Zwei Kinder an der Uniklinik Mainz sind tot, ein dritter Säugling könnte noch an einer verseuchten Infusion sterben*- ihm geht es laut Klinikleitung sehr schlecht. Staatsanwälte wollen nun klären, wie es zur Verunreinigung mit Keimen kam, im Verdacht steht die hauseigene Apotheke.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,713174,00.html
So tragisch das Geschehen auch ist: Man sollte nie vergessen, dass, wo gearbeitet wird, auch Fehler gemacht werden! Es ist eine Mär zu glauben, man könnte 100%ige Sicherheit immer gewährleisten.
Mein Mitgefühl den Angehörigen der toten Babies!
Dieser sinnlose Tot wäre sicherlich vermeidbar gewesen! In den meisten Krankenhäuser wird nur noch geschludert und Einsparungen stehen im Vordergrund! www.aerztepfusch.at Wenn Krankenhäuser krank machen!
...ist diese Geschichte weißgott schon genug - um so zynischer, welche verschwörungskäutze hier ihren miefigen senf ablassen. DAS müsste den Angehöhrigen wie Hohn vorkommen. Momentan sollte eher die Zeit des (stillen!) Beileids sein - gepaart mit der Forderung nach rückhaltloser Aufklärung. Die restlichen Fanatiker mögen einmal innehalten und darüber nachdenken, dass sie gerade tote Babys für ihre Zwecke instrumentalisieren.
Unterste Schublade.
Warum hat man den Säuglingen keine Muttermilch gegeben?
Muttermilch muss nicht erst zurecht gemischt wreden, sie ist bereits optimal zusammengesetzt, für jedes Baby die passende Mischung.
Sie ist keimfrei, wenn sie aus der Brust kommt, sie ist gut verdaulich und sie bietet neben allen lebensnotwendigen Stoffen gleichzeitig noch eine Menge Immunstoffe für das Baby.
Man kann sie bei Zimmertempereatur zwischen 6 und 8 Stunden lagern, im Kühlschrank halt sie sich ca. 2 Tage. Man kann sie sogar einfrieren.
Warum zur Hölle hat man den Babys keine Muttermilch gegeben ?
Vollste Zustimmung zu beiden Posts. Der Verweis auf angeblich krankenhauskeimfreie Nachbarländer ist übrigens eher Wunschvorstellung. Deutschland ist für die hervorragende medizinische Versorgung weltbekannt, auch wenn der notorisch-nörgelnde Deutsche das nicht gerne einsieht.
Unser Kind musste aufgrund einer extremen Frühgeburt nahezu acht Monate lang in verschiedenen Kinderkliniken betreut werden. Was wir in dieser Zeit erlebt haben lässt sich nicht mit wenigen Worten beschreiben. Angst, Trauer, Ohnmacht und Wut, Hoffnung und Demut. Neben der Aussicht, ein schwerstbehindertes Kind mit nach Hause zu nehmen (oder möglicher Weise auch ein verstorbenes), ist man konfrontiert mit einem mehr oder weniger modernen Klinikbetrieb.
Von der ersten Sekunde an steht man als Elternteil (bestenfalls) neben dem Inkubator - oft auch vor verschlossenen Türen. In einigen deutschen Neo-Intensivstationen dürfen Eltern mindestens 15 Stunden des Tages nicht zu ihrem Kind (In anderen rund um die Uhr).
In einer “unserer“ Kliniken war es uns, so lange unser Kind im Brutkasten lag (nahezu fünf Monate lang), nicht erlaubt, irgendwelche „pflegerische“ Tätigkeiten auszuführen (Grund: Hygienevorschriften). Gebadet, gewickelt, angezogen und ernährt wurde ausschließlich vom sogenannten Fachpersonal. So saßen wir Eltern daneben, wenn die gestresste aber examinierte Mitarbeiterin unserem Kind den Arm verschränkte, um es schnellstens umzuziehen oder ihm ein Fläschchen verabreichte, während es sich permanent verschluckte.
Es gab zahlreiche Ereignisse, die für unser Kind lebensbedrohlich wurden. Falsche Medikation (Verwechslung eines Medikamentenblattes), ein defekter Monitor bei der Überwachung der Herz-/Atemtätigkeit (Was zunächt nicht auffiel), multiresistente Keime mit entsprechenden Folgeerkrankungen.
Eltern bekommen nicht alles mit und wenn doch, neigen sie dazu, zu schweigen - man wird noch lange abhängig sein.
Als ich kein Kind hatte, hat mich das wenig interessiert. Heute bin ich misstrauisch. Ich weiß allerdings auch, dass die deutschen Verhältnisse - beispielsweise was Klinikausstattung und Behandlungsmöglichkeiten angeht - vergleichsweise top sind (Von Bildern hungernder Kinder in der Welt ganz zu schweigen). Doch was nutzt es, wenn der Umgang mit den Möglichkeiten von Menschen abhängt?