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Verunsicherte Anleger: Euro fällt auf Drei-Monats-Tief

REUTERSDer Wahlausgang in Frankreich und Griechenland sorgt für Unruhe an den Finanzmärkten: Der Euro ist im asiatischen Handel unter die Marke von 1,30 Dollar gefallen. Anleger halten den europäischen Sparkurs für gefährdet.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...831688,00.html
  1. #10

    Wozu dieser Artikel?

    Der ganze Text liefert mal wieder nur das spiegel-typisch inkompetente Blabla. Wer man gegen den Euro ist, soll man das offen sagen und kann das dann auch offensiv vertreten. Die von der Spiegelredaktion geplegte Verlogenheit in diesem Punkt - Lippenbekenntnis pro Euro um dann im albernsten Propagandastil Kleinigkeiten conta Euro aufzublasen ("schrecklich, schrecklich") ist nur noch peinlich, wie der hier pseudo-dramatische präsentiert Fetzen ("Drei-Monats-Tief","Absturz") ohne mal drauf hinzuweisen, dass der Euro trotz "Krise" den Zahlen der OECD zu den Kaufkraftrelationen zufolge seit Jahren konstant ÜBERBERWERTET ist und der faire Wert zwischen 1,15 und 1,20 liegt (zum Dollar) und dass ähnliche Relationen auch etwa gegenüber den meisten asiatischen Währungen (wg. Dollar-Peg) gelten. Aber das ist wohl ein bißchen viel verlangt für eine Redaktion, die ihre "Kompetenz" jahrelang dadurch dokumentierte, dass der Leitzins der EZB als der "Zins zu dem sich die Banken untereinander Geld leihen" präsentiert wurde. Wie würde da das lächerliche Spiegel-Geschrei erst ausfallen, wenn der Euro auf seinen fundamental gerechtfertigten Wert zurückfallen würde?
  2. #11

    Börsen

    Zitat von Jonny_C Beitrag anzeigen
    ...den "die Märkte" und "die Börsen" bestimmen auch über Ihr persönliches Wohlergehen.
    Politik auch demokratische produziert nichts.
    Politik auch demokratische schafft keine Arbeitsplätze.
    Politik auch demokratische zahlt keine Steuern - die gibt nur Geld aus.
    Die Reaktion der Märkte ist also wichtig !
    produzieren auch nichts,
    schaffen auch keine Arbeitsplätze (ausser ihre eigenen...)
    zahlen auch keine Steuern (den Engländern sei "Dank")
    DIESE Märkte der (Ab)Zocker und Spekulanten sind flüssiger als Wasser - sie sind ÜBERflüssig !
  3. #12

    Zitat von Bradyman Beitrag anzeigen
    Wie würde da das lächerliche Spiegel-Geschrei erst ausfallen, wenn der Euro auf seinen fundamental gerechtfertigten Wert zurückfallen würde?
    Obwohl es mich persoenlich sehr schwer treffen wuerde (ich verdiene hauptsaechlich in Euro und meine Ausgaben sind in Dollar) wuerde ich mir schon fast wuenschen dass es so kommt. Bei drastisch steigenden Lebensmittel- und Energiepreisen wuerde es dann vielleicht ein paar Leuten mehr auffallen, dass dieser Euro, zumindest fuer Deutschland, eine absolute Schrottwaehrung ist.
    Aber bitte noch 2 Monate warten; Ende Juni ist mein naechster Einkauf.
  4. #13

    Zitat von Thaeve Beitrag anzeigen
    Es ist mir langsam völlig egal, wie Börsen und Märkte auf Wahlergebnisse reagieren.
    Der Souverän ist das Volk, und die Finanzwirtschaft hat sich mit derem Votum zu arrangieren.
    Die kleinen versteckten Andeutungen, die man immer wieder hört, mit dem Hinterton "Wählt bitte so, daß die Märkte nicht verunsichert werden" sind abscheulich.
    Ist uns wirtschaftliche Properität im Zweifel wichtiger als Demokratie?
    Mir nicht!
    Die Haltung kann man sich als Schuldenmacher nicht leisten. Solange wir darauf angewiesen sind, dass z.B. Japaner oder Chinesen uns Geld leihen, ist der gute Ruf wichtig.

    Hätten wir ausgeglichene Haushalte, wäre das anders.
  5. #14

    zum Schreien!

    Es ist wirklich zum Schreien! Dem Untergang der EU und des Euro wurde letztes Wochenende mit Brandbeschleuniger nachgeholfen. Man mag ideologisch verblendet die Finanzmärkte verdammen, aber sie nehmen nur voraus, was folgen wird. Nur eine Direkte Demokratie nach Schweizer Art ist in der Lage, die Politik auch zwischen den Wahlen in die Schranken zu weisen. In den parlamentarischen Demokratien Europas hat man nur die Wahl zwischen Pech und Schwefel.
  6. #15

    Zitat von Turbofan1 Beitrag anzeigen
    Boersen.. produzieren auch nichts,
    schaffen auch keine Arbeitsplätze (ausser ihre eigenen...)
    zahlen auch keine Steuern (den Engländern sei "Dank")
    DIESE Märkte der (Ab)Zocker und Spekulanten sind flüssiger als Wasser - sie sind ÜBERflüssig !
    zeigen aber den Wert von etwas an...

    Dumm nur, dass die europäischen Staaten hier keinen Wert besitzen....
    Die USA sind zwar auch überschuldet, wegen ihrer konservativen Wertschätzung von Eigentum besitzen sie wenigstens Kredit...
    Erst wenn das Kapital nicht mehr da ist, wird man es zu schätzen wissen...
  7. #16

    optional

    Die Politik-Kaste merkt so langsam, dass Adam Smith mit seiner " invisible hand" total auf dem Holzweg war und angesichts der Lage insbesondere in Spanien und Italien noch größere Geschütze aufgefahren werden müssen als vermutet. Geld- und fiskalpolitische Geschütze, die - will man die Eurozone retten - jegliche Vorstellungskraft sprengen und jenseits kleingeistiger und kleinkarrierter Visionen angesiedelt sind. Hier muss ordnungs- und prozesspolitisch geklotzt werden und nicht gekleckert. Dies wird der Politszene so langsam bewusst, denn alle sozialen Absicherungssysteme, insbesondere, die der sog. Leistungsträger und Besitzenden sind abhängig von einem funktionierenden Kapitalmarkt, der schon seit längerer Zeit eben nicht mehr funktioniert. Der Druck den Kapitalismus (dessen größter Feind derzeit der Kapitalismus selbst ist) nun endlich nachhaltig zu retten wird immer größer. Hier geht es nicht mehr um solche Kleinigkeiten wie Akkumulation von Kapital, Dividenden, Renditen ....kurz: den Mammon. Nein, liebe Kollegen, hier geht es um weit mehr, nämlich "Das Rechtbehalten" der führenden Ideologen in Eintracht mit den Besitzenden, dass die Vision der (veremindlichen) Freiheit und die Idee des freien Eigentums (in Verantwortung=Kapitalismus) keine zum sterben verurteilten Patienten auf der Intensivstation der Weltmärkte sind, sondern vitale und zukunftsträchtige Athleten, die gerade mal eine kleine Durststrecke durchzustehen haben. Daher kommt es eher zum Krieg (als Ausrede) als zum Zusammenbruch des Systems. Die Finanzmärkte als Symbol dieses in der Seele tätowierten Gedankengutes werden sich erholen, aber jetzt noch nicht, jetzt noch nicht! Erst muss der Wachstumsgedanke ggü dem Sparen obsiegen, die Vielfach geforderte Bankenregulierung im Detail fixiert sein und die Krise zur Aufgabe der Kleingeistigkeit zwingen ... dann kommt die Wende ... Dies kann noch in diesem Jahr passieren spätestens im nächsten. Die Alternative wäre der totale wirtschaftliche Untergang ...den ich nicht erwarte. Meine ganz persönliche Einschätzung!!
  8. #17

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Die Haltung kann man sich als Schuldenmacher nicht leisten. Solange wir darauf angewiesen sind, dass z.B. Japaner oder Chinesen uns Geld leihen, ist der gute Ruf wichtig.
    Ich war mir bisher eigentlich immer sicher dass Deutschland in erster Linie bei seinen eigenen Buergern verschuldet ist.
  9. #18

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Ich war mir bisher eigentlich immer sicher dass Deutschland in erster Linie bei seinen eigenen Buergern verschuldet ist.
    Ich glaube das sind die Japaner. Nach der Bundesbank sind 51% unserer Schulden ausländisch.

    In jedem Fall aber wirkt ein Vertrauensverlust schwer.

    Es wäre schon folgenschwer, wenn nur ein Teil der Gläubiger das Vertrauen verliert. Die übrigen Gläubiger ("Investoren") würden Anleihen nur zu einem höheren Zins*satz zeichnen. Bei der ungeheuren Höhe der Staats*schulden ginge es schnell um Milliarden-Beträge, die der Staat jährlich mehr an Zinsen zahlen müsste!
    Staatsverschuldung: Glubiger


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