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Vermögensreport: Schweizer sind weltweit am reichsten

REUTERSNie zuvor besaßen die Menschen so viel Geld wie im vergangenen Jahr. Das ist das Ergebnis einer Studie der Allianz zum weltweiten Privatvermögen. Allerdings ist der Reichtum sehr ungleich verteilt - und er wächst langsamer als früher. Westeuropäer wurden sogar ärmer.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...856390,00.html
  1. #1

    Berechnungsmethoden?

    Aus dem Text erschliesst sich zwar, dass in Deutschland die Rentenerwartungen nicht in die Berechnung einbezogen wurden. Allerdings liegt dieses Geld ja in den staatlichen Rentenkassen (bzw. liegt eben nicht, da ja Renten im Umlageverfahren bezahlt werden und kein persönliches Vermögen sind). Wie sieht das bei den Berechnungen für die hohe Schweizer Vermögenssumme aus? Da in der Schweiz ausser für die eher bescheidenen staatlichen Renten auch für eine obligatorische private/berufliche Rente gespart werden muss (kein Umlage- sondern ein Ansparmodell), fliesst dieses Geld wohl in die Berechnung ein. Ohne dieses Pensionskassenvermögen - das für die Alterssicherung unumgänglich und unbedingt notwendig, aber eben persönliches Vermögen ist - sähe der Vermögensbetrag pro Kopf wohl anders aus. Aber wie?
  2. #2

    .......

    Tja, da kann man es mal wieder schön sehen, überall wo sich der Staat übermäßig in das Wirtschaftsleben einmischt (Staatsquote) bleiben die Bürger rel. arm.

    Allerdings könnte man bei uns die formidablen Rentenansprüche noch als fiktives Vermögen dazurechnen ;-)



    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nie zuvor besaßen die Menschen so viel Geld wie im vergangenen Jahr. Das ist das Ergebnis einer Studie der Allianz zum weltweiten Privatvermögen. Allerdings ist der Reichtum sehr ungleich verteilt - und er wächst langsamer als früher. Westeuropäer wurden sogar ärmer.

    Allianz-Studie: Finanzkrise lässt Vermögen global nur langsam wachsen - SPIEGEL ONLINE
  3. #3

    Titel

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Tja, da kann man es mal wieder schön sehen, überall wo sich der Staat übermäßig in das Wirtschaftsleben einmischt (Staatsquote) bleiben die Bürger rel. arm.

    Allerdings könnte man bei uns die formidablen Rentenansprüche noch als fiktives Vermögen dazurechnen ;-)
    Absatz 1 ist vollkommen richtig erkannt. Zwangsbeglückung ist eine teure Angelegenheit mit zweifelhaftem Effekt.

    Absatz 2 ist etwas unlogisch - in Anbetracht der Diskussion um Altersarmut in DE. So weit kann es mit den Renten nicht her sein.
    Bei den Pensionen sieht es natürlich anders aus, die dürften in DE Weltspitze sein.
  4. #4

    Bitte bei der Wahrheit bleiben!

    Rentenhöhe: "In die Berechnung der Versicherungsvolkswirte fließen allerdings weder Immobilienbesitz noch die in Deutschland relativ hohen Rentenansprüche ein."
    Das schreibt der SPIEGEL in diesem Artikel. In Wahrheit jedoch befinden sich deutsche Renten ganz unten in Europa, die sind nämlich gemessen am vorher bezogenen Lohn die niedristen in ganz Europa, Ostblockländer mit eingerechnet.
    Vermutlich unterscheidet der Redakteur nicht zwischen Renten und Pensionen. Letztere erhalten Beamte, Richter und Abgeornete und sogar, ohne dass sie einen einzigen Cent an Beiträgen dafür bezahlen müssen, vollkommen auf Kosten der Allgemeinheit. Rentner mit durchschnittlichem Einkommen zahlen bis zum Eintritt in die Rente durchschnittlich so viel Beiträge, die ausreichen würden, um davon ein Zweifamilienhaus zu bauen.
    Die ausbezahlten Renten liegen durchschnittlich bei unter 700 Euro. Dagegen liegen Pensionen durchschnittlich bei 1.600 Euro.
  5. #5

    Ich versteh die Welt nichtmehr?

    Wie kann das sein? Jetzt lese ich in dem Forum fast jeden tag das die USA kurz vor dem totalen bankrott und auf dem Weg Richtung 3. Welt sind, und hier ist nun ersichtlich das fast 40% des globalen Reichtums auf die USA entfallen? Und ein doppelt so hohes Vermögen pro Kopf als die Deutschen? Amerikahasser bitte erklärt mir wie sowas zustande kommt! Wann wird denn nun der Untergang kommen?
  6. #6

    Schweiz

    Während die Deutschen immer wieder in Kriegen ihr Hab und Gut verloren, kennen die Schweizer schon seit Jahrhunderten keinen Krieg mehr. Somit kam bei ihnen in dieser Zeit immer nur etwas hinzu. Lernen wir Deutschen mal was?
  7. #7

    Die Plünderung der kleinen Leute

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nie zuvor besaßen die Menschen so viel Geld wie im vergangenen Jahr. Das ist das Ergebnis einer Studie der Allianz zum weltweiten Privatvermögen. Allerdings ist der Reichtum sehr ungleich verteilt - und er wächst langsamer als früher. Westeuropäer wurden sogar ärmer.

    Allianz-Studie: Finanzkrise lässt Vermögen global nur langsam wachsen - SPIEGEL ONLINE

    Dazu passt der schockierende Artikel auf den Nachdenkseiten:

    Die Steuerflucht-Mafia bekämpfen*|*NachDenkSeiten – Die kritische Website

    "... Morgenthau schrieb [1936] an Präsident Roosevelt „Wir haben noch viel zu viele Fälle von moralischem Betrug, d.h. Steuervermeidung mit als zweifelhaft anzusehenden Begründungen, die keinen wirklichen Bezug zum realen Geschäftsleben haben und derer sich kein anständiger Mensch bedienen würde. Sie haben ihr Regierungsamt mit dem Anspruch angetreten, für mehr Moral im Wirtschaftsleben zu sorgen. Wir brauchen mehr Moral und Anstand in den Beziehungen der Bürger zu Ihrer Regierung … Durchschnitts-Arbeitnehmer und Gewerbetreibende bedienen sich nicht solcher Methoden, die große Masse der Steuerpflichten gibt anständige Steuererklärungen ab. Der Fakt, dass Leute, die sich selbst als Wirtschaftselite sehen, den Fiskus betrügen oder sich ihm entziehen, ist nicht nur für unsere Steuereingänge von Nachteil, sondern auch für die anderen Bürger der Gemeinschaft, die die Machenschaften der Steuerhinterzieher hinnehmen müssen. Durch Steuerhinterziehung der einen erhöht sich die Last der ordentlichen Steuerzahler, die selbst über weniger Mittel verfügen.
    Erfolg und Akzeptanz unseres Steuersystems hängen sowohl von einer guten Finanzverwaltung als auch von ehrlichen Steuererklärungen der Steuerzahler ab. Wir können zu Recht von Leuten der Oberschicht mehr Moral und Anständigkeit erwarten, als das bei den Steuererklärungen im Jahr 1936 der Fall war.“

    So, da sind wir spätestens heute wieder.

    "Dieser Alarmruf Henry Morgenthaus gegen Betrug und Steuerflucht setzte eine klare und eindeutige New Deal-Politik zur Besteuerung der sehr reichen Bürger in Gang. Roosevelt erklärte 1936, zwei Jahre nach dem Revenue Act, der die Besteuerung der Reichen neu fasste, „Steuern sind der Beitrag, den wir leisten, um das Privileg von Mitbestimmung und Teilhabe an einer organisierten Gesellschaft genießen zu können“."

    Tja, auf so einen Alarmruf können wir bei der heutigen Parteienlandschaft lange warten. Dort ist man vielzusehr damit beschäftigt mittels Rettungsschirmen die Rendite der Reichen sicherzustellen.
  8. #8

    In der Schweiz regiert das Volk, - und nicht der politische Arm des Geldadels!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    [b]Vermögensreport: Schweizer sind weltweit am reichsten[/u]
    Nie zuvor besaßen die Menschen so viel Geld wie im vergangenen Jahr. Das ist das Ergebnis einer Studie der Allianz zum weltweiten Privatvermögen. Allerdings ist der Reichtum sehr ungleich verteilt - und er wächst langsamer als früher. Westeuropäer wurden sogar ärmer.

    Allianz-Studie: Finanzkrise lässt Vermögen global nur langsam wachsen - SPIEGEL ONLINE
    Anscheinend schadet es den Schweizern überhaupt nicht, dass dort das populistische Volk tatsächlich der Souverän ist, und nicht wie hier das unmündige Nutzvieh von Politikern, die für ihre Mandatsausübung das Recht auf straffreie Korrumpierbarkeit durchgesetzt haben.

    Aber das ist ja eigentlich auch ziemlich naheliegend, denn deutsche Politiker bedanken sich für ihre Treueprämien ja schon seit langem damit, dass sie der Kapitallobby jeden Wusch erfüllen, und die Kosten dafür über Kopfprämien in die Mittel- und Unterschicht ableiten.

    Die direkte Demokratie ist wohl ein effektives Instrument, um sich vor Ausbeutung durch eine korrupte Politikerkaste zu schützen. Sie hat die Schweizer z. B. auch davor geschützt, gegen den Mehrheitswillen in den Euro gezwungen zu werden!
  9. #9

    Keine wirkliche Überraschung!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nie zuvor besaßen die Menschen so viel Geld wie im vergangenen Jahr. Das ist das Ergebnis einer Studie der Allianz zum weltweiten Privatvermögen. Allerdings ist der Reichtum sehr ungleich verteilt - und er wächst langsamer als früher. Westeuropäer wurden sogar ärmer.

    Allianz-Studie: Finanzkrise lässt Vermögen global nur langsam wachsen - SPIEGEL ONLINE
    Die Entwicklung bzw. dieses Ergebnis ist nicht sonderlich überraschend.
    Die Schweiz hat weder am 1. noch am 2. Weltkrieg teilgenommen, ihre
    eigene Währung und das damit verbundene Spar- und Anlagevermögen
    in Franken wurde somit nicht durch eine Inflation mit anschließender
    Währungsreform vernichtet. Großräumige Zerstörungen oder auch
    Gebietsverluste fanden ebenso nicht statt. Ein eigener Kapitalstock
    konnte somit langfristig aufgebaut werden.

    Das besondere Problem für die ökonomisch leistungsfähigen Euroländer
    sind die fehlenden Aufwertungsgewinne. Ihre
    Leistungsbilanzüberschüsse dienen in erster Linie dem Erhalt der
    Eurozone, da die meisten Euroländer erhebliche Leistungsbilanzdefizite
    ausweisen. Verschiedene Volkswirtschaften wurden in einer
    Währungszone zusammengefasst. Die daraus resultierenden
    ökonomischen Ungleichgewichte werden über die EZB (Target 2, ELA,
    LTRO, ein einheitlicher Niedrigstzinssatz, Ankauf von Staatsanleihen)
    und über die Fonds EFSF und ESM an- bzw. ausgeglichen. Dies hat
    einen entscheidenden Einfluss auf die nationalen
    Einkommensentwicklungen, den eigenen Vermögensaufbau und für die
    eigene langfristige Vorsorgeplanung.

    Dazu einige Fakten zum besseren Verständnis, die die komplexen
    volkswirtschaftlichen Zusammenhänge besser veranschaulichen
    können:

    Weltwirtschaft: Deutschland hinkt der Schweiz hinterher - Konjunktur - Politik - Wirtschaftswoche
    Euro-Krise: Glücklich ohne Euro - Deutschland - Politik - Wirtschaftswoche
    Mayers Weltwirtschaft: Euro abwerten - Mayers Weltwirtschaft - FAZ
    DEBATTE: Der verheimlichte Super-GAU - DEBATTE - FOCUS Online - Nachrichten








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