Für seine launige TV-Doku "Erectionman" hat der holländische Reporter Michael Schaap durchblutungsfördernde Pillen eingeschmissen und unter Produzenten und Konsumenten der Viagra-Industrie geforscht. Rammeln wir uns bald zu Tode?
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,721380,00.html
Ja, Impotenz ("erektile Dysfunktion") kann viel gravierendere psychische Auswirkungen haben als die meisten sich vorstellen, vor allem wenn es irreversibel und der Betroffene noch nicht alt ist:
http://www.medizinfo.de/urologie/ere...irkungen.shtml
Aber meistens wird darüber gealbert, die Betroffenen abgewertet oder ein Stammtisch-Aufreger wie "Viagra für Hartz IV-Empfänger!?" (Bild-Zeitung) daraus gemacht.
Jolly65
ARTE hat meines Erachtens mit Abstand das beste Programm der öffentlich-rechtlichen Sender.
Es wird nie einen Sender geben, der Inhalte sendet, die Leuten wie Ihnen durch die Bank gefallen, wie soll das auch gehen?
Ihr (und mein Steuergeld) wird doch auch zu 98% für Dinge ausgegeben, die Sie persönlich nicht brauchen. Straßenbau im Osten, Hartz IV, Kita Plätze usw. Soll das auch alles abgeschafft werden?
sind Spiegel zum Rasieren da.
Bei den Brustwarzen hört der Erkenntnisgewinn normalerweise auf.
Vor vielen hundert Jahren soll es einen Chefredakteur just dieses "Nachrichtenmagazins" gegeben haben, der sein Lotterbett taghell erleuchtet und allseitig mit Spiegeln ausgestattet haben soll (nomen est omen). Er war ein wenig unprüde und wurde gerechterweise kurzerhand umgebracht. Präzisionsgewehr aus kanpp hundert Metern Entfernung. Ganz kurz vor dem Abspritzen. Die paar Sekunden hätten die Burschen doch warten können, alles Misanthropen. Keine Ehrfurcht vor dem Leben.
Das ist nur zum Teil korrekt.
Wie auch bei vielen anderen Medikamenten besteht der hier angesprochene Schwarzmarkt im wesentlichen aus drei Teilen.
1) echte Ware, sehr teuer. Preislich quasi identisch wie hier, nur eben ohne Rezept und eventuelle Peinlichkeiten beim Gang zum Doc.
2) gefälschte "Originalprodukte" aus China mit allem Moeglichen drin, aber nicht dem eigentlichen Wirkstoff, aufgrund der hohen Preise der Originale zu entsprechenden Preisen vermarktbar.
3) einwandfreie Generika grosser indischer Konzerne, die indischen Versionen von Ratiopharm. Mal als ein Beispiel sei Ranbaxy genannt. Diese Konzerne vetreiben nicht wenige Generika auch in Deutschland völlig legal, aber profitieren im Umfeld noch patentgeschützter Medikamente von der immer noch speziellen Rechtslage in Indien. Wirkstofffreie Fälschungen sind hier quasi nicht existent, da das Generikum als solches schon derart spottbillig in Indien erhältlich ist dass eine Fälschung sich aus rein wirtschaftlichen Aspekten nicht lohnt.
Einfach mal reinkucken: http://de.wikipedia.org/wiki/Erektile_Dysfunktion
Impotenz ist wie die "erektile Dysfunktion“ nicht die Zeugungsunfähigkeit, sondern das einfache Faktum, daß man keinen mehr hochkriegt, was aber meinen intensiven Forschungsbe-mühungen zufolge an den Weibern liegt.
Tatsächlich erzeugen die Testikel keinen Samen mehr, wenn sie die Hälfte ihres Gewichts verloren haben, und das ist statistisch ab vierzig der Fall, seit 1900 hat sich dieses Alter stetig verringert.
Testosteron ist das Zeug, das für einen steifen Schwanz benötigt wird, aber auch für Aggressionen aller Art oder antreibende Lebensenergie beim Mann, und das wird noch produziert, wenn die Testikel auf zehn Prozent ihrer ursprünglichen Größe geschrumpft sind, also im Extremfall bis etwa neunzig. Eine Überprüfung mit ausreichender Ergebnissicherheit kann relativ unkompliziert im Selbstversuch durchgeführt werden. Frauen nutzen seit jeher die Methode, weil sie genau wissen, daß ihre erforderliche Mühewaltung bei kleiner werdenden Eiern ansteigt, und Frauen sind nun mal bequem, nicht unähnlich Männern. Ich kenne durchaus Damen die meinen, Männer müßten in ungebremster Innbrunst über sie herfallen, während sie das Brett markieren. In diesen Ehen wird das Rammeln bereits vor dem 40. Lebensjahr eingestellt, ansonsten Mitte fünfzig, von wenigen Ausnahmen abgesehen, die man in zweckmäßigen Legenden nachlesen kann. Im Spiegelarchiv Wissenschaft müßte sich sowas finden lassen.
Aber mal zum Artikel, den ich mich weigere nochmal zu lesen. Was will der Dichter uns eigentlich damit sagen ? Daß der Spiegel die Vermehrung für eine höchst unnatürliche Beschäftigung hält, ist wohl der abendländisch – christlichen Prüderie zu danken, die Geist und Schwanz nicht vereinbaren kann, ganz im Gegensatz zu Goethe etwa oder Balzac, die Woody Allen locker übertrumpfen, was Schweinigeleien angeht.
Lustig: "Spiegel bleibe bei deinen Leisten." Es sind die des Schuhmachers gemeint, nicht diese höchst empfindlichen Stellen des männlichen Körpers, die den Herrn der Herrlichkeit aufmüpfig und hernach übermütig bis zum Überquellen werden lassen.
Noch was zum Totrammeln, eigentlich eine sehr befriedigende Technik und lohnende Geschäftsidee, und auch ehrlicher als diese geldgierigen Schweizer Suizidialen. Man benötigt dazu zwanzig bis dreißig Orgasmen, bei den letzten zehn ist man bereits bewußtlos und benötigt fachkräftige Unterstützung. Zumindest hat uns das der Sohn eines Arztes so erklärt, der auch über eine fast vollständige Sammlung seinerzeit verbotener literarischer Wichsvorlagen verfügte. Wenn einer einen Herzfehler hat, kann Viagra genauso tödlich wie Beiwohnen sein. „Tot von einer Frau runterfallen“ war schon zu Pennälerzeiten der beliebteste Todeswunsch. Übrigens auch der Grund dafür, daß Männer so bereitwillig für Rente und KV zahlen, die zu 98% von Frauen genutzt wird. Klappt aber selten, weil Frauen überaus vergeßlich sind, was vertragliche Absprachen angeht.
Und entschuldigt die Nr. 26. Die habe ich nur rausgelassen, um herauszubekommen, ob der Sysop schläft oder wacht.