Forum


 

Verschärfte Standards: Foxconn-Arbeiter streiken wegen iPhone 5

APManche iPhone-5-Käufe beschweren sich über Kratzer am Gehäuse ihrer neuen Geräte. In den Werken des Zulieferers Foxconn wurden daraufhin die Standards verschärft. Nach einer Massenschlägerei in einem Werk kam es nun zu einem Streik in einem anderen. Der Hersteller wiegelt ab.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...-a-859813.html
  1. #1

    Ohne Worte.

    Das alles ist nur noch furchtbar. Alle wissen unter welchen Bedingungen solche Produkte hergestellt werden. Der Druck wird immer nach unten weiter gegeben, dort wo sich die Menschen nicht wehren können. Ich hoffe das die Menschen aufstehen und sich wehren und, dass wir uns wirklich mal Gedanken über unser Konsumverhalten machen sollten. Das kann doch nicht ewig so weitergehen.
  2. #2

    Ja, das ist heuchlerisch!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Manche iPhone-5-Käufe beschweren sich über Kratzer am Gehäuse ihrer neuen Geräte. In den Werken des Zulieferers Foxconn wurden daraufhin die Standards verschärft. Nach einer Massenschlägerei in einem Werk kam es nun zu einem Streik in einem anderen. Der Hersteller wiegelt ab.

    Streik in Foxconn-Werk wegen iPhone-5-Produktion - SPIEGEL ONLINE
    Nur ein Käuferstreik kann hier Positives bewirken, das müßte ihnen doch klar sein. Stllen siesich nur vor,Sie oder jemand aus ihrer Familie müßte dort schuften...
  3. #3

    optional

    1,2 Mio Arbeitsplätze für flüchtende Landbevölkerung.
    Und während SPON und anderen satten linken, die Arbeitsbedingungen auf dem Land und 96% Chinas egal ist, und man stattdessen den Arbeiter vor den furchtbarem Weg zum Wohlstand schützen will ... hat der Chinese offenbar ganz andere Pläne ...
    http://www.bild.de/video/clip/foxconn/trotz-randale-und-schlechter-arbeitsbedingungen-arbeiter-stehen-bei-foxconn-schlange-agvideo-26408022.bild.html
  4. #4

    Ausbeuterei

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Manche iPhone-5-Käufe beschweren sich über Kratzer am Gehäuse ihrer neuen Geräte. In den Werken des Zulieferers Foxconn wurden daraufhin die Standards verschärft. Nach einer Massenschlägerei in einem Werk kam es nun zu einem Streik in einem anderen. Der Hersteller wiegelt ab.

    Streik in Foxconn-Werk wegen iPhone-5-Produktion - SPIEGEL ONLINE

    Das ist kein isoliertes Apple-Problem!

    Foxconn ist als einer (!) von vielen (!) Auftragsfertiger auch für andere Firmen tätig und deckt einen sehr großen Computerbereich ab. Samsung, LG, nVidia, AMD, intel, Lenovo/IBM, Acer, HP, Dell und viele, viele andere, sie alle lassen (große) Teile ihrer Produkte anderweitig herstellen.

    Und wenn die Firma dem geneigten die Entscheidung überlässt zwischen Samsung Galaxy S3 und einem Iphone 5, entscheidet man sich zwischen Teufel und Beezelbub.

    Und auch sonst: wie auch in anderen Branchen (z. B. Modegigant H&M lässt unter menschenunwürdigsten Bedingungen in Kambodscha produzieren), entscheidet letztlich der Konsument. Doch diesem scheint Ausbeuterei ziemlich gleichgültig zu sein. Hauptsache: haben.
  5. #5

    Das ist nicht nur bei Mikroelektronik so!!!

    Sondern auch bei Kaffe, Textilien und bei einer hier wirklich stark erweiterbaren Liste...
    Lösung: weniger Egomanie, weniger Alufelgen, ganz allgemein weniger Konsum- undurchsetzbar; weil schon undurchführbar, was würde unsere westliche Wirtschaft bzw. die Weltwirtschaft zu einem Konsumenten wohl sagen, welcher dieses mit Leben fühlen würde?
    Ergo, weiter den Krug zum Brunnen tragen und hoffen das er einem nicht selbst aus der Hand fällt...
    Schönen Gruß
  6. #6

    Solidarität

    Hier hilft nur die Solidarität der Intennationalen Arbeiterschaft. Aber wenn von den Käufern des Iphone 5 interessiert schon unter welchen Bedingungen sein Handy produziert wird. Haupzsächlich immer das neueste Model in der Tasche zum Protzen. Erst wenn es an den eigenenKragen geht ,wird sich bewegt! So tragen wir Mitschuld an dem Elend in der Welt!
    Mein Handy kann nichts ,außer für mich die Notdienste oder meine Familie alamieren und ist ein Urahn von Nokia und mindestens schon 15 Jahre alt.
  7. #7

    Sklaverei?

    Genau das ist es. Nicht besser als im alten Rom. Nur daß wir unsere Sklaven nicht mehr zu Gesicht bekommen. Oder glaubt hier ernsthaft jemand, eine Näherin könnte gerecht entlohnt werden bei T-shirt Preisen unter 5 €?
  8. #8

    Noch fehlen Bestätigungen anderer Quellen - die China Labor Watch, die Organisation, auf die sich der Spiegel hier beruft, sitzt nicht direkt vor Ort, sondern hat ihren Sitz in New York. Es ist auch möglich, dass die Informationen über einen großen Streik nicht zutreffen und dass die Firma hier recht hat. Das muss überprüft werden, bevor gesagt wird, die Firma „wiegelt ab“. Zudem produziert Foxconn etwa nur zu 15 Prozent für Apple - der Großteil der Produktion wird für anderen Größen der Branche (HP und Microsoft sind erwähnt worden) erledigt. 75 Prozent der Intel-Mainboards stammen von Foxconn. Es dürfte kaum einen PC in Deutschland ohne Foxconn-Teile geben. Die Massenschlägerei, die im Artikel erwähnt wird, hat auch in einer Fabrik stattgefunden, in der eher weniger iPhone-Teile hergestellt werden, sondern für andere Hersteller produziert wird. Es ist gut, dass die Produktionsbedingungen in China näher beleuchtet werden. Doch wenn, dann bitte sorgfältig - und ohne die Schuld einem einzigen Anbieter (Apple) anzuhängen. Das verschleiert die Tatsachen und lässt viele im Gefühl, dass sie ja nichts zu tun haben mit dem Problem.
  9. #9

    Nachricht

    Ich arbeite seit kurzem in einem Call-Center von einem Mobilfunk-Anbieter.
    Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie geil die Leute auf dieses iPhone 5 sind, ich finde es schon abartig.

    Lieferzeiten zwischen 2-8 Wochen (je nach Modell), die Leute packen es aus, kommen mit der sensiblen (schwarzen) Kante an den Pappkarton -zack ein Kratzer/ eine Schliere drauf, also zurück das ganze.
    Nochmal 2-8 Wochen warten.

    Und keinen interessiert es, dass sich dafür Menschen die Hände blutig arbeiten. Zwei Kunden konnte ich schon zu einem anderen Smartphone bringen, von dem zumindest offiziell solche Sachen nicht bekannt sind.

    Langfristig muss man den Menschen verinnerlichen, dass sie ein Produkt kaufen, welches
    a) nicht notwendig und
    b) nur für den Moment ein Statussymbol ist.


TOP



TOP