Forum


 

Vitalia: Schlammschlacht um Biomarkt-Kette

Die Biomarkt-Kette Vitalia steckt offenbar in Schwierigkeiten - daran konnte auch der Einstieg des SPD-Mittelstandsbeauftragten Christ nichts ändern. Der Eigentümer klagt über Liquiditätsengpässe und Ärger mit Lieferanten. Das Chaos passt so gar nicht zum harmonischen Image der Branche.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...651074,00.html
  1. #1

    Vitalia ist keine Biomarktkette!

    Nur der Richtigkeit halber: im Unterschied zu Naturkost-Fachgeschäften oder Bio-Filialmärkten ist Vitalia eine Reformhauskette.
    Der Begriff Bio ist durch EU Verordnung klar definiert, in Bioläden ist das Sortiment durch die rechtmäßige Kennzeichnung der Lebensmittel "aus biologischer Erzeugung" beschränkt. Reformhäuser führen auch unter anderem biologische Erzeugnisse, jedoch auch konventionelle, z.B. diätetische Produkte.
  2. #2

    Die Leute lassen sich nicht mehr veräppeln...

    Ist doch klar, dass solche Läden pleite gehen. Habe selbst mal bei einem "Naturkosmetikhersteller" in Calw gearbeitet. Die bieten ihre Ware total überteuert an und argumentieren damit, dass sie nur natürliche Inhaltsstoffe verwenden. Bei den Tests von "Stiftung Warentest" oder "Ökotest" schneiden sie dann i. d. R. schlechter ab als die Naturprodukte von z. B. Aldi, die wesentlich preiswerter sind.
    Die Leute haben das mittlerweile mitbekommen und sehen einfach nicht mehr ein, überteuerte Ware aus dem Reformhaus zu kaufen, wenn es die gleiche oder bessere Qualität woanders viel günstiger gibt.
    Das Gleiche gilt für die Unternehmenskultur. Während man seine Mitarbeiter mobbt, drangsaliert und massenweise entlässt, schwafelt man in Interviews großartig davon, wie wichtig man diese findet. Ich könnte Ihnen stundenlang berichten, wie übel in dieser Branche mit Menschen umgegangen wird.
    Dass es denen mal schlecht gehen wird, wurde höchste Zeit!
  3. #3

    Wer soll hier bitte was diskutieren?

    Möchte der Autor hier vielleicht eine Schlammschlacht anzetteln und hofft, das sich ein paar Forenteilnehmer so vorführen lassen?

    Oder hofft der Autor vielleicht auf Kommentare von Beteiligten die so vielleicht wenigstens etwas substantielles zu dem faden Artikel beisteuern könnten?

    Selbst das versuchte Spiegel-typische SPD-Bashing zieht hier nicht. 'Biomarkt-Kette' und 'SPD', da fehlt halt die griffige Verbindung für den BildZwo/SPON-Überschriften-Querleser.

    Ich frage mich wirklich, warum ich so einen Quatsch lese und werde mir wohl mal einen anderen Nachrichtenüberblick suchen.

    Klarmachen zum ändern!

    meint

    Sara
  4. #4

    Schlammschlacht durch unklare Begriffe

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Biomarkt-Kette Vitalia steckt offenbar in Schwierigkeiten - daran konnte auch der Einstieg des SPD-Mittelstandsbeauftragten Christ nichts ändern. Der Eigentümer klagt über Liquiditätsengpässe und Ärger mit Lieferanten. Das Chaos passt so gar nicht zum harmonischen Image der Branche.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...651074,00.html
    Die Schlammschlacht hat ja der spiegel mit der tendenziösen, unklaren berichterstattzung gestartet. Jetzt bietet sich sozusagen die einmalige möglichkeit seinen Hass ruszulassen.
    Das fängt damit an das die angebliche Biomarktkette, gar keine Biomarktkette ist. Damit werden Unternehmungen durch den Dreck gezogen, die eigentlich mit der Thematik gar nichts zu tun haben. Und warum soll es den in der Bio Branche so harmonisch zugehen? Weil mam dann vielleicht sagen kann: treten Schwierigkeiten auf, sieht man ja da, das alles schiefgegangen ist?!
    Ich finde das man an solchen Artikeln (und an den Reaktionen der Forumsmitglieder und Leser) merkt wie die Presse von einer objektiven Berichterstattung weit entfernt ist und wie sie ein mittel sein kann um die öffentliche meinung in jeder Richtung zu steuern.
  5. #5

    Vitalia Krise nur vorübergehend

    Ergänzend darf ich folgendes anmerken:
    1. Bernd Büttner wurde zwischenzeitlich als Gesellschafter von der Gesellschafterversammlung der Vitalia Gruppe auf Grund der in Ihrem Artikel skizzierten Vorgänge ausgeschlossen.
    2. Grundsätzlich handelt es sich bei der Vitalia um ein gesundes Unternehmen, das im laufenden Geschäft profitabel ist. Die skizzierten Probleme können nach dem Ausscheiden des Gründers nun schnell gelöst werden.
    3. Die Geschäftsführung ist dabei, die aktuelle Liquiditätssituation kurzfristig zu verbessern. Hierzu werden derzeit intensive Gespräche mit den Lieferanten und Herstellern geführt.
    4. Zur Vitalia Gruppe gehören sowohl Naturkostläden, als auch Bio-Märkte.
    5. Die Rettung der Vitalia Gruppe liegt nicht nur im Interesse der mehr als 800 Beschäftigten der Gruppe, sondern auch im Interesse der vielen über lange Jahre treuen und zufriedenen Kunden der derzeit rund 120 Reformhäuser und Bio-Märkte der Gruppe.
    Michael Kausch
    (beratend für Vitalia tätig)
  6. #6

    Nicht gut für das Ansehen der Bio-Branche

    Gruezi! Dass VITALIA in enormen Schweirigkeiten steckt, pfeifen die Spatzen schon länger von den Dächern. Auch in der Bio-Branche gelten die Gesetze des knallharten Finanzkapitalismus: wer zu grosse Verluste einfährt, ist früher oder später am Ende. Zwar fuhr VITALIA bsiher eher einen Reformladenkurs. Streng beurteilt ist VITALIA also gar keine echte Bio-Laden Kette, sondern ein Reformhaus mit Biowaren.

    Die absehbare Tragödie beschert der Konkurrenz wie etwa ALLNATURA sicher Freude. Einer weniger, der ins Bio-Müsli spuckt. Gute Standorte der VITALIA wären zu einem wahren Schnäppchenpreis zu haben. Dr. Rehn von ALLNATURA hirnt sicher darüber nach, ob er in einem allfälligen Ladenpoker mitmischeln soll, und so auf einen Schlag die Läden in D von zurzeit etwas über vierzig verdoppeln könnte. Keine schlechten Aussichten für das bekannte Schlitzohr Dr. Rehn. Der Mann fing auch als klitzekleiner Bio-Ladner an und baute stetig sein Imperium in D mit grossem Erfolg aus.

    Bewusste Kunden, die Grossverteiler meiden und nach wie vor im Reform oder Bioladen einkaufen, gibt es trotz Krise immer noch. Wer es sich leisten kann, zieht diese Läden vor, so wie ich auch.

    Ein gutes Beispiel wie ALLNATURA Bio-Kunden aus der Nordwest-Ch abkassiert liefert der Laden in Weil. Keine zwei Kilometer Luftlinie trennen den Laden von Basel. Bio-Läden in der CH haben preislich null Chancen gegen ein vergleichbares Bio-Sortiment in D. Abartig teuer.

    Das mal so nebenbei bemerkt. Der Finanzknatsch um VITALIA schadet dem Ansehen der Bio-Branche trotzdem, weil viele Kunden keinen Unterschied vom Reformhaus zum Bioladen machen, und oft in beiden einkaufen gehen.
  7. #7

    Kundenmeinung

    Zitat von mikausch Beitrag anzeigen
    Ergänzend darf ich folgendes anmerken:
    1. Bernd Büttner wurde zwischenzeitlich als Gesellschafter von der Gesellschafterversammlung der Vitalia Gruppe auf Grund der in Ihrem Artikel skizzierten Vorgänge ausgeschlossen.
    2. Grundsätzlich handelt es sich bei der Vitalia um ein gesundes Unternehmen, das im laufenden Geschäft profitabel ist. Die skizzierten Probleme können nach dem Ausscheiden des Gründers nun schnell gelöst werden.
    ...
    Michael Kausch
    (beratend für Vitalia tätig)
    Na das lässt ja hoffen. Wenn z.B. 'über Jahre hinweg keine körperliche Inventur gemacht' wurde, darf man wohl vermuten, dass auch anderweitig zumindest leichtfertig mit dem Betrieb und den Beschäftigten (sowie mit den jetzt in den A... gekniffenen Kunden) umgegangen wurde.

    Und als Kunde rufe ich Euch zu: Raufts Euch endlich z´samm! So blöd kann man doch nicht sein, dass man eine solche Goldgrube gegen die Wand fährt!
  8. #8

    Ganzseiten-Werbung für Un-Bio & Un-Ökowaren in "Schrot und Korn"

    Eins vorweg, ich kaufe so ca. alles in Bioläden ein, aber maches stinkt mir doch gewaltig.

    So druckt die Monatswerbepostille "Schrot & Korn" mitlerweile Ganzseitenwerbung für Produkte und Artikel, die weder mit Bio, noch mit Öko, noch mit Sozialstandards erkennbar das geringste zu tun haben.

    Auf ein Anschreiben an das Blatt wird erst gar nicht reagiert.

    Es handelt sich um die Kuschellook Firma Gudrun Sjöden.

    Ich finde es zum Kotzen!
  9. #9

    Schrot(t) undn Korn, die Hauspostille der Bio-Freaks

    Gruezi! Acuh meine Wenigkeit kauft schon sehr lange in Bio- udn Reformläden in D ein. Die teilweise viel höheren Preise zu herkömmlichen Lebensmitteln nehme ich gerne in Kauf. Sozusagen mein Markenzeichen eines selbstbewussten Mannes, dem Grossverteiler seit seiner Jugend nicht passen.

    Die Hauspostille "Schrot und Korn" liegt in allen Bio-Läden in D auf. In diesem neuerdings vierfarbigen A4-Heft steht alles drin, was irgendwie etwas mit Bio zu tun hat. In den letzten Jahren wechselte die Redaktionsleitung beinahe jährlich. Da liefen wohl heisse Diskussionen um zukünftige Ausrichtungen der "Prawda der Bio-Freaks". War früher die "Anti-Akws" Politik Pflichtfach, so ist es heute die Sauereien um die Gentechnik in Lebensmittel. Da hat "Schrot und Korn" vollkommen recht, wenn der Gen-Lobby auch in Berlin kräftig ans Bein gepisst wird!

    Naturgemäss tragen Werbeeinnahmen die Herausgabe eines Blattes, auch von Schrot und Korn. Im Gegensatz zu früher werden jetzt die Grenzzäune der noch zumutbaren Werbung auch für meine Begriffe zu weit gesteckt. Manchmal ist weniger auch mehr. Oder pfeift auch die einzig namhafte Bio-Publikation in D aus dem letzten Loch? Wollen wir doch nicht hoffen, sackerment!

    Gewiss, gewiss, der neutrale Leser, der nicht unbedingt nur Bio-Waren einkauft, kann sich an dem Geschreibsel schon aufregen. Renate Kühnast von den Grünen verehren bis heute alle Redaktorinnen quasi als Säulenheilige und Erlöserin. Schön wärs, die füllige Dame mit dem breiten Hinterteil sorgte schon zu Kanzler Schröders Zeiten für Aufregung.

    Auch wenn ich heute "Schrot(t) und Korn" kritisiere, möchte ich das Heftlein trotzdem, oder erst recht nicht missen. In der Rubrik "Kleinanzeigen", in den hinteren Seiten, stiess und stosse ich immer wieder auf interessante Angebote. Alleine in Sachen Reisen für bewusste Sommerfrischler und andere Urlauber bietet das grüne Blatt Klasseangebote, die ich in dieser Form sonst nirgends lesen kann. Wenig überzeugende Artikel über irgendwelche Bio-Artikel, die die Werbung nur schlecht kaschieren können, lese ich prinzipiell nicht. Papier ist so geduldig und erträgt jeden Stuss, auch grünen.

    Auch wer draussen in der Pampa in d-Landen ein Häusle sucht, stösst immer wieder auf interessante Anzeigen. Deshalb verzeihe ich "Schrot und Korn" den hie und da etwas zu heftigen Ökostil, den Erinnerungen an ausgeleierte Kneipp-Sandalen, Wollstrümpfe und verfilzte Vollbärte samt klappriger, rostig-verbeulter Ente aufkommen lässt. Lang, lang ists her, aber nicht vergessen. Stimmt, den Aufkleber "AKW" nein danke" verdeckte einigermassen die Rostfrasstelle links hinten.


TOP



TOP