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Verurteilter Dopingsünder: Ullrich gibt Kontakt zu Skandalarzt Fuentes zu

REUTERSJan Ullrich stand mit dem mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes in Kontakt. Das hat der frühere Sportstar kurz nach seiner Verurteilung wegen Dopings zugegeben. Zudem kündigte Ullrich an, das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs nicht anzufechten.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,814409,00.html
  1. #70

    Kirche im Dorf lassen

    Ich würde die Gabe einer Konserve eigenen Blutes im Sport nicht verbieten. Ich kann Ullrichs Aussage verstehen, nicht gedopt zu haben. Unter Doping verstehe ich die Gabe pharmazeutischer Leistungsverstärker, und das war nicht der Fall. Ullrich hat wohl auch in diesem Sinne niemanden betrogen, auch weil es wahrscheinlich ein Wettbewerb mit gleichen Mitteln ist.
    Die Abstrafung Ullrichs ist daher völlig überzogen. Man muß einmal die Kirche im Dorf lassen!
  2. #71

    Zitat von stoneg Beitrag anzeigen
    Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass das Bewusstsein damals einfach noch nicht da wär. Damals haben immer nur die anderen gedopt, aber doch nich wir ehrlichen Deutschen!
    Klar, heute weiß man vieles besser. Und das mit dem rauf und runter Schreiben ist doch klar. Was sollen die Medien auch machen? Ganz klar Farbe bekennen? Dann twittern dann wieder Fahrer wie Klödi daher. Und hier schreien alle "Generalverdacht".
    Das Bewusstsein hätte aber da sein können. Katrin Krabbe und Grit Breuer wurden 1992 überführt. Damals war die Leichtathletik halt die Buh-Sportart, heute ist es der Radsport, als nächstes vll. Biathlon.

    Im Endeffekt ist es eine Art stillschweigendes Abkommen zwischen Medien/Zuschauern und dem Sport. "Wir bejubeln euch, solange alles läuft und fragen nicht weiter nach. Wenn später etwas rauskommt, lassen wir euch fallen." Ich denke dessen sollte sich jeder Sportler einfach bewusst sein.

    Dass Klödi nicht gerade der Hellste ist und einige Sachen arg undiplomatisch ausdrückt (besonders über Twitter) ist natürlich auch klar ;)
  3. #72

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Einfach nichts sagen hätte völlig gereicht.Denn alles was er jetzt noch sagt kann nur peinlich und hohl wirken.

    Alle Zeitpunkte wo er hätte noch etwas sinnvolles und glaubwürdiges hätte sagen können hat er verstreichen lassen.
    Den ersten beiden Sätzen stimme ich vollkommen zu. Bei letzten Satz sehe ich eher die Einflüsse von Beratern und Anwälten. Beim Bundespräsideten läuft momentan die Beratung auch nicht besser. Dies ist ein größeres Ärgernis.

    Irgendwie wird man bei solchen juristischen Entscheidungen an William Jeffrey Clinton erinnert, dessen Juristen uns erklären wollen, dass ein "Blowjob" keine sexuelle Handlung im herkömmlichen Sinne ist.

    Manche Leute haben auch vergessen, dass sich in Sachen Doping einiges seit 1990 getan hat. Wir sind nicht die zweitstärkste Nation bei den Olympischen Sommerspielen. Zu der Feststellung war damals die "BILD" gekommen.

    Dieses Jahr reicht es vielleicht für die Top6 im Medaillenspiegel. Ein "Relikt" des erfolgreichen DDR-Sports ist uns aber weiterhin erhalten geblieben: Kristin Otto, 6-fache Olympiasiegerin im Schwimmen (Seoul 1988) und ZDF-Sportmoderatorin mit tiefer Stimme.

    Sport, oder was man heutzutage als Leistungssport bezeichnet, ist für Deutschland wichtig. Ich denke nur an das "Wunder von Berns" (Fußball-WM 1954) und seine Bedeutung für die Bundesrepublik Deutschland in der Nachkriegszeit und vielleicht auch dem "Wirtschaftswunder".

    Die Vorfreude auf die Fußball-WM 2006 war verhalten. Doch am Ende hatte dieses Ereignis eine positive Auswirkung auf das Ansehen der Deutschen im Ausland. Deutschland wurde als Reiseland interessant.
  4. #73

    Zitat von dandaman Beitrag anzeigen
    ist der beste deutsche Radfahrer, den es jemals gegeben hat.
    JU ist garnichts, ausser ein rechtskräftig verurteilter Betrüger.

    Sein tatsächliche Leistungsfähigkeit kennt niemand.
  5. #74

    Zitat von RogerR. Beitrag anzeigen
    Ich würde die Gabe einer Konserve eigenen Blutes im Sport nicht verbieten. Ich kann Ullrichs Aussage verstehen, nicht gedopt zu haben. Unter Doping verstehe ich die Gabe pharmazeutischer Leistungsverstärker, und das war nicht der Fall. Ullrich hat wohl auch in diesem Sinne niemanden betrogen, auch weil es wahrscheinlich ein Wettbewerb mit gleichen Mitteln ist.
    Die Abstrafung Ullrichs ist daher völlig überzogen. Man muß einmal die Kirche im Dorf lassen!
    Das ist völlig irrelevant. Es handelt sich um einen verbotenen medizinischen Eingriff mit dem Ziel die Leistung zu verbessern.

    Es ist auch völlig irrelevant dass die meisten seiner Kollegen, wenn nicht gar alle sich dieser Mittel bedient haben.

    Es ist genau diese falsche Nachsicht die den Leistungssport in seiner betrügerischen Haltung unbelehrbar verharren lässt.
  6. #75

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    JU ist garnichts, ausser ein rechtskräftig verurteilter Betrüger.

    Sein tatsächliche Leistungsfähigkeit kennt niemand.
    Sie sind also auch der Meinung, dass die Wildecker Herzbuben nach Einnahme der notwendigen Menge EPO ohne weitere Anstrengungen problemlos die Tour de France gewinnen würden...
  7. #76

    Zitat von galaxyaner Beitrag anzeigen
    ...Hast ja noch deinen Toursieg von 99 auch wenn dir keiner glaubt, dass der ohne Doping stattgefunden hat.
    Wieso Sie jetzt Lance Armstrong ansprechen ist mir rätselhaft.

    Aber im Prinzip haben Sie recht. Im Jahr 2005 wurde Armstrong "inoffiziell" des EPO-Dopings bei eben dieser Tour überführt, nur leider genügten die erlangten Beweise nicht den Anforderungen zur Einleitung eines Verfahrens!

    Ullrich fiel 1999 verletzungsbedingt (Sturz bei der Deutschland Tour) für die Tour de France aus. Stattdessen gewann er nach seiner Genesung die später im Jahr durchgeführte Spanien Rundfahrt "Vuelta".
  8. #77

    Fuentes verurteilt?

    Verbotener medizinischer Eingriff? Im Sinne der Sport"gesetzgebung" vielleicht. Wurde der Sportmediziner Fuentes eigentlich veurteilt? Ich meine nicht.

    Ich finde Fuentes´Argument, dass diese Radrennen derartig gesundheitsschädlich sind, dass man die Sportler durch die Verabreichung bestimmter Mittel schützen muß, durchaus nachvollziehbar. Die können sich bei den Fahrten über die hohen Berge den Tod holen, auch, wenn sie sich erkälten. Deren Gesundheit wird durch die Gabe von Eigenblut und Cortison schon wirksam geschützt. Die Leistungssteigerung durch Eigenblut bzw. EPO hält sich in Grenzen: Maximal 5%. Weitere leistungssteigernde Mittel sind zu Recht nicht erlaubt.
  9. #78

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Sie sind also auch der Meinung, dass die Wildecker Herzbuben nach Einnahme der notwendigen Menge EPO ohne weitere Anstrengungen problemlos die Tour de France gewinnen würden...
    Nein. Es geht hier um einen professionellen Wettbewerb, indem es um Platzierungen und den Sieg geht.

    Niemand kann sagen wo Ulrich ohne betrügerische Mittel gestanden hätte.


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