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Viagra-Doku auf Arte: Gefangen im Potenzknast

Für seine launige TV-Doku "Erectionman" hat der holländische Reporter Michael Schaap durchblutungsfördernde Pillen eingeschmissen und unter Produzenten und Konsumenten der Viagra-Industrie geforscht. Rammeln wir uns bald zu Tode?

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,721380,00.html
  1. #1

    Die Hirnlosen rammeln sich zu Tode, weil das...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für seine launige TV-Doku "Erectionman" hat der holländische Reporter Michael Schaap durchblutungsfördernde Pillen eingeschmissen und unter Produzenten und Konsumenten der Viagra-Industrie geforscht. Rammeln wir uns bald zu Tode?

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,721380,00.html
    bei den Hirnlosen besonders angesagt ist - mehr nicht; und irgendwelche Nachrichten wollen verkauft sein, Inhalt sekundär. Aber das wissen wir doch längst!
    Die extremistische deutsche Betrachtungsweise unterscheidet nur noch zwischen totrammeln und impotent; das färbt ja bekanntlich auf den Intellekt ab, von dem uns so wenig geblieben ist.
  2. #2

    Anti-Hype

    Offensichtlich haben weder der Spiegel-Redakteur noch Michael Schaap verstanden, daß Viagra keine Erregung erzeugt, bzw. um es mit dem flapsigen Niveau des Artikels zu sagen: Viagra macht *nicht* scharf. Was nützt mir eine Erektion wenn ich keine Lust habe? (Mal abgesehen davon, daß die Erektion eh erst zu Stande kommt wenn man Lust hat bzw. von seiner Frau erregt wird).
  3. #3

    Primärreiz

    Zitat von Sapientia Beitrag anzeigen
    bei den Hirnlosen besonders angesagt ist - mehr nicht; und irgendwelche Nachrichten wollen verkauft sein, Inhalt sekundär. Aber das wissen wir doch längst!
    Die extremistische deutsche Betrachtungsweise unterscheidet nur noch zwischen totrammeln und impotent; das färbt ja bekanntlich auf den Intellekt ab, von dem uns so wenig geblieben ist.
    Tja, Primärreize eben. Und für deren fortlaufende Stimulation und Satisfaktion hat sich schon immer die Industrie interessiert. Selbstverständlich auch die Medienindustrie. Sie entschuldigen, ein Primärreiz...
  4. #4

    Blaue Pillen sind kein Potenzmittel

    Viagra® oder auch Levitra® und Cialis® sind keine Aphrodisiakum und auch keine Potenzmittel. Viagra® und Co. werden bei psychogenen und organischen bedingten erektiler Dysfunktion von den Ärzten verschrieben. Der Mann, der sie einnimmt wird, bekommt nicht automatisch eine Erektion und hat auch keine Steigerung der sexuellen Lust.

    Viagra® und Co. oder besser gesagt die Wirkstoffe Sildenafil, Vardenafil und Tadalafil hemmen das Enzym Phosphodiesterase (PDE-5-Hemmer) und erhöht so die Stickstoffmonoxidkonzentration in der glatten Muskulatur des Schwellkörper im Penis. Somit wirkt es entspannend auf die Muskulatur und sorgt für eine Erweiterung der Blutgefäße. Es kann mehr Blut im Penis einströmen und es entsteht eine harte und feste Erektion. Dies funktioniert nur zusammen mit einer sexuellen Erregung.

    Still dasitzen und auf eine Erektion warten, führt wohl nicht zum Erfolg und ist reines Wunschdenken. Die Wirkung kann bereits 15 bis 30 Minuten nach der Einnahme eintreten. Ein zärtliches Vorspiel der manuellen oder auch oralen Art wird dann Wunder wirken.
  5. #5

    Das Problem liegt doch ganz wo anders ...

    Die Abwehrformel "Schatz, heute nicht" habe bald keine Legitimation mehr.
    Unsinn. Diesen Satz sagen doch nur Frauen. Männer stehen doch angeblich.....[/QUOTE]
    Auch Unsinn. "Ficken" bis zum Umfallen werden - wie auch schon vor Viagra - nur die, die ständig eine ansprechende willige Sexualpartnerin zur Verfügung haben.
  6. #6

    Bezeichnenderweise „Banane“

    Zitat aus dem Artikel: „Macht schier unerschöpflich erscheinende Potenz wirklich glücklich? Oder wird der Mann durch sie nicht eher zum Abhängigen der eigenen Lust?“

    Wahrscheinlich stellen sich nur wenige Männer solche Fragen, sofern sie sich überhaupt dafür interessieren. Ob die Abfuhr eines Hormon-Staus glücklich macht, kann ich nicht beantworten, aber ich weiß genau, dass sie bestimmt nicht unglücklich macht. Außerdem stellt sich die Frage, ob man das Glück in Sekunden, allenfalls in Minuten abzählen kann – so hatte ich mir Glück eigentlich nicht vorgestellt, jedenfalls nicht nur. Der Libido-Haushalt des Mannes kann schon mal durcheinander kommen bei dem Dauerangebot an weiblicher Erotik, ununterbrochene Begattungsbereitschaft hat die Natur nicht vorgesehen, vielleicht kommt es zu Verschleißerscheinungen, die nicht nur dem biologischen Lebensbogen geschuldet sind. Aber immer herumzuschlaffen ist ja auch nicht das Wahre. Wie Sie sehen, kann ich nichts wirklich Schlüssiges zu dem Thema beitragen und nähere mich damit dem Artikel an – aber mir fiel während des Lesens plötzlich ein Gedicht ein, das bezeichnenderweise „Banane“ heißt, es stammt von Gottfried Benn – hoffentlich gibt das jetzt keinen Ärger mit der Geltungsdauer der Urheberrechte, aber ich zitiere schließlich nur zwei Zeilen:

    Aus dem Gedicht „Banane“:
    ...
    sinnlose Phallen schneuzen
    sich ins Antlitz der Welt.
  7. #7

    i.m.h.o.

    Zitat von Sapientia Beitrag anzeigen
    bei den Hirnlosen besonders angesagt ist - mehr nicht; und irgendwelche Nachrichten wollen verkauft sein, Inhalt sekundär. Aber das wissen wir doch längst!
    Die extremistische deutsche Betrachtungsweise unterscheidet nur noch zwischen totrammeln und impotent; das färbt ja bekanntlich auf den Intellekt ab, von dem uns so wenig geblieben ist.
    wow - immer gleich raus mit der keule!
    hey, das ganze mal etwas lockerer sehen!
    der typ hat ein pubertär-lustiges selbstexperiment durchgeführt und darüber ein (mutmaßlich handwerklich dürftiges) filmchen gedreht.
    witziiischschsch (oder auch nicht).

    wen's interessiert kann sich das ja angucken, und ob die verallgemeinernden schlußfolgerungen dann so gelten oder nicht - das ist nochmal eine ganz andere diskussion. Aber muss man denn auchalles diskutieren?

    viagra nwbwn kondomen, ggf. sogar noch n paar vorgedrehte joints an der supermarktkasse fände ich trotzdem toll :-))
  8. #8

    verklemmt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für seine launige TV-Doku "Erectionman" hat der holländische Reporter Michael Schaap durchblutungsfördernde Pillen eingeschmissen und unter Produzenten und Konsumenten der Viagra-Industrie geforscht. Rammeln wir uns bald zu Tode?

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,721380,00.html
    Wenns um Sex geht sollte man keine Leute die NACH 1965 geboren sind beauftragen. Leider wurde diesen bedauernswerten Mitmenschen die Verklemmtheit anerzogen. Sex ist ihnen unheimlich, besonders aber der Spass daran. Dies führt bei konservativ orientierten zu Sexverboten (nur in der Ehe, nur ab 21, etc), bei sich liberal gebenden Menschen, wie dem Autor dieses Artikel, führt es zu wirklich peinlichen Albernheiten auf Pennälerniveau. Einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema wird ausgewichen - aber mit einem verkrampfen Lächeln auf den Lippen.
    Wir lesen hier also keinen Bericht über eine Fernsehsendung, sondern sehen das Psychogramm eines verklemmten Möchtgernintellektuellen.
    Interessant, aber doch nicht wirklich überraschend.
  9. #9

    Schlecht!

    Selten so einen schlechten Artikel gelesen. Weit ab,von den Betroffenen nimmt ein Gesunder ein Medikament und wundert sich über seltsame Erscheinungen. Ob die tatsächlich Betroffenen unter ihrer Krankheit leiden und auch mit dem Medikament keinen Dauerständer bekommen, ist ihm genauso wenig wichtig, wie die Tatsache, dass Viagra immer vom Arzt verschrieben werden muss, bezahlt wird es trotzdem selber. Dass das Zeug aus Indien und China keine Wirkstoffe enthält, muss man auch nicht erwähnen. Wäre ja schlimm, ein wenig ernsthaft zu recherchieren! Einfach nur peinlich








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