen.
    Ihre Argumentation geht ins Leere.
  6. #135

    Mensch als Ware

    Zitat von no_panic Beitrag anzeigen
    Ich bin im Moment krank geschrieben, Diagnose Burn out.
    Seit Jahren als Leiharbeiter unterwegs, heute hier, morgen da.
    Beziehung .......
    Typische Burn-Out-Karriere, würde ich sagen.
    Seit längerem ist bekannt, dass Leiharbeit krank macht. Als Ware behandelt zu werden macht Menschen einfach krank.
  7. #136

    Depression

    Zitat von Arktuss Beitrag anzeigen
    Es ist egal wie es betitelt wird. Ich habe gerade den Arzt gewechselt und der Diagnostiziert was anderes.

    Beim ersten hieß es Burnout, beim zweiten sind es Depressionen. Mir ist es egal was es ist, ich will nur Hilfe.
    Ich habe das Problem seit Jahren.....
    Als Depressiver kann ich mitfühlen und ich habe auch die Erfahrung gemacht , dass sich Allgemeinmediziner mit der Krankheit oft nicht auskennen. Ich weiss nicht was sie bekommen. Ärzte verschreiben oft noch Citalopram oder Prozac , dass es seit den 80ern gibt, dieser Wirkstoff hilft nur beim Botenstoff Serotonin. Venlafaxin wirkt auf Serotonin und Noradrenalin und das hat dann bei mir fast schlagartig geholfen. Sehr gut wirksam ist dann in einer kleinen Dosierung zusätzlich Mirtazapin Abends, sie schlafen wie ein Engelchen mit den tollsten Träumen.
    Das Schlimmste bei der Krankheit ist das Grübeln, das Hirn(die Gedanken) drehen sich quasi im Kreis und finden keinen Ausgang, das Grübeln lässt sie auch nicht schlafen. Am Schluss habe ich gar nicht mehr geschlafen und über 10 kg abgenommen. Der Ausgang ist dann irgendwann unbehandelt der Suizid den man irgendwann als Freund und Helfer ansieht.
  8. #137

    ...

    Zitat von Gofio Beitrag anzeigen
    Als Depressiver kann ich mitfühlen und ich habe auch die Erfahrung gemacht , dass sich Allgemeinmediziner mit der Krankheit oft nicht auskennen. Ich weiss nicht was sie bekommen. Ärzte verschreiben oft noch .....
    Ich war nur einmal bei einem Allgemeinmediziner und der hat mich dann gleich überweisen.
    Da ich auch nur noch gegrübelt habe und mich mit Fernsehen davon abgelenkt habe, hatte ich eben nur noch 4 Stunden Schlaf die Nacht, aber auch nur weil ich quasi vor dem Fernseher eingeschlafen bin. Damit zum Arzt zu gehen hat schon einiges an Überwindung gekostet, leider wurde mir auch weniger geholfen als ich gehofft hatte. Nach 5 Minuten Gespräch wurde ich mit einem Rezept für Amitriptylin nach Haus geschickt. Das Zeug hat mich so umgehauen das ich nach einer halben Stunden nach der Einnahme quasi eingeschlafen bin, egal ob im stehen oder sonstwo. Nach 3 Tagen hab ich es bleiben lassen und direkt die Psychologin angerufen, dann bekam ich 20mg Citalopram, dann 40mg und dann 60mg. Das Grübeln ging dadurch weg, eine gewissen Gleichgültigkeit kam dazu. Schlafen konnte ich auch wieder, nur aufstehen konnte ich nicht mehr, auch nach 14 Stunden war das aufstehen eine Qual. Nachdem die Psychologin nur meine das ich es weiter versuchen soll, habe ich den Arzt gewechselt. Natürlich wieder mit 6 Wochen Wartezeit. Dort bekomme ich jetzt Venlafaxin, nach dem Ausschleichen von Citalopram habe ich eine Woche mit 37.5mg Venlafaxin angefangen, dann zwei Wochen 75mg und jetzt seit 4 Tagen 150mg. Leider ohne Schlagartige Wirkung, ich warte und hoffe noch...
  9. #138

    Depression

    Mit diesem Herrn Hegerl meldet sich ein Vertreter jener Gilde zu Wort, die Menschen ausschließlich nach dem Reiz-Reaktionsschema betrachten, vom menschlichen Gehirn und Verstand keinen Funken Ahnung haben und meinen, man könnte alles mit den "Segnungen" der sie reich beschenkenden Pharmaindustrie lösen - Psychopharmaka sind ein Risengeschäft heutzutage. Da merkt man immer wieder, dass diese Sparte der Medizin besonders von den "Forschungen" von Mengele & Co. profitiert haben u.a. mit so "tollen" Behandlungsmethoden wie Lobotomie, Elektroschocks, schlichter Freiheitsberaubung und anderen Maßnahmen, die man eher als blanken Psychoterror und Entmenschlichung ihrer "Patienten" bezeichnen würde.

    Da kann es sich der "gute Mann" natürlich nicht leisten, den als Massenpänomen um sich greifenden Burnout an richtige Ärzte und Psychologen zu verlieren. Da wird dann aus dem Burnout schnell eine Depression gestrickt, was seinem Berufsstand und der Pharmaindustrie die Umsätze sichern soll. Falsche wissenschaftliche Annahmen, Fehldiagnosen und unseriöse Behandlungsmethoden samt hirnzersetzender Pharmakeule kennen die Damen und Herren Psychiater ja sehr gut. Da kommt es denen auf ein paar Millionen mehr Menschen nicht an, die sie versauen oder bis zum Behindertenstatus zu Schrott "therapieren".
  10. #139

    nein

    Zitat von rechnernetzstecker Beitrag anzeigen
    Dass jemand mit so einer Rechtschreibung überhaupt noch einen Job hat, sogar einen, bei dem er nicht bei Wind und Wetter mit Arbeitshandschuhen auf der Straße herum läuft, verwundert mich heutzutage nicht wenig. Beamter?
    Lebe einfach seit 12 Jahren im Ausland, und nutze so gut wie nie Deutsch.


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