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Vernetzt statt unterwegs: Junge US-Bürger verzichten auf den Führerschein

AFPFür US-Amerikaner war der Führerschein lange ein absolutes Muss, doch das hat sich geändert. Forscher meinen, das Internet sei der Grund für diesen Trend - und wollen das auch mit Daten aus Deutschland belegen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...826264,00.html
  1. #60

    Zitat von Arnos_Weltbild Beitrag anzeigen
    Sic transit gloria mundi - die Nebenkosten eines Handys können allerdings genauso wie damals die Nebenkosten des AUtos ganz schnell den Etat sprengen...
    Das stimmt. Wenn ich die (unterhalts-)Kosten meines ersten Autos 1991 ansehe (das Auto war ein Geschenk meines Onkels; rostiger Volvo 144) waren die wohl niedriger als eine heutige iPhone-Flatrate(ca. 50 Euro).
    Mein momentaner Mercedes (~500Euro/Jahr) ist allerdings auch guenstiger als sowas.
  2. #61

    Zitat von earl grey Beitrag anzeigen
    Warum haben sie dann nicht bemerkt, das der Artikel von dem Führerscheinverzicht in den USA handelt, aber 2/3 aller Beiträge über Deutschland sind? Gerade bei Führerschein und Auto sind beide Länder überhaupt nicht zu vergleichen.

    Aber wie schrieb hier jemand so treffend: die Menschheit wird immer dümmer...
    Sieht man an ihnen, oder?
    Thema:
    Facebook statt Führerschein?
    Dass soziale Netzwerke den Trend weg vom Auto fördern können, wollen die Forscher mit Daten aus 15 Ländern belegen.

    Ihren Daten zufolge sank neben den USA in sieben weiteren Ländern der Anteil jüngerer Bürger mit Fahrerlaubnis - und zwar in Schweden, Norwegen, Großbritannien, Kanada, Japan, Südkorea und Deutschland. Obwohl in Deutschland 2005 der Führerschein mit 17 Jahren eingeführt wurde, sank zwischen 2002 und 2009 (für 1983 liegen keine Daten vor) der Anteil der 18- bis 24-Jährigen mit Führerschein.
    In den anderen Staaten stieg dagegen der Anteil Jüngerer, die einen Führerschein hatten - das waren Finnland, Israel, die Niederlande, die Schweiz, Spanien, Lettland und Polen.

    Was unterscheidet beide Ländergruppen? Nach Angaben der Forscher sind die Staaten mit sinkender Fahrbegeisterung wohlhabender, die Bevölkerung dort ist im Schnitt älter, mehr Menschen leben in Großstädten - und sie nutzen das Internet mehr.

    Es gebe zwar noch nicht genug Daten, um mit Sicherheit zu sagen, dass Teenager und junge Erwachsene Ausflüge durch Internetnutzung ersetzen - "aber es gibt starke Belege für die Hypothese", meint Sivak.
    Und da explizit auf ' In Deutschland ist das genauso, in Holland aber nicht, weil..' darf ein jeder wohl seine Meinung zu den Gruenden in D. und dem (Nicht)Unterschied zu Holland kundtun.
    Oder?
  3. #62

    ÖPNV, Carsharing

    Zitat von Freyss Beitrag anzeigen
    In vielen Ländern und Städten haben Straßenmaut, Stadtmaut, (uA. London, Stockholm eine Staumaut) Parkplatznot, daraus resultierende horrende Parkkosten, eine schier endlose Anzahl von Ampeln die Sinnlos geschaltet sind und andere hinderliche Bremsgelegenheiten bzw. städtische Ausbremsversuche die den Verkehrsfluß immer weiter verzögern, ein umdenken forciert.
    Der Autofahrer ist zur Melkkuh unserer heutigen Zeit geworden. Immer neue oder steigende Abgaben - insbesondere wenn man auf das Auto dringend angewiesen ist - lassen einen die Ohnmacht spüren.

    Zitat von Freyss Beitrag anzeigen
    Warum braucht man da ein Auto? In Ballungsgebieten ist die Notwendigkeit einfach nicht mehr da. Die ProfiCard, die von Arbeitgebern noch mitfinanziert wird, tut ihren Beitrag. Für die 30-50Euro, im Monat je nach Stadt und Verkehrsverbund, spart man immer noch genug um hin und wieder ein Taxi in anspruch nehmen zu können.
    Die Preise für die ProfiCard stimmen nicht ganz, prinzipiell unterstütze ich die Aussage aber. Hinzuzählen würde ich noch das Carsharing, das bei mir für den Fall "Baumarkt-Einkauf" u.ä. herhalten muss. Zwar ist man auch dort nicht vor steigenden Energiekosten gefeit. Aber die Erhöhung von vor wenigen Wochen um einen Euro-Cent pro Kilometer ist mehr als moderat.
  4. #63

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Hmm. Ich als 'stinknormaler' Motorenbauer; nicht werkseigen; wage schon zu behaupten dass ich mir zutraue auch moderne Motoren zu zerlegen und wieder zusammenzubauen.
    Habe das letzte Woche auch wieder mal mit einem T5-Motor bewiesen (Nockenwellenantriebsschaden).
    Das trauen sich (mit zweifelhaftem Ausgang) noch ganz andere zu. Ich werde nie vergessen, wie ich einmal in Berlin-Neukölln miterlebt habe, dass ein schwarz arbeitender Soz-Empfänger, heroinabhängig, auf der Straße die Zylinderköpfe eines 7er BMW zerlegt hat. Die Ventile, Kipphebel, Nockenwellen, Schrauben usw. lagen fein säuberlich aufgereiht auf dem Bürgersteig zwischen dem Hundekot.
  5. #64

    Zitat von Kanzleramt Beitrag anzeigen
    ... und zwar schon seit Anbeginn der Menschheit ;-)
    Das die meisten Leute hier mit Geschichten aus Deutschland einen Artikel über die USA kommentieren, ist tatsächlich kein Zeichen von Intelligenz.
    Vor allem das jeder glaubt, sein kleiner Ausblick in die Welt wäre die komplette Realität ist sehr belustigend. Die Azubis in meiner Firma hängen ständig im Internet auf irgendwelchen Auto/Tunning Seiten rum, soll ich daraus jetzt den Niedergang des Fahrrads ableiten?
  6. #65

    Zitat von Venator14 Beitrag anzeigen
    Das die meisten Leute hier mit Geschichten aus Deutschland einen Artikel über die USA kommentieren, ist tatsächlich kein Zeichen von Intelligenz.
    Die meisten hier Schreibenden sind durchaus intelligent, denn sie gehen davon aus, dass sich der Trend aus den USA auch in Deutschland fortsetzen wird und berichten von ihren Einschätzungen, die ja mehrheitlich in diese Richtung gehen.
    Einfach mal den Assoziationssprung mitmachen und nicht immer alle anderen für doof erklären.

    Zu der Situation der Autoindustrie, die im Übrigen bald wieder nach einer Abwrackprämie quäken wird, fallen mir auch noch die Gehälter der Manager ein, die sich diametral zur Zukunftsfähigkeit deutscher Automobile entwickeln. Vielleicht auch hier einmal eine FRAU einstellen, das wär doch was, liebe Autoindustrie. Urbane, stromgetriebene, schicke, kostengünstige Fortbewegung erwarte ich mir von einer weiblichen Managerin eher als von den antriebgesteuerten Machos, die uns seit Jahren mit mehr PS, mehr Verbrauch und mehr CO2 beglücken.
  7. #66

    ...

    Zitat von bembel71 Beitrag anzeigen
    Ohne Auto zu leben gilt schon fast als Statussymbol der „Besserverdiener“.
    Jaaa, klar, die "Elite von Morgen" ... Dieser Elite darf ich immer erklären, warum ich als Taxifahrer eben nicht "mal eben die Uhr ausmache".

    Zitat von bembel71 Beitrag anzeigen
    Wer dagegen in den billigen Randgebieten lebt und zwischen mehreren Minijobs pendeln muss, ist natürlich auf das Auto angewiesen. Und in der Unterschicht ist ein dickes Auto immer noch ein Statussymbol. Ein Hauptschulabbrecher kann mit einem PS-starken Auto in seiner Clique Eindruck machen – ein Akademiker macht sich damit eher lächerlich bzw outet sich als Proll.
    Ich hoffe der Teller Arroganz zum Frühstück hat geschmeckt? Fein ...

    Solches Sozialschichten-Geschwafel ist der Grund, weshalb ich lieber arbeiten gehe, anstatt zu studieren.

    Erinnert mich immer an die drei Studenten, die vor drei Wochen ins Taxi gestiegen sind.

    "Einmal nach Panitzsch für die Elite von morgen. Hier hast'n Zehner, lass die Uhr aus." Zur Info, das is ne 15-km-Tour, also rund 22 €.

    Wenn die - wenn überhaupt - mal meine Rente zahlen, bin ich froh wenn ich mit 67 schon six feet under liege.

    Ich muss mit meinem Auto nicht angeben. Das hab ich mir selbst erarbeitet und gekauft, weils mir Gefallen hat - man gönnt sich ja sonst nichts.

    Öffentlicher Personen-Nahverkehr: Klingt schön, im realen Leben isses eher Viehtransport ...
  8. #67

    ...

    Zitat von tiefenrausch1968 Beitrag anzeigen
    Man sollte sich eigentlich sehr freuen, dass der Individualverkehr in den USA abnimmt, das kommt dem Klima sehr zugute.
    Jaaa, das Klima, der Religionsersatz für die Kirche ... Is ja auch viel Geiler, man kann das Auto verteufeln und selbst Sonntagspredigten halten.

    Zitat von tiefenrausch1968 Beitrag anzeigen
    2. Das schlechte Image
    Ja, durch Leuten wie Sie ...

    Zitat von tiefenrausch1968 Beitrag anzeigen
    4. Die Usability des Automobils, die viel zu wenig auf die Zielgruppen Jugend und Frauen schaut
    Frauenautos gibts zu Hauf: VW Beetle, Fiat 500, Renault Twingo: Leistung egal, Hauptsache kunffig und die Farbe passt zur Handtasche ...

    Zitat von tiefenrausch1968 Beitrag anzeigen
    6. Die Stagnation bei umweltfreundlichen Autos, die vor allem für umweltbewusste Jugendliche unerschwinglich sind.
    Dann sollen die Jammerlappen aufhören, die deutsche apokalyptische Angst- und Panik-Presse zu konsumieren und richtige Autos kaufen.
  9. #68

    Zitat von querollo Beitrag anzeigen
    Würd ich so nicht sagen. Ich hab keinen Führerschein - und das hat mich weder in der Arbeit noch in meiner persönlichen Freiheit eingeschränkt. Und mit Facebook hat das auch nichts zu tun. Eigentlich ist alles ganz einfach und ich vermute, dass bei anderen ohne Führerschein die Lage ganz ähnlich ist.

    1. Ich habe immer in Großstädten gewohnt
    und da ist ein eigenes Auto eher lästig. Nie findet man einen Parkplatz und wenn man einen Garagenstellplatz mietet, zahlt man horrende Gebühren und muss im Zweifelsfall genauso weit gehen wie zur nächsten U-Bahn-Station. Mit ÖPNV und Fahrrad kommt man da besser und schneller ans Ziel

    2. Ich kann rechnen
    Wer Anschaffunskosten, Sprit, Versicherungen, Reparaturen, Garagenstellplatz etc. zusammenrechnet wird schnell zu dem Ergebnis kommen, dass für Großstadtbewohner selbst Taxifahren billiger ist. Wozu da soll man da ein Auto haben?

    3. Ohne Auto reist es sich bequemer
    Im Flugzeug, in der Bahn im Bus habe ich schon meine Arbeit erledigt nette Bekannschaften, oder einfach nur ein Nickerchen gemacht. Am Steuer meines Autos könnte ich das nicht. Ich muss auch nicht durch mir unbekannte Städte irren, um mir unbekannte Orte zu finden. Ich sag dem Taxifahrer einfach, wo ich hin will.

    Es gibt sicherlich Lebensbedingungen, unter denen ein Führerschein geradezu erforderlich erscheint. Wenn man mit vier Kindern auf dem Land lebt zum Beispiel. Auf mich trifft das allerdings nicht zu - und auf amerikanische Jugendliche in ihrer Mehrheit offenbar auch nicht.
    Zu 1:
    Kommt auf die Stadt an. Und nicht jeder WILL in einer Großstadt leben. Ich lebe zum Beispiel gerne im ländlichen Raum im Schatten einer größeren Stadt.

    Parkplatz findet man zentral in der Innenstadt ohne Ende. Das nennt sich Parkhaus oder Tiefgarage. Und bei Stundenpreisen zw. 1-2€ ist das ganze auch noch erschwinglich. Meistens gibts ja auch Läden, die einem den Parkschein bezahlen, wenn man bei ihnen was eingekauft hat.

    Zu 2:
    Es muss kein Neuwagen sein. Ein alter Benziner reicht auch. Damit kommt man entspannt und komfortabel am Ziel an. Komfortabler als sich neben stinkende fremde Menschen setzen zu müssen. Man kann auch zu später Uhrzeit herumfahren, ohne Angst haben zu müssen. Und man hat keine störenden Menschen um sich herum, die meinen, ihre Telefonate interessierten jemanden im Zug. Warum nehmen die nicht gleich ein Megafon zum Telefonieren?
    Zudem wüsste ich nicht, wo ich meine Beine verstauen sollte in einem Zug. Als 2m-Mensch ist mir das Sitzplatzdesign von Zügen wirklich ein Rätsel. Die arbeiten wohl noch mit Normen aus dem 18. Jhdt.

    Zu 3:
    Ohne Auto reist man mit Stress.
    Mit dem Auto komme ich meistens schneller und günstiger an. Von Haustür zu Haustür. Und meine Koffer muss ich auch nicht von Umstieg zu Umstieg hin und herwuchten. Einmal in den Kofferraum getan und fertig.

    PS: Schon mal was von Navigationsgeräten gehört? Da muss ich mich auch in fremden Städten nicht sonderlich auskennen. Die neuartigen Geräte mit "Live"-Diensten haben sogar eine sehr zuverlässige Stauumfahrungsfunktion.
  10. #69

    USA und Deutschland...

    Zitat von earl grey Beitrag anzeigen
    Warum haben sie dann nicht bemerkt, das der Artikel von dem Führerscheinverzicht in den USA handelt, aber 2/3 aller Beiträge über Deutschland sind? Gerade bei Führerschein und Auto sind beide Länder überhaupt nicht zu vergleichen.

    Aber wie schrieb hier jemand so treffend: die Menschheit wird immer dümmer...
    Immer den Artikel lesen und dann posten... ;)
    Dass soziale Netzwerke den Trend weg vom Auto fördern können, wollen die Forscher mit Daten aus 15 Ländern belegen. Ihren Daten zufolge sank neben den USA in sieben weiteren Ländern der Anteil jüngerer Bürger mit Fahrerlaubnis - und zwar in Schweden, Norwegen, Großbritannien, Kanada, Japan, Südkorea und Deutschland.
    Vernetzt statt unterwegs: Junge US-Bürger verzichten auf den Führerschein
    Da steht eindeutig Deutschland. Da es sich um ein deutsches Forum handelt, beziehen sich die meisten Beiträge natürlich auf Deutschland. Allerdings haben Sie schon recht. Es sind automobil zwei verschiedene Welten. Manch soziales Phänomen ist aber ähnlich und Moden schwappen meist von den USA nach Europa über. Die letzte war die SUV-Welle. Was kommt als nächstes..?

    Schian Grauß...








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