Vize-Minister für Öl: Erster syrischer Top-Politiker läuft zu Aufständischen über

REUTERSEr will "das sinkende Schiff" verlassen - und rät seinen Kollegen, das gleiche zu tun: Per Internet-Video hat der erste syrische Spitzenpolitiker dem Assad-Regime entsagt. Vize-Ölminister Hussameddin schließt sich der Revolution an und rechnet nun mit der Rache der Regierung.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...820020,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er will "das sinkende Schiff" verlassen - und rät seinen Kollegen, das gleiche zu tun: Per Internet-Video hat der erste syrische Spitzenpolitiker dem Assad-Regime entsagt. Vize-Ölminister Hussameddin schließt sich der Revolution an und rechnet nun mit der Rache der Regierung.

    Vizeminister für Öl: Erster syrischer Top-Politiker läuft zu Aufständischen über - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Hm...
    Vor ein paar Tagen hieß es, der Widerstand in Homs ist gebrochen, die Rebellion schon fast (blutig) niedergeschlagen.

    Gestern Abend kam der Artikel, Obama erwäge ein militärisches Eingreifen.

    Heute tritt der Vize-Öl-Minister zurück.

    Daher meine Frage: Wann kommt Israels Angriff auf den Iran? Müsste ja eigentlich vor der Wahl in den USA geschehen. Aber bis dahin ein neues Regime in Syrien installieren? Ist das nicht etwas arg knapp bemessen von der Zeit her?

    Zum Glück können wir von hier aus der zweiten Reihe zusehen, statt mittendrin dabei zu sein. Und wenn man sich mit den Indizien (mehr ist das alles eh nicht) geirrt hat, ist es dann auch egal.
  2. #2

    Verdient Respekt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er will "das sinkende Schiff" verlassen - und rät seinen Kollegen, das gleiche zu tun: Per Internet-Video hat der erste syrische Spitzenpolitiker dem Assad-Regime entsagt. Vize-Ölminister Hussameddin schließt sich der Revolution an und rechnet nun mit der Rache der Regierung.
    Der mutige Schritt des übergelaufenen Politikers verdient Respekt, auch vor dem Hintergrund, dass die Konsequenzen für seine Familie verheerend sein dürften. Mich würde interessieren, ob er selbst noch in Syrien ist oder sich ins Ausland absetzen konnte, denn wenn ihn Assad's Schergen in die Hand bekommen, dann wird es um ihn geschehen sein. Erst vor einigen Tagen wurde berichtet, dass zig Deserteure der syrischen Arme hingerichtet wurden.
    Dem Beispiel des Politikers werden hoffentlich noch viele folgen und vielleicht ist ja auch bald ein General dabei, der den Despoten Assad entmachtet und dem sinnlosen Blutvergießen ein Ende bereitet. Eine Schlüsselrolle bei der Destabilisierung des Assad-Regimes spielt sicherlich Russland, das nach wie vor seine schützende Hand über Assad hält. Eigentlich unbegreiflich.
  3. #3

    Echte Reue

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Vizeminister sagte in dem Clip, er habe 33 Jahre lang für die syrische Regierung gearbeitet. Nun aber wolle er nicht im Dienst eines "kriminellen Regimes" enden
    Vizeminister für Öl: Erster syrischer Top-Politiker läuft zu Aufständischen über - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das ist echte Reue. Nach 33 Jahren hat er nun Konsequenzen gezogen. Solche schmalspur Verantwortlichkeit finden wir doch bei allen Politikern in allen Ländern. Was bekommt er jetzt dafür? Den Friedensnobelpreis?
  4. #4

    Wie gehabt: Geheimdienste kaufen wieder gezielt Überläufer

    Alles wie gehabt:
    Mit Geld und Versprechungen für Posten im zukünftigen Gottestaat werden Überläufer gekauft .
    Die Medienpropagandaabteilungen speziell von CNN, Skynews, Al Jazeera, BBC senden jeden Tag von Rebellen zusammen gedoktorte Propagandavideos. Danny, die die Stimme von Homs , wurde mittlereweile entlarvt, weil Videos der Rebellen in die Hände der syrischen Regierung gerieten.

    Syria Danny Caught Staging CNN War Propaganda Stunt |

    Die Befürchtungen, dass die Medien direkt mit den Geheimdiensten zusammenarbeiten bestätigen sich immer mehr. Es wurde ja schon vor währebd des Kosovo Krieges darüber spekuliert dass der CIA eine Psyops Abteilung im Hauptquartier von CNN installiert hat.
  5. #5

    .

    Zitat von turekat Beitrag anzeigen
    Eine Schlüsselrolle bei der Destabilisierung des Assad-Regimes spielt sicherlich Russland, das nach wie vor seine schützende Hand über Assad hält. Eigentlich unbegreiflich.
    Wieso unbegreiflich?
    Rußland wahrt nur seiner eigenen Interessen (so wie wir das auch tun).
  6. #6

    Zynisch

    Zitat von platow Beitrag anzeigen
    Das ist echte Reue. Nach 33 Jahren hat er nun Konsequenzen gezogen. Solche schmalspur Verantwortlichkeit finden wir doch bei allen Politikern in allen Ländern. Was bekommt er jetzt dafür? Den Friedensnobelpreis?
    Das ist der Kommentar eines gedankenloses Zynikers aus der Sicherheit hinter dem warmen Ofen.
  7. #7

    Erstaunlich nicht wahr

    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    Wieso unbegreiflich?
    Rußland wahrt nur seiner eigenen Interessen (so wie wir das auch tun).
    Die Lybienanalogie ist deutlich. Übrigens hat ja der Obama-Berater vor einigen Monaten im Spiegel-Interview schon gesagt, Assad sei verloren. Sind die eigentlich unfehlbar? Sicherlich nicht.

    Ich erinnere noch mal an Chomski und seinen Spruch vom Hippokrates: Der Arzt dürfe durch sein Eingreifen Nichts verschlimmern.

    H.
  8. #8

    Vize-Ölminister

    Zitat von Baufixx Beitrag anzeigen
    Respekt! Das ist ein sehr geistreicher Vergleich!
    Na da hat man ja einen echten Hochkaräter für die "gerechte Sache" gewonnen, Respekt.
    Der Verdacht daß der Mann (mit reichlich Geld aus Katar und Saudi-Arabien) gekauft wurde ist tatsächlich nicht allzu abwegig. So soll wohl die im Niedergang befindliche "Revolution" und damit der Bürgerkrieg am Laufen gehalten werden. Schade daß interessierte Kreise im Westen das Land nicht zur Ruhe kommen lassen wollen.
  9. #9

    Was sol das jetzt noch ?

    Zitat von platow Beitrag anzeigen
    Das ist echte Reue. Nach 33 Jahren hat er nun Konsequenzen gezogen. Solche schmalspur Verantwortlichkeit finden wir doch bei allen Politikern in allen Ländern.
    In seinem Falle ist es aber definitiv der falsche Zeitpunkt.
    Die "Revolution" ist vorbei.