Der Vorstand der Piratenpartei wird jährlich auf einem Bundesparteitag von den dort akkreditierten Mitgliedern neu gewählt. Und in der Regel umbesetzt: seit der Gründung 2006 hat kein Pirat ein Vorstandsamt länger als zwei Jahre ausgeübt - in Piratenpartei Deutschland ist eine übersichtliche Tabelle.
Das war kein Problem, solange die Partei wirklich klein war, aber eben auch erfolglos. Mit jedem Wahlerfolg kommen zwei Konsequenzen:
- das Interesse der Presse/Radio/TV nimmt zu
- die Mitgliedzahl steigt sprunghaft an (z.B. von 12000 im Sept. 2011 auf 25000 heute).
Beides schafft dem Vorstand deutlich mehr (unbezahlte) Arbeit. Bezahlung ist nach jetzigem Kassenstand aber nicht drin - die großen Stimmenzahlen etwa in Berlin schlagen sich erst mit ein- bis zweijähriger Verzögerung in Wahlkampfkostenerstattung nieder. Und Wahlkämpfe kosten Geld, auch wenn es weniger als bei den etablierten Parteien ist, da sehr viele Piraten unbezahlt als Helfer, Transporteure usw. einspringen.
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