den Sprung von Freund und von Schlierenzauer. Danach soll mir eienr die Unterschiede der Haltungsnoten vernünftig, regelgerecht und natürlich "fair" erklären.
DPASeverin Freund hat beim dritten Springen der Vierschanzentournee einen Podestplatz knapp verpasst. Statt Frust überwog jedoch die Freude über einen guten Auftritt. Bundestrainer Werner Schuster lobte den besten DSV-Adler - und übte Kritik an einem tobenden "Materialkrieg".
http://www.spiegel.de/sport/wintersp...-a-875851.html
den Sprung von Freund und von Schlierenzauer. Danach soll mir eienr die Unterschiede der Haltungsnoten vernünftig, regelgerecht und natürlich "fair" erklären.
Wir sind deutsche wir sind fair haha wie lustig.Aber besser noch ..wir sind deutsche wir können nicht verlieren:-):-)
>Wir sind deutsch, wir sind fair
jaja, der deutsche im sport immer der sauberman. ist klar. wir investieren einfach genug geld und haben die richtiegen leute in den richtiegen positionen, sodass wir einfach nicht entdeckt werden solange man nicht übertreibt wie zb team telekom.
... aber nicht, dass jetzt Jan Ullrich Urheberrechtsschutz für den Satz "Wir sind deutsch - wir sind fair" geltend macht. Der hat's vielleicht nicht als erster gesagt, aber gelebt hat er das Bonmot wie kein Zweiter!
Dieses Hickhack macht sämtliche Sportarten kaputt. Statt um ehrlichen Wettkampf geht es nur noch um Zehntelpunkte oder hunderstel Sekunden, darum, jeden noch so kleinen Materialspielraum auszunutzen und die reichsten Sponsoren an Land zu ziehen. Und bei den deutschen Skispringer wird immer vorher fleißig das Maul aufgerissen, wie toll sie doch sind. Geliefert haben sie in den letzten Jahren eher selten - zumindest nicht auf dem Niveau, das vorher angekündigt wurde. Aber die Superlativkrankheit macht sich ja überall breit. Jeder muß sich vorher schon als der Beste aufspielen - daß das für jeden, der dann doch nicht auf dem ersten Platz landet, nach hinten los geht, interessiert nicht. Wobei das ja weniger die Springer selber sind, sondern der Marketingzirkus drum herum. Die Sportler dürfen dann das Echo aushalten, wenn es eben doch nicht so toll gelaufen ist. Da ist eine gute Leistung dann eben ein Versagen, nur weil sie eben nicht so gut war, wie vorher posaunt. Und gerade das Skispringen ist ja nun auch extrem von äußeren Bedingungen abhängig. Ein falscher Windstoß im falschen Moment oder eine kleine Fehleinschätzung, und aus der Traum. Das kann da jedem passieren und ist auch schon jedem passiert und es macht keinen zu einem schlechteren Springer. In den Medien wird aber nach einem besonders gelungenen oder schiefgegangenen Sprung immer gleich getan, als wäre dieser eine Sprung jetzt maßgeblich für die gesamte weitere Karriere. Superlativitis. Nicht zum aushalten.
Sport ganz allgemein - und Skispringen im Besonderen - ist ein wunderbares Spiegelbild unserer Gesellschaft. Ein Teil versucht sich durch jeden noch so kleinen Trick einen Vorteil zu verschaffen. Andere versuchen durch "Regeln" alles auszugleichen und "gerecht" zu regulieren. Niemand merkt, das dies nicht funktioniert. Anstatt fair und gerecht wird alles nur kompliziert und undurchschaubar. Das geht alles solange, bis keiner mehr durchblickt und jeder die Lust verliert.
Auf der anderen Seite sehen wir die "gute Leistung". Der Einzelne kann eine fur ihn persönlich hervorragende Leistung abliefern. Sie ist absolut nichts wert, wenn Andere eben noch besser waren. Die Erwartungshaltung des Umfeldes und der Medien zielt nicht auf die gezeigte Performance (auch wenn dies behauptet wird) sondern ausschließlich auf die Rangliste und den Wettbewerb mit der Konkurrenz. Man stelle sich vor: Schlierensauer, Jacobsen und Nolde hätten eine Form wie - sagen wir mal wie Morgenstern (auch kein Schlechter) - dann wäre Freund - wohlbemerkt bei gleicher Leistung wie jetzt auch - auf Platz 1. Man kann sich vorstellen, was da in den Medien los wäre ???.
Aber egal - so ist es halt. Genau so wie unsere Gesellschaft: Überreguliert - Undurchschaubar - Egoistisch.
Schönen Tag noch.