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Verpatzte Anleiheauktion: Spanien bekommt weniger Geld als erhofft

REUTERSGerade erst hat die Regierung in Madrid neue Einsparungen angekündigt, dennoch verlief eine Auktion von Staatsanleihen nun enttäuschend: Spanien musste höhere Zinsen bieten als bisher und konnte sich nicht so viel Geld leihen wie geplant. Investoren äußerten sich besorgt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...825761,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gerade erst hat die Regierung in Madrid neue Einsparungen angekündigt, dennoch verlief eine Auktion von Staatsanleihen nun enttäuschend
    Nicht "dennoch", sondern deswegen. Spanien wird in die Abwärtsspirale getrieben. Die Schuldenquote ist nicht höher als die deutsche, aber die Einsparungen sollen relativ größer sein als die in Griechenland. So wird die Rezession verschlimmert, die Steuereinnahmen sinken, das Defizit steigt.
  2. #2

    Super Geschäft für die Banken

    Multimillionär in drei Schritten:
    Schritt 1: 2,6 Milliarden für 1% bei der EZB für 3 Jahre leihen
    Schritt 2: 2,6 Milliarden für 2,89% an Spanien für 3 Jahre verleihen
    Schritt 3: 3 Jahre lang netto jährlich 49 Millionen verdienen

    Jetzt weiß man, warum die Banken und die sie stützenden politischen Kreise so gegen Eurobonds sind.
  3. #3

    Warum sollte ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gerade erst hat die Regierung in Madrid neue Einsparungen angekündigt, dennoch verlief eine Auktion von Staatsanleihen nun enttäuschend: Spanien musste höhere Zinsen bieten als bisher und konnte sich nicht so viel Geld leihen wie geplant. Investoren äußerten sich besorgt.

    Verpatzte Anleiheauktion: Spanien bekommt weniger Geld als erhofft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Warum sollte das Aufnehmen neuer Schulden ein Ende der Schuldenkriese signalisieren?
    Solange die (EU-)Staaten mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen und das Defizit durch neue Schulden decken wollen, ohne eine ausreichende und gesicherte Einnahmesituation zu erreichen, gibt es keinen Anlaß an ein Ende der Schuldenkriese zu glauben.
  4. #4

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Warum sollte das Aufnehmen neuer Schulden ein Ende der Schuldenkriese signalisieren?
    Solange die (EU-)Staaten mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen und das Defizit durch neue Schulden decken wollen, ohne eine ausreichende und gesicherte Einnahmesituation zu erreichen, gibt es keinen Anlaß an ein Ende der Schuldenkriese zu glauben.
    Man kapiert eh nicht, warum man einen Haushalt nicht mal um 5% runterschrauben kann.
    Wird nicht mittlerweile mehr an Zinsen gezahlt, als das eigentliche Defizit groß ist?
    Könnten wir ohne den alten Schuldenberg nicht ohne Neukreditaufnahmen leben?

    Im Grunde gehört das staatliche Schuldenmachen verboten.
  5. #5

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Warum sollte das Aufnehmen neuer Schulden ein Ende der Schuldenkriese signalisieren?
    Solange die (EU-)Staaten mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen und das Defizit durch neue Schulden decken wollen, ohne eine ausreichende und gesicherte Einnahmesituation zu erreichen, gibt es keinen Anlaß an ein Ende der Schuldenkriese zu glauben.
    Hallo d.r.u

    Selbstverständlich geht das:

    Die EZB muss den Banken einfach billiges Geld zur Verfügung stellen, dann können die das den Staaten leihen und die können damit die Zinsen für fällige Anleihen zahlen und neue Anleihen ausgeben.

    Aber da die Summen aufgrund der Neuverschuldung und des Zinseszins immer größer werden muss die EZB einfach immer mehr Geld zur Verfügung stellen.

    Dadurch ist das Problem für immer gelöst.

    -ABER...
    - Ich sagte für immer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    <Ironie aus>
  6. #6

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Man kapiert eh nicht, warum man einen Haushalt nicht mal um 5% runterschrauben kann.
    In Spanien ist nicht der Staat, sondern der private Sektor überschuldet. Kürz der Staat nun seine Ausgaben, sinken damit die Einnahmen der privaten Haushalte noch mehr als ohnehin schon (25% Arbeitslosigkeit), die Entschuldung des privaten Sektors wird also zusätzlich erschwert, die Gesundung der Volkswirtschaft verzögert.

    Wird nicht mittlerweile mehr an Zinsen gezahlt, als das eigentliche Defizit groß ist?
    Wenn Sie das ändern möchten, müsste man das Defizit also vergrößern...:-) Die Zinszahlungen stehen schließlich fest, wird das Defizit verkleinert, liegt es irgendwann unterhalb der Zinszahlungen. Aber was soll das aussagen?

    Könnten wir ohne den alten Schuldenberg nicht ohne Neukreditaufnahmen leben?
    Je nach Staat, das drückt der sog. Primärsaldo aus, das ist das Defizit bzw. der Überschuß vor Zinsen. Italien hatte lange Zeit einen Primärüberschuß. Um aber den Schuldenberg abzutragen, muss man schließlich logischerweise tilgen, um also in Zukunft mehr zu haben, muss heute verzichtet werden. Sie und viele andere werden vermutlich sagen, das sei trotzdem vorteilhaft. So eindeutig ist das aber nicht in jedem Fall.

    Im Grunde gehört das staatliche Schuldenmachen verboten.
    Es galt bis in die 1930er Jahre als normal oder selbstverständlich, dass der Staatshaushalt immer ausgeglichen sein muss außer in Kriegszeiten. Die Folgen waren häufige und tiefe Rezessionen und schließlich die Weltwirtschaftskrise. Die damaligen Fehler werden leider nun in Europa wiederholt.
  7. #7

    Das war einmal ein guter Beitrag!

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    In Spanien ist nicht der Staat, sondern der private Sektor überschuldet. Kürz der Staat nun seine Ausgaben, sinken damit die Einnahmen der privaten Haushalte noch mehr als ohnehin schon (25% Arbeitslosigkeit), die Entschuldung des privaten Sektors wird also zusätzlich erschwert, die Gesundung der Volkswirtschaft verzögert.


    Wenn Sie das ändern möchten, müsste man das Defizit also vergrößern...:-) Die Zinszahlungen stehen schließlich fest, wird das Defizit verkleinert, liegt es irgendwann unterhalb der Zinszahlungen. Aber was soll das aussagen?


    Je nach Staat, das drückt der sog. Primärsaldo aus, das ist das Defizit bzw. der Überschuß vor Zinsen. Italien hatte lange Zeit einen Primärüberschuß. Um aber den Schuldenberg abzutragen, muss man schließlich logischerweise tilgen, um also in Zukunft mehr zu haben, muss heute verzichtet werden. Sie und viele andere werden vermutlich sagen, das sei trotzdem vorteilhaft. So eindeutig ist das aber nicht in jedem Fall.


    Es galt bis in die 1930er Jahre als normal oder selbstverständlich, dass der Staatshaushalt immer ausgeglichen sein muss außer in Kriegszeiten. Die Folgen waren häufige und tiefe Rezessionen und schließlich die Weltwirtschaftskrise. Die damaligen Fehler werden leider nun in Europa wiederholt.
    Dies war nun ein guter Beitrag von Ihnen.

    Weltwirtschaftskrise

    Wenn es also zu weitere Kreditausfällen bei den Banken kommen sollte, dürfte sich die Lage der Banken verschlechtern und weitere staatliche Stützungsaktionen erforderlich machen. Die sich daraus ergebenen binnenwirtschaftlichen und finanztechnischen Folgen sind absehbar.

    Spanien: Rajoy hofft auf engen Draht nach Berlin - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Spanien: In Spanien geht die Angst um - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
  8. #8

    Mörderrenditen

    2,89% ??

    Ja Wahnsinn. Das kompensiert dem Gläubiger ja fast die Inflation.
  9. #9

    Das Problem heißt Arbeitslosigkeit

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Nicht "dennoch", sondern deswegen. Spanien wird in die Abwärtsspirale getrieben. Die Schuldenquote ist nicht höher als die deutsche, aber die Einsparungen sollen relativ größer sein als die in Griechenland. So wird die Rezession verschlimmert, die Steuereinnahmen sinken, das Defizit steigt.
    Die Investoren schauen nämlich nicht nur auf das Defizit und auf die massiven Einsparungen im Wert von 27,3 Mrd. Euro - nach spanischen Angaben ist dies die härteste Rosskur seit Franco. Sie schauen auch auf Wachstum und auf Arbeitslosigkeit, und da sieht es düster aus. Spanien steckt tief in der Rezession und nähert sich der katastrophalen Zahl von 5 Millionen Arbeitslosen - das ist es, was das Vertrauen der Anleger erschüttert. http://lostineurope.posterous.com/di...elen-nicht-mit








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