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Videospiel-Übersetzungen: Wenn Zwerge sächseln

Synthesis Vielleicht der undankbarste Job der Branche: Lokalisierer sorgen dafür, dass Videospiele wie "Skyrim" parallel in vielen Sprachen erscheinen. Gewürdigt wird ihre Arbeit kaum, kritisiert dafür umso heftiger. Im Gedächtnis bleiben den Spielern vor allem Übersetzungspannen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/games...837075,00.html
  1. #1

    Bei

    Ja, was denn bitte auch sonst!? Sächselnde Zwerge!!?? Das hat die Spieltmosphäre sowas von ruiniert, das wäre glatt ein Umtauschgrund gewesen. Davon abgesehen war die Übersetzung sowieso eine Zumutung. Die Spielerstimmen... eieieiei.... :-)
  2. #2

    Nur ein Teil des Problems

    "Gewürdigt wird ihre Arbeit kaum, kritisiert dafür umso heftiger." - Vor allem werden Lokalisierer häufig für Dinge kritisiert, die letztlich das Ergebnis mangelnder Kooperation der Entwickler des Spiels sind. Meist gibt es strikte Vorgaben, was Längen- und Zeitbeschränkungen angeht. Ganz zu schweigen davon, dass parallel zur Entwickling übersetzt werden muss, sodass jeglicher Kontext fehlt und zusammenhangslose Fetzen übersetzt werden müssen. Hat schon mal jemand versucht, die Hälfte eines Dialoges (nämlich eine einzige Figur) zu übersetzen, ohne zu wissen, a.) wer die andere Person ist und b.) was diese erwidert/fragt? Ich wünsche viel Spaß! Nicht jede schlechte Übersetzung liegt an einem schlechten Übersetzer. Darauf hätte der Artikel auch mal eingehen können.
  3. #3

    Viel Text...

    ...kann nur Probleme machen.
    Nicht nur bei Spielen, sondern vor allem auch bei Filmen ist die Übersetzung und das rüberbringen von Wortwitzen ein Job mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vielleicht der undankbarste Job der Branche: Lokalisierer sorgen dafür, dass Videospiele wie "Skyrim" parallel in vielen Sprachen erscheinen. Gewürdigt wird ihre Arbeit kaum, kritisiert dafür umso heftiger. Im Gedächtnis bleiben den Spielern vor allem Übersetzu
    Wie habe ich damals Monkey Island(tm) geliebt - wer allerdings heute ein Spiel mit höchstens einer Handvoll (unbekannter!) Stimmen auf den Markt bringt, hat beinahe schon von Haus aus verloren.
    (Nicht gerade Error by Design, aber ganz nahe dran.)

    Andererseits: In DOTT oder MI war mal eine Anspielung auf Heino. Das war so gesehen zwar lokalisiert, aber für meinen Geschmack einfach grottenschlecht.

    Auf jeden Fall gibt's von mir den obligatorischen "Daumen hoch" für die Sync und Respekt für die Arbeit.

    Weitermachen!
  4. #4

    Im Artikel klingt die Mühe an, die hinter einer aufwendigen Lokalisation steckt. In welcher Branche bitte wird man der Arbeitsleistung von jedem Mitarbeiter gerecht, der an der Fertigung beteiligt war? , Der Kunde beurteilt nun mal nur das Endprodukt.

    Mit Sicherheit ist bei der Übersetzung und Vertonung von Film und Spielmaterial auch gute Arbeit geleistet worden, die nicht gesondert anerkannt wird, aber auf der anderen Seite haben verschiedene Firmen auch viele Untaten an etlichen Werken verübt. Meist aus Gedankenlosigkeit.

    Selbst bei guten Lokalisationen geht vieles verloren und es ist eine hohe Kunst die Essenz von guten Produktionen zu bewahren. Mittlerweile wünsche ich mir man hätte immer die Möglichkeit den Originalton zu wählen.
  5. #5

    Übersetzungen

    "Mancher griff aus Prinzip zum Original."

    Und greift es auch noch heute.
    Ich kann mir vorstellen, dass das Übersetzen eine wahnsinnige Arbeit ist die auch entsprechend gewürdigt werden sollte, aber oftmals fehlt es den Übersetzern einfach am Feingefühl für das jeweilige Spiel. Der Ton bzw. der Text und wie er gesagt wird ist immens wichtig für das Spielerlebnis. Mit der Vertonung steigt und fällt das ganze Produkt und wenn diese Vertonung schlecht ist dann fällt das extremst auf.
    Die Baldurs Gate Übersetzung war ein Witz. Ich frage mich bis heute was die sich dabei gedacht haben... etwa: "Komm, wir ziehen mal das ganze Spiel durch den Kakao und machen eine Kasperübersetzung ala Sinnlos im Weltall!" ?
    Oder wenn es zu wenig Sprecher gibt. Fallout 3 ist ein geiles Spiel aber es hat nur gefühlte 2 Synchronsprecher. Jeder Typ den man im Game anquatscht labert mit der selben Stimme und das nervt nach einiger Zeit einfach tierisch.
    Nun ja, die Gründe sich ein Spiel oder Film im Original zu kaufen überwiegen einfach. Atmosphäre sowieso und ungeschnitten ist es zudem auch noch.
  6. #6

    Bevormundung

    Schon seltsam wie im Artikel lamentiert wird, dass sich Spieler über "eingedeutschte" Referenzen oder Anspielungen aufregen. Meiner Meinung nach ist das einer der Gründe, warum dt. Versionen so schlecht bei der Spielergemeinschaft ankommen.
    Das hat übrigens herzlich wenig mit den Sprechern selbst zu tun (obwohl deren Beitrag manchmal auch höchst "kontrovers" ist), sondern eher damit, dass hier Subunternehmer Designentscheidungen treffen, mit der Annahme, dass Spiele an den deutschen Markt angepasst werden müssten.
  7. #7

    Sie haben sich auch einen undankbaren Beruf ausgesucht, solange es möglich ist werden bei mir Spiele und Filme im O-Ton gespielt/geschaut.
    Oft passen die Stimmen nicht zu den Charakteren, Wortwitze verschwinden oder die Synchronsprecher sind die leibhaftige Lethargie.
    Auch ist ein Fehler wirklich alles einzudeutschen, Städtenamen sollten ihren Namen beibehalten, Beispiel Königsmund statt Kingslanding.
  8. #8

    Um mal ehrlich zu sein...

    ...ich spiele eigentlich alle Spiele auf Englisch mit Untertiteln. Was soll ich mich über dämliche Übersetzungen aufregen, wenn ich mir gleich das Original anhöhren kann. Super Dialoge gibt es übrigens in "The Witcher 2", so muss ne Syncro aussehen (oder besser sich anhören..)
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vielleicht der undankbarste Job der Branche: Lokalisierer sorgen dafür, dass Videospiele wie "Skyrim" parallel in vielen Sprachen erscheinen. Gewürdigt wird ihre Arbeit kaum, kritisiert dafür umso heftiger. Im Gedächtnis bleiben den Spielern vor allem Übersetzu
    Mir ist nicht ganz klar, warum die Übersetzer den Foren soviel Aufmerksamkeit schenken. Aktive in Foren sind i.d.R. Hardcore-Gamer, welche ein Spiel sowieso eher in der Originalversion und in Originalsprache kennen und bevorzugen (sonst könnten sie auch schlecht vergleichen).

    Die Vertonung wird aber nicht für Hardcore-Gamer gemacht, sondern um den Massenmarkt bedienen zu können. Lieschen Müller und Karl Casual, die bloß deutsch können und ansonsten DSDS schauen.

    Daher ist es richtig, dass die Firmen ein Budget haben, um Karl Casual ein Spiel in Landessprache anbieten zu können (denn sonst würde Karl überhaupt nicht zugreifen). Karl liest aber nicht in Gamer-Foren, denn dort ist er ein noob. Insofern spielt es keine Rolle für den Massenmarkt, ob eine Übersetzung qualitativ schlecht oder etwas besser ist.

    Sinnvoll wäre es jedoch, ein Spiel immer in ein zwei Varianten anzubieten. Eine Version für die selbsternannte Elite der Hardcore-Gamer (gerne auch ohne Vertonung) und eine Version für den Massenmarkt.


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