Verpatzter Börsengang: Sammelklagen gegen Facebook

REUTERSDer verpatzte Börsengang von Facebook entfacht neue Rechtsstreitigkeiten. Nach dem Börsenbetreiber Nasdaq stehen jetzt auch das Unternehmen selbst und die beteiligten Banken im Visier: Mehrere Kanzleien reichten Sammelklagen enttäuschter Anleger ein. Sie verlangen Schadensersatz.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...834814,00.html
  1. #50

    verstehen die Anleger, wie der Aktienmarkt funktioniiert

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der verpatzte Börsengang von Facebook entfacht neue Rechtsstreitigkeiten. Nach dem Börsenbetreiber Nasdaq stehen jetzt auch das Unternehmen selbst und die beteiligten Banken im Visier: Mehrere Kanzleien reichten Sammelklagen enttäuschter Anleger ein. Sie verlangen Schadensersatz.

    Facebook-Börsengang: Investoren verklagen Nasdaq wegen Technikpanne - SPIEGEL ONLINE
    sorry, versteh ich nicht.
    wenn ein Markt nach dem Gesetzt von Angebot und Nachfrage geregelt wird, dann doch der Aktienmarkt.
    Dann sind doch die Anleger selbst schuld, wenn sie das Papier nicht kaufen und den Preis durch ihre Nachfrage auf das Niveau bringen, das sie haben wollen. Sie haben es doch selbst in der Hand, durch ihre Nachfrage.
    dh sie sind selbst schuld und müssten gegen sich selbst klagen.#
    oder hab ich da was falsch verstanden?
    Gruß Slowboarder
  2. #51

    Zitat von innajjanni Beitrag anzeigen
    Da ich diesen ganzen "Börsenkram" leider immer noch nicht so ganz verstanden habe und es hier eigentlich schön greifbar sein sollte:

    Die Aktie hat in 3 Tagen 18% verloren, bzw die Anleger haben 18% von ihrem Aktiengegenwert verloren.

    Wer hat diese 18% gewonnen? Bitte sagt mir jetzt nicht Morgan, Goldman und JP...sonst ist es ja wirklich nur noch zum Kopf gegen die Wand hauen.

    Im prinzip Facebook selbst, allerdings nur indirekt.
    Folgende transaktionen finden statt:

    1. Anleger <---> Facebook: 42 $ / aktie

    2. Anleger <---> 1. Anleger: 35 $ / aktie

    Facebook hat 42 $ pro aktie erhalten im gegenzug für firmenanteile. Der 2. Anleger erwirbt vom 1. Anleger die anteilsrechte für nur 35 $ / aktie. Die differenz "besitzt" facebook, da facebook dem 2. Anleger nunmehr nur 35 $ schuldig ist falls es die aktien zurückkaufen möchte.

    Die Banken verdienen an den börsengebühren. Die Bank gewinnt immer ;)
  3. #52

    Zitat von cato. Beitrag anzeigen
    Ich hätte jetzt auch eher erwartet, dass jene die gegen Facebook wetten Klagen würden, immerhin wurde am Freitag der Kurs manipuliert, sodass er nicht unter Ausgabekurs fällt ...
    Den gesamten Freitag über lagen abermillionen Kauforder zum Ausgabepreis von 38,-USD vor.

    Woher wollen Sie wissen, dass diese manipulativ waren?
  4. #53

    Sammelklagen

    Wenn die SEC keine betruegerischen oder manipulatorischen Veraenderungen bei dem Boersengang feststellt, beim Emittenten, ist mit der Klage wohl kaum ein Obsiegen moeglich. Etwas merkwuerdig sind die Geruechte, Mitarbeiter von Facebook hatten die Emissionsbanker dazu ueberredet, bestimmte Einschaetzungen zu der Aktie waehrend der Emission herunterzunehmen. Das ist schon ungewoehnlich. Systemausfaelle bei Computersystemen einer Boerse sind wohl kaum etwas, was mit Klagerecht auf Schadenersatz zu belegen waere. Das alles geht vermutlich aus wie`s Hornberger Schiessen. Glauben die Spekulanten, sie koennten Aktien kaufen und haetten Treasury Bonds ? Die haben wirklich Vorstellungen.
  5. #54

    Es ist ganz einfach

    Zitat von innajjanni Beitrag anzeigen
    Da ich diesen ganzen "Börsenkram" leider immer noch nicht so ganz verstanden habe und es hier eigentlich schön greifbar sein sollte:

    Die Aktie hat in 3 Tagen 18% verloren, bzw die Anleger haben 18% von ihrem Aktiengegenwert verloren.

    Wer hat diese 18% gewonnen? Bitte sagt mir jetzt nicht Morgan, Goldman und JP...sonst ist es ja wirklich nur noch zum Kopf gegen die Wand hauen.
    Es ist ganz einfach. Niemand hat etwas verloren. Die Leute wollten eine Aktie kaufen und sie haben eine Aktie bekommen und sind jetzt mit einem Milliardstel am Wohl und Wehe des Unternehmens Facebook beteiligt. Der Kurs der Aktie ist jetzt gefallen, er kann in der Zukunft auch weiter fallen, oder aber steigen. Aber dennoch sind die Käufer weiterhin Eigentümer eines Anteils an Facebook. Sollten sie Zweifel am Kurs des Managements haben und Verluste befürchten, können sie in die Hauptversammlung gehen und das Management abwählen. Dass der Kurs gesunken ist, ist kein Grund sich deswegen weniger über den Kauf zu freuen. Wenn Sie ein Waschmittel kaufen, und am nächstenTag finden Sie bei Aldi das gleiche Waschmittel um 9 cent billiger, können Sie deswegen ja auch nicht den Supermarkt verklagen, bei dem Sie teurer gekauft haben.
  6. #55

    Meine Schadenfreude istumermesslich ... ehrlich. Seit Wochen kann man in sämtlichen Foren (auch amerikanischen) und selbst hier im SpOn-Forum von 9 von 10 Nutzern lesen, dass dieser Börsengang die ganz große Abzocke der Kleinanleger sein würde und dass die Blase spätestens einige Tage nach dem Börsengang platzt. Und jetzt ist es so weit und es gibt immer noch vertrottelte Anleger, die sagen, sie hätten davon nix mitgekriegt. Und wenn jetzt einige Anleger Facebook vorwerfen, die Börsenunterlagen seien schlampig zusammengestellt gewesen, dann frage ich mich, wieso die dann die Aktien überhaupt kaufen. Hätte man das nicht vorher sehen können, was da los ist? Die Umsatz- und Gewinn-Probleme bei Facebook wurden doch nun international in sämtlichen Medien, Foren und Blogs breitgetreten.

    Alle Leute, die trotzdem gekauft haben, bedaure ich nicht. Die haben halt einfach Pech gehabt oder waren schlichtweg einfach zu blöde, um das Offensichtliche zu sehen.
  7. #56

    Spielkasino Börse

    Die Börse war früher ein Markt, wo Erhverbstätige notwendiges Geld bekommen konnte, für ihre Gewerbe-Notwendigkeiten. - Die Börse hat sich verwandelt, und ist heute einfach ein Spiel-Kasino. Man kann gewinnen - und verlieren.. - meistens verlieren (kleine Anleger), - Die grossen Anleger gewinnen immer, - und die kleinen zahlen. - Es ist völlig gerecht so...!
  8. #57

    Die Frage, was Facebook wert ist,

    Zitat von RTS Beitrag anzeigen
    Kein Mitleid mit den Anlegern, wenn selbst Laien wie Spatzen von den Dächern pfeifen, dass das nur schief gehen kann. Ein Unternehmen, das 3 Milliarden Umsatz im Jahr macht und mehr wert sein soll als mehrere große Unternehmen, die seit Jahrzehnten an der Börse notiert sind? Es ist ein Witz und die Spatzen kichern sich einen weg.
    stellen sich Viele - in einer Usergruppe in LinkedIn wird gerade diskutiert, ob es Sinn macht, sich in FB gegenseitig "hochzuliken" -
    wir testen das mal - wo doch sogar Google sich vor der Konkurrenz
    in die Hosen macht.

    Ich habe meine Zweifel (genauso kann ma durch die FuZo rennen),
    obwohl ich naturgemaess auch in FB nur Geschaeftsleute finde,
    war da nicht mal von Studis die Rede ? Sozial ? Noe, Business !
    Ich weiss echt nicht, woran ich bin.

    Aber egal, in den USA werden demnaechst die ersten Klagen von
    Leuten durchgelassen, die gegen ihre Eltern wegen nicht standesgemaesser Geburt klagen.

    Und das ist ja auch ihr gutes Recht !
  9. #58

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    Zitat von runzel Beitrag anzeigen
    Die Begründung habe ich noch nicht ganz verstanden.
    Zu viele Aktien auf dem Markt: War die Anzahl denn nicht bekannt?
    Preis: Der war definitiv bekannt.
    Prognosenkorrektur: Haben wirklich Infos gefehlt, die ALLE potentiellen Anleger einsehen können MÜSSEN oder wie?
    Ich vermute mal, dass es daran liegt:
    Bei ihren Vorwürfen stützen sich die Anwälte auf Berichte von US-Medien, unter anderem des "Wall Street Journal". Demnach haben nur eine Handvoll ausgewählter Großkunden der Banken von den gesenkten Erwartungen an das künftige Facebook-Geschäft erfahren.
    Ergo, den meisten scheint möglicherweise die doch recht wichtige Information gefehlt zu haben.

    Wenn ich mir Aktien einer Firma kaufe und die Gewinnprognosen liegen bei 50 Mio. und kurz vor dem Verkauf wird die auf 30 Mio gesenkt, ohne dass man rechtzeitig davon erfährt, so ist das meiner Meinung nach ein Grund zur Klage. Den börsennotierte Unternehmen (und solche die es werden wollen) unterliegen einer sehr strengen Auskunftspflicht.

    Sollten die beteiligten Banken tatsächlich nur einige ausgewählte Großkunden darüber informiert haben, so ist das ein klarer Gesetzesverstoß und solte entsprechend geahndet werden. Allerdings hält sich mein Mitleid mit den Betroffenen (auf beiden Seiten) in argen Grenzen.
  10. #59

    Menschen lernen nie dazu

    Zitat von der-schwarze-fleck Beitrag anzeigen
    Was für eine bescheuerte Welt, erst Risikoanlagen kaufen oder sich aufschwatzen lassen und dann jammern, dass man nicht gleich zum Millionär geworden ist. Rasch zum Anwalt rennen, der sollte dann nur ordentlich bei seinen däm..... Klienten abgreifen und hat dann eine, wenigstens reale Chance, reich zu werden.
    Man muss feststellen dass man nicht dazulernen will, also lassen wir sie ruhig weiterpokern.
    Es sind doch alles erwachsene Bürger.
    HR