Forum


 

Verwirrung um Forschungspreis: Wie Homöopathie plötzlich Krebskranken hilft

DDPEine Studie untersucht, ob eine zusätzliche Homöopathie-Behandlung Krebskranken hilft, kommt aber zu keinem klaren Ergebnis. Doch dann erhält die Untersuchung einen Preis - und plötzlich klingt alles wie der Beweis, dass die Methode Tumor-Patienten mehr Lebensqualität beschert.

Homöopathie gegen Krebs: Wie ein Medizin-Preis Verwirrung stiftet - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Soso

    Die Homöopathie-Industrie hört aber gar nicht gerne, dass es für ihren Voodo-Zauber nicht den geringsten Beweis gibt. Da kommt dann oft der ultimative Spruch der zeitg, dass man nichts verstanden hat: "Wer heilt hat recht". Leider heilt Homöopathie eben nicht oder besser gesagt nicht besser als ein Placebo!
  2. #2

    Und selbst dieser Artikel im SPON...

    ...ist noch zu nachsichtig. WENN man schon aus einer wissenschaftlich zweifelhaften und statistisch fehlinterpretierten Studie eine Schlussfolgerung ziehen wollte, dann die:

    Patienten, die nicht-wissenschaftliche Betreuungsmethoden (von "Behandlung" kann man bei Homöopathie nicht sprechen) wählen, fühlen sich dadurch manchmal besser, sterben aber früher.

    SO wären die zweifelhaften Daten wenigstens in sich richtig interpretiert.
  3. #3

    Aberglaube

    Ich könnte genausogut Weihwasser saufen, das ist wenigstens kostenlos. Ich frage mich wieviele der Beschneidungskritische "Atheisten" an diesen Quatsch glauben.
    Naja vieleicht kommt mir die Erleuchtung nach einer erfrischenden Dusche mit Himalaya Gestein im Duschkopf. Immer schön der Wünschelrute nach, denn in meiner Feng-Shui Wohnung findet man die Wasserstellen sonst nur schwer.

    Wenn derlei Aberglaube nun der Ersatz für Religionen sein soll dann wünsche ich mir aber sofort die Inquisition wieder her!!!
    Nun ist es ja nicht neu das in Unserer Gesellschaft viel Geld mit Scharlatanie gemacht werden kann, aber das schamlose Ausnützen der Notlage erkrankter Menschen ist einfach ekelhaft und muss nicht tolleriert werden. Es gibt mit Sicherheit einige tatsächlich Hilfreiche "alternative" Therapien, aber Homöopathie dient ausschließlich dazu irgendwelchen Quacksalbern Geld in die Taschen fließen zu lassen. Warum verkauft die Kirche nicht inzwischen wieder Ablassbriefe? Damit könnte man heutzutage bestimmt wieder gut Kohle machen. Zumal der Verkäufer dabei im Zweifel sogar auf sein eigenes "Produkt" zurückgreifen könnte.
  4. #4

    Hokus Pokus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Studie untersucht, ob eine zusätzliche Homöopathie-Behandlung Krebskranken hilft, kommt aber zu keinem klaren Ergebnis. Doch dann erhält die Untersuchung einen Preis - und plötzlich klingt alles wie der Beweis, dass die Methode Tumor-Patienten mehr Lebensqualität beschert.

    Homöopathie gegen Krebs: Wie ein Medizin-Preis Verwirrung stiftet - SPIEGEL ONLINE
    Ich bin immer wieder fassungslos, wie verbreitet dieser Hokus Pokus ist. Wenn mann dann genauer nachfragt, stellt man allerdings immer wieder fest, dass diese Befürworter sich nie ernsthaft mit dem zweifelhaften (ja geradezu idiotischen) Prinzip der Homöopathie auseinandergesetzt haben. Das will man auch alles gar nicht so genau wissen.

    ist ähnlich wie bei Religionen. Lassen Sie sich mal von einem Christen, was beim Abendmahl passiert oder die Trinität erklären ... Sie werden überrascht sein.
  5. #5

    Wissenschaftlich nicht haltbar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Studie untersucht, ob eine zusätzliche Homöopathie-Behandlung Krebskranken hilft, kommt aber zu keinem klaren Ergebnis. Doch dann erhält die Untersuchung einen Preis - und plötzlich klingt alles wie der Beweis, dass die Methode Tumor-Patienten mehr Lebensqualität beschert.

    Homöopathie gegen Krebs: Wie ein Medizin-Preis Verwirrung stiftet - SPIEGEL ONLINE
    Es gibt keine seriöse randomisierte Doppelblindstudie, welche die Wirksamkeit der Homöopathie bewiesen hätte. Die Krebskranken, die zusätzlich homöopathisch behandelt wurden, sind natürlich sehr dankbar für die Zuwendung.
    Wer dran glaubt, soll die Mittelchen ruhig nehmen. Sie schaden ihm nicht. Auch in Krankenhäusern wird häufig mit Placebos gearbeitet, um schwierige Patienten zufriedenzustellen.
    Dass z.B. die TK sich damit brüstet, solche Medizin zu erstatten und gleichzeitig anerkannt wirksame aus dem Lesitungskatalog streicht, ist ein Skandal.
  6. #6

    Zitat von WertPacket Beitrag anzeigen
    Die Homöopathie-Industrie hört aber gar nicht gerne, dass es für ihren Voodo-Zauber nicht den geringsten Beweis gibt. Da kommt dann oft der ultimative Spruch der zeitg, dass man nichts verstanden hat: "Wer heilt hat recht". Leider heilt Homöopathie eben nicht oder besser gesagt nicht besser als ein Placebo!
    Wo ist das Problem?

    Auch wenn kein medizinisch Heileffekt nachweisbar war, gibt es tausende Betroffene, denen es mit Homöopathie besser geht. Alleine aus diesem Grund sollte es doch jedem Quacksalber der Schulmedizin ein Bedürfnis sein, diese Möglichkeit dem Patienten zu eröffnen. Und genauso sollte jeder Hexenverbrenner, der die Homöopathie ablehnt lernen, es einfach zu akzeptieren, dass andere Menschen sich mit diesen Mitteln wohler fühlen als ausschleißlich mit Chemiekeulen. Fragen Sie doch mal die Pharmaindustrie, woran sie mehr verdienen. An Zuckerkügelchen für 1 € oder an Chemiebomben für 150 €. Soviel zur Lobby.
  7. #7

    Gewinn

    Zitat von B.Lebowski Beitrag anzeigen
    Fragen Sie doch mal die Pharmaindustrie, woran sie mehr verdienen. An Zuckerkügelchen für 1 € oder an Chemiebomben für 150 €. Soviel zur Lobby.
    Vollkosten der Zuckerkügelchen: 0,01 Cent
    Vollkosten der Chemiebombe (also einschließlich Forschung, Tests...): 149,50.
    Woran verdient man mehr? Abgesehen davon: Zuckerkügelchen für 1 Euro? Wann haben sie das letzte mal die Preise geprüft? Homöopathische Placbos sind TEUER. Da zahlt man schon mal locker 100 Euro pro Gramm.
  8. #8

    Discussio ad absurdum.

    "Vor dem Hintergrund, dass erbittert darüber gestritten wird, ob Homöopathie eine über den Placeboeffekt herausgehende Wirkung hat, ist der Fall pikant."

    Es wird nicht darüber gestritten. Es ist bewiesen, dass Homöopathie keinen positiven Nutzen hat. Generell übrigens. Wer dies leugnet, ist entweder unwissend oder missachtet wissenschaftliche Prinzipien.
    Es ist auch wissenschaftlich fragwürdig, warum man überhaupt eine Studie konzipiert, in der sich beide Studienarme voneinander signifikant unterscheiden. um so bezeichnender, dass solch eine Studie sogar noch eine (durch wen initiierte?) Auszeichnung erhält.
    Was soll man dazu noch sagen, und dennoch werden in 100 Jahren wahrscheinlich immer noch derart unsinnige Methoden angewendet.
  9. #9

    |||

    Zitat von B.Lebowski Beitrag anzeigen
    Wo ist das Problem?

    Auch wenn kein medizinisch Heileffekt nachweisbar war, gibt es tausende Betroffene, denen es mit Homöopathie besser geht. Alleine aus diesem Grund sollte es doch.....
    Schon ok - wer dran glaubt dem hilft vieles...
    Das Thema Honöopathie polarisiert ja immer nur dann und führt zu wilden Diskussionen, wenn von deren Verfechtern angeblich naturwissenschaftliche Belege für Wirksamkeit vorgebracht werden die aber jeweils nicht haltbar sind...


TOP



TOP