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Verschwundene Öl-Milliarden: Gierige Elite treibt Südsudan in den Staatsbankrott
AFPSeine Unabhängigkeit feierte der Südsudan euphorisch. Doch fast ein Jahr danach hat die Realität das bitterarme Land im Osten Afrikas eingeholt: Milliarden Dollar aus dem Ölverkauf sind verschwunden. Jetzt drohen der Staatsbankrott - und ein neuer Bürgerkrieg.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...837370,00.html
- #70 10.06.2012 16:40 von
- #71 10.06.2012 16:58 von
- #72 10.06.2012 17:04 von
Typisch
Und bald wird es im Ausland wieder Aufrufe geben man soll doch spenden für Hungernde. Immer das Gleiche. Nach 35 Jahren in Afrika kann ich nur sagen: Typisch!! Und, sorry wenn ich das mal so sag, doof wie die Europäer desbezüglich auch noch sind, wird gespendet anstatt endlich mal zu begreifen dass Afrika sich selbst helfen soll. Die Leute hier müssen endlich mal begreifen dass eine Regierung auch abgewählt werden kann, bez. muss. Solange das Ausland hilft wird sich in Afrika nichts ändern.
- #73 10.06.2012 17:04 von
Och Joh!
Da habe Sie teilweise Recht. Allerdings ist es allmählich unerträglich, seit Jahrzehnten permanent die x-te erste Hilfe zu geben und dabei zu sehen, wie sich für die langfristige Entwicklung im Bereich Bildung nur wenige, überwiegend private Hilfsorganisationen stark machen und diese federführend durchführen.
Es ist übrigens tatsächlich verwunderlich, wie problemlos es immer noch für Mitglieder der jeweiligen Machtcliquen möglich ist, Abermillionen auf "Privatkonten" in das Ausland zu schaffen. - #74 10.06.2012 17:11 von
Ich habe nie behauptet die afrikanischen Machthaber seien Saubermänner .Mir geht es um den Zusammenhang mit unserem Handeln und Denken . Viele Leute wollen das der Staat keine Entwicklungshilfe bezahlt weil sie null Bock dazu haben .Sparen ist halt angesagt.Solche Geschichten wie im Südsudan dienen lediglich als Vorwand die Hilfe zu streichen.
Das diese Kleptokraten härter angepackt werden sollen habe ich ja bereits erwähnt. - #75 10.06.2012 17:33 von
Und das Streichen wäre in den allermeisten Fällen richtig.
Staaten die viel Entwicklungshilfe erhalten entwickeln sich statistisch gesehen eher schlechter als Staaten die wenig Hilfe bekommen.
Ja, aber Sie sehen hier "den Westen" in der Pflicht.
Das ist grundfalsch.
Die Kontrolle und die nötigen Sanktionen gegen korrupt Politiker und Beamte müssen aus dem betroffenen Land selbst kommen.
Ich fürchte Afrika braucht hier einen grundlegenden Werte und Metalitätswandel. - #76 10.06.2012 17:36 von
Zum Nachlesen
In der Tat, ich bedanke mich für die letzte Spiegel-Literatur-Empfehlung! Jeder, der jetzt und in Zukunft über Afrika und die offensichtlich kontinentüblichen Klau&Mordsitten nachdenkt, möge die einigermaßen schlüssige Theorie aus Why Nations Fail in Betracht ziehen.
Leider. Mit jedem Euro halten wir den vicious circle am Laufen. Alternativen? Jedem, der raus will, die Möglichkeit eröffnen, und/oder die noch-nicht-failed-nations wie Südafrika oder Botswana nach Kräften unterstützen.
Der Kirche oder amerikanischen Betschwestern-NGOs spenden - bloß nicht!!
Stammes-Kulturabende (mit therapeutischem Trommeln) - boykottieren.
Endlich mit dem blödsinnigen Glauben aufhören, daß es "fair gehandelte" Produkte aus diesen Ländern gibt.
DIe einzige Möglichkeit, dem normalen John Doe kurzfristig zu helfen, ist der Einmarsch. Langfristig Fluchthilfe. Alles andere ist Zeit- und Geldverschwendung. - #77 10.06.2012 17:37 von
Das hat nichts mit Gutmenschen zu tun
Im Wesentlichen sind es nicht Gutmenschen und politisch Korrekte, die da den Laden weiter am Laufen halten werden, sondern die politischen Handlanger der Ölkonzerne und diese selbst. Denen ist es im Zweifelsfall egal wie verrottet das Land ist, hauptsache es hat genug Ruhe da unten um ungehindert fördern zu können (bzw. sich die Reserven für die Zukunft zu sichern). Und Hauptsache man ist schneller als die Konkurrenz, da kommt es auf ein paar Milliönchen mehr oder weniger nicht an.
Daher besteht auch nicht das geringste Interesse, den Korruptionssumpf trocken zu legen oder die lokalen "Eliten" von der Macht zu entfernen. Akkurate Beispiele aus der Region sind Nigeria und Äquatorial-Guinea...
Aber - wollen wir nicht alle Auto fahren und Heizöl im Tank haben? Wer gibt denn letztendlich den Verbrechern die Macht? Darüber sollte mal nachdenken, wer hier danach schreit, bloß keine Entwicklungshilfe mehr zu zahlen und südsudanesische Kinder lieber verhungern zu lassen... Aber Hauptsache die Daumenschrauben bei den Ärmsten und Wehrlosesten ansetzen - naja, wer das schon im eigenen Land gut findet, der wird kaum mehr Empathie für Afrikaner haben... - #78 10.06.2012 18:12 von
Mißstände werden bei uns beschönigt
Die Geber haben offensichtlich alte Fehler wiederholt und von Anfang Missstände beschönigt. Mangel an Transparenz, Verantwortlichkeit und demokratische Teilhabe an Entscheidungen vor Ort und Mangel an Rechtsstaatlichkeit wurden bagatellisiert. Es sind Ganoven, die ihre Schöpfkellen in die Geldströme halten. Die Führung des Landes muß von außen gedrängt werden, auf das Wohl des Landes zu achten, z.B. die Verantwortlichen und ihre Hintermänner zu zwingen das veruntreute Geld zurückzuerstatten. Es muß mehr politische Bedingungen für Hilfsleistungen geben.Entwicklungshilfe-die ja nicht eingestellt werden wird- darf keine Dauerhilfe werden und nicht die originär staatlichen Aufgaben wie Bildung und Gesundheitsversorgung übernehmen, denn unendliche Milliardenzahlungen aus dem Ausland zementieren die Abhängigkeit der Regierung. Sie verhindert, dass sie gegenüber der Bevölkerung Rechenschaft ablegt und verlangsamen eine nachhaltige Entwicklung. Es geht darum Menschen in die Lage zu versetzen, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Nichts wäre schlimmer, wenn sich auch das neue Land an die Versorgungskultur durch den Westen gewöhnt, ohne selbst größere Bildungsanstrengungen zu unternehmen. Ohne ein Mindestmaß an Wissen wird sich der Südsudan nicht entwickeln. Es ist die Pflicht und Schuldigkeit eines jeden Staates hierfür die Grundlagen zu schaffen. Die neue Führungsschicht sollte z.B. von Ruanda lernen, dass Bildung-85 Prozent der Bevölkerung sind Analphabeten- die einzige Möglichkeit ist den Sprung aus der Armut zu schaffen. Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"
- #79 10.06.2012 19:05 von
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