Klingt nach einem klassischen Schneeballsystem. Ist das nicht verboten?
DPANach der Pleite von Teldafax 2011 sorgt sich die Energiebranche nun offenbar um einen weiteren Billigstromanbieter. Laut einem Pressebericht haben die großen Konzerne die Firma Flexstrom unter Beobachtung gestellt. Wegen häufigem Zahlungsverzug verlangen die Netzbetreiber Vorauskasse.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-866910.html
Klingt nach einem klassischen Schneeballsystem. Ist das nicht verboten?
Ich betreibe das Spielchen namens "Anbieterwechsel" schon ein paar Jahre, um meine Verbrauchskosten zu senken. Ist über alles gesehen auch erfolgreich, allerdings ist ein großer Teil der versprochenen Einsparungen Bauernfängerei.
Die versprochenen Boni oder Frei-kWh gibt es erst am Ende des ersten Vertragsjahres, und oft genug werden im Folgejahr die kWh Preise so massiv angezogen, dass man schon nicht mehr von "günstig" reden kann.
Außerdem muss man sich alle Schreiben vom Anbieter genau und bis zum Ende durchlesen, auch wenn sie nur nach allgemeinem Blabla aussehen, sonst merkt man zu spät, dass das nächste Jahr sehr teuer wird.
So geschehen letztes Jahr bei Priostrom. Da kam ein Mail mit dem Titel "Aktuelle Strommarktwicklungen, Fortführung der Preisgarantie und Preisanpassung", mit viel Text über aktuelle Entwicklungen, und ganz am Ende fand ich, etwas versteckt in einem längeren Textabschnitt, eine Preiserhöhung von satten 50%. 5 min später war die Kündigung raus.
Wr sich darauf einlässt und von seinem "Standard-Versorger" weggeht, um zu einem Billig-Anbieter zu wechseln, muss darauf gefasst sein, spätestens all 2 Jahre wieder zu wechseln. Sonst wird's teuer, evtl. teurer als der Standard-Versorger.
Klingt allerdings auch danach, als ob man bewusst Zweifel streut, um die "Marktteilnehmer" zu verunsichern. Denn hierbei handelt es sich auch um normale Bürger, die bei der Teldafaxpleite mal eben so ein paar Hundert Euro in den Schornstein geschrieben haben - was dem einen oder anderen Haushalt nicht leicht fallen dürfte. Aber politisch gesehen fühlt sich keiner bemüssigt, diesem Gebahren einen Riegel vorzuschieben. Auf das der Bürger zwar Wechseln soll - aber im Problemfall alleine da steht. (Ist ja auch klar. Welcher Politiker wird sich schon mit den Energiekonzernen anlegen? Sind ja die späteren "Arbeitgeber" wenns mit der Wiederwahl nicht klappt)
man kann den Strom billiger anbieten als man Ihn einkauft, wenn man mit Vorkasse arbeitet.
200000 Kunden zahlen 30€ Vorkasse das sind dann mal eben 6 mio.
Nun hat der Anbieter 60 tage Zahlungsziel bei seinen Lieferanten, mit etwas geschick kann man 75-90 daraus machen.
6mio kurzfristig angelegt fuer 70 tage, bringt schon etwas. Wenn man nun mutig ist und direkt an der Boerse arbeitet, kann man sogar mehr daraus machen.
da ich davon ausgehe das mehr als die 200000 mit vorkasse zahlen wird die zahlt sogar groesser.
Es scheint aber so das die Firma es etwas uebtrieben hat und nun Ihre zulieferer verstimmt hat.
Aldi z.b. arbeitet mit 90 tagen, da sind die spannen noch viel groesser.
Wer bei 11 Cent pro kWh mit Vorkasse einsteigt, gehört bestraft!
Wenn andere seriöse Anbieter ca. den doppelten Preis und mehr verlangen (müssen), kann am Preis von 11 Cent etwas nicht stimmen.
Scheinbar war Teldafax für die Obersparfüchse nicht genug!
Alle wissen das Strom zu teuer ist, doch keiner kennt den Preis für eine Kilowattstunde! So ist das leider. Mein Mitleid für die betroffenen Kunden für ein eventuelles 2. Teldafax hält sich sehr in Grenzen.
D.h. Sie befürworten diese Casinomentalität? Wir drücken uns mit Billigst-Preisen in den Markt, und hoffen, dass wir das Geld gewinnbringend anlegen, um die definitiv höheren Kosten damit bezahlen zu können. Und wenn's nicht klappt, nennen wir uns halt Teldafax 2.
Naja, was soll die Firma machen wenn die Gewinne an der Börse einbrechen, und sie deswegen die Rechnungen nicht bezahlen kann? Dann muss sie halt warten und beten, dass die Kurse kurzfristig wieder steigen.
Sorry aber wenn's wirklich so läuft, ist das sicher kein stabiles Geschäftsmodell.
Bei den Stadtwerken meine Vertrauens mit Monatlicher Kündigung. Ich hatte eigentlich darauf gewettet das Flexstrom noch vor Teldafax zusammenbricht. Eines verstehe ich aber auch nicht, erst bemüht sich unser EU Energie Friemel dem Markt mehr Konkurrenz unter-zujubeln und im Zweifelsfall ist der Verbraucher der Dumme, wieso müssen die Stromfratzen nicht über eine Sicherheit verfügen?. Ne GmbH aufmachen und dann Pleite gehen nachdem die Verbraucher abgezogen wurden kanns ja nicht sein!.