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Virale Werbefallen: Pril schmeckt nach Hähnchen

Toyota, Otto, Henkel: Unternehmen nutzen vermehrt Social Media, um ihre Produkte*zu vermarkten. Doch die Folgen sind nicht immer kontrollierbar - wie der aktuelle Fall des Grillhähnchens auf einer Spülmittelflasche zeigt. Wirbt Pril bald mit Hähnchengeschmack?

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...756532,00.html
  1. #1

    Nestle wieder

    Hatte schon vor über 40 Jahren Horrormeldungen über diese Firma gehört, damals ging es um Babymilch, die mit Wasser aufbereitet wurde, das in Afrika leider oft verschmutzt ist und viele Opfer kostete. Offenbar hat die Firma bis heute nicht dazugelernt.
  2. #2

    ...

    Zitat von vantast64 Beitrag anzeigen
    Hatte schon vor über 40 Jahren Horrormeldungen über diese Firma gehört, damals ging es um Babymilch, die mit Wasser aufbereitet wurde, das in Afrika leider oft verschmutzt ist und viele Opfer kostete. Offenbar hat die Firma bis heute nicht dazugelernt.
    ... sondern ist bis heute ein leuchtendes Beispiel für alle anderen Futterpansch-Konzerne.
  3. #3

    Wer A sagt...

    Wer so eine Aktion startet muss einfach auch souverän mit dem Ergebnis umgehen. Ich habe mich eben wegen der Hähnchen-Idee schlapp gelacht. Abgesehen davon schmeckt Pril (vermutlich) häufiger nach erfolgtem Einsatz (u.a.) nach Hähnchen. Motiv und Text sind nicht anstößig.

    Ignoriert der Hersteller das Abstimmungsergebnis, stellt er sich als humorlos da und die Aktion geht nach hinten los (Imageschaden statt Imagegewinn). Von daher: Ich würde das ganze nuten, meinetwegen 1000 Flaschen mit dem Etikett bekleben und weiträumig verteilen. Sammler werden sich freuen.

    Einziges Problem könnte sein, dass Henkel bei Verwendung des Motivs anschließend verklagt wird, weil irgendwelche Pappnasen das Werbeversprechen nachtesten...
  4. #4

    Unternehmen, die sich hochqualifizierte (und hochbezahlte) Designer sparen wollen und auf "Volkes Stimme" hören ... und was bekommt der Gewinner für seine Idee? Die "Ehre", dass sich seine Idee in jedermanns Küche wieder findet?

    Warum lassen sich die Menschen so zum Profit der großen Konzerne einwickeln?
  5. #5

    Die Lösung: So gewinnt das Volk gegen Pril

    Zitat:
    "Diese Entscheidung überlässt der Konzern auch nicht den Nutzern.
    Am Ende des Wettbewerbs wählt eine fünfköpfige Jury
    aus den ZEHN AM BESTEN BEWERTETEN Etiketten die beiden Gewinner aus."

    Ganz einfach Lösung:
    Wir müssen nicht nur dieses eine schön-häßliche Grillhähnchnen-Etikett nach vorne wählen, sondern gleich 10 wunderbar skurrile, abgefahrene oder pott-häßliche auf die besten Plätze wählen - dann hat die "Pril-Jury" keine andere Möglichkeit.

    Also weg mit den immergleichen Blümchen- und Schön-Bunt-Logos,
    her mit häßlichem Braun, abgefahrenen Texten und abstoßenden Mustern.
  6. #6

    Ruhm und Ehre

    Unter diesem Motto laufen die Wettbewerbe in der Regel ab. Grundsätzlich halte ich sehr viel von ihnen, nur stößt mir das Mißverhältnis der ausgelobten Preise im Bezug zum Nutzen für die Unternehmen säuerlich auf. Wenn ein Wettbewerb attraktiv ist, dann soll das Unternehmen auch die PR und die Aufmerksamkeit für sich verbuchen. Allerdings dann bitte auch angemessene Preise für die Gewinner.

    Zudem befürworte ich, dass das Hähnchen-Pril ausgewählt wird. Ist zwar entfernt von der Realität, aber würde aufzeigen, dass das Votum ernst genommen wird und dem Standing von Henkel wäre es meiner Meinung nach nicht abträglich.

    So wird es nicht kommen und Peter Breuer sagte ja selbst im Interview, dass der Hype auch schnell wieder vorbei sein wird, aber spannend ist die Vorstellung schon.
  7. #7

    Sinn und Zweck

    Zitat von hoppla_die_wildsau Beitrag anzeigen
    Unternehmen, die sich hochqualifizierte (und hochbezahlte) Designer sparen wollen und auf "Volkes Stimme" hören ... und was bekommt der Gewinner für seine Idee? Die "Ehre", dass sich seine Idee in jedermanns Küche wieder findet?

    Warum lassen sich die Menschen so zum Profit der großen Konzerne einwickeln?
    Es geht doch nicht darum, den Designer einzusparen. Alleine auf Grund der begrenzten technischen Möglichkeiten kommt im besten Fall eine pfiffige Grundidee dabei raus, die die Profis dann übernehmen können.

    Es geht in erster Linie darum, möglichst viele Konsumenten (sowohl die, die malen, als auch die, die abstimmen) dazu zu bringen, überhaupt erstmal auf die Internetseite zu gehen (wozu soll man denn sonst die Internetseite eines Geschirrspülmittels besuchen ?!?), sich dort vergleichsweise lange aufzuhalten und relativ intensiv mit dem Produkt zu beschäftigen. Dabei soll sich das prägnante Logo möglichst derart in die Netzhaut brennen, dass sie es beim nächsten Gang in den Supermarkt möglichst wiedererkennen und zugreifen. Häufig nutzen die "Maler" ihre Kontakte in Facebook und Co. dazu, ihre Bekannten zum "voten" und natürlich wiederum zum Weiterverbreiten zu nötigen und dadurch eine für den Werbenden kostenlose Verbreitung zu organisieren (-> "virales Marketing").
  8. #8

    ...

    Zitat von RaoulLübeck Beitrag anzeigen
    Unter diesem Motto laufen die Wettbewerbe in der Regel ab. Grundsätzlich halte ich sehr viel von ihnen, nur stößt mir das Mißverhältnis der ausgelobten Preise im Bezug zum Nutzen für die Unternehmen säuerlich auf. ......
    das votum ernst genommen... also bitte jetzt mal nicht übertreiben... die idee mit dem hähnchen... und das ganze über twitter verbreiten (peter breuer hat immerhin 4700 follower, und gehört mit zu den populärsten twitterern der szene) is ja ganz süß... aber für voll würde ich das nicht nehmen... da wird keiner schreien wenn das "hähnchen-pril" nicht auf dem markt kommt kommt...
    im allgemeinen regt man sich dann in der netzgemeinde doch über gewichtigeres auf... z.B. netzsperren über den umweg eines glücksspielstaatsvertrags...
  9. #9

    Hähnchen-Pril

    Klar würde Henkel mit einer tatsächlichen "Kleinserie Hähnchen-Pril-Flaschen" Aufsehen erregen und Humor zeigen.
    Aber die Entscheider haben sicher die große Mehrheit der potentiellen Nutzer im Sinn, die diese Kampagne nicht kennen oder/und die Ironie dahinter nicht erkennen, und durch das Etikett nur verwirrt wären.

    Insgesamt bleibt festzustellen, daß Werbung immernoch viel zu wichtig genommen wird (und entsprechen NERVT)...


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