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Vermasseltes Wettrudern: Das "Ärgernis", das aus der Themse kam

AFPEr störte eines der berühmtesten Ruderrennen der Welt, jetzt muss Trenton Oldfield dafür büßen: Beim Wettrudern zwischen Cambridge und Oxford war er aus Protest gegen "elitäres Denken" ins Wasser gesprungen. Die Richter setzten ihn nun vorerst auf freiem Fuß - belegt mit einer kuriosen Auflage.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...829168,00.html
  1. #10

    sehe ich genauso

    Zitat von energyturnaround Beitrag anzeigen
    "Zudem musste sich Oldfield gegen Vorwürfe wehren, seine Haltung sei scheinheilig, weil er selbst aus gut betuchten Verhältnissen stamme."

    Das ist ja lustig. .....
    eine erstaunliche aufregung über ein "spiel" zwischen zwei "lehranstalten".
  2. #11

    Gute Eliten sind wünschenswert

    Die Aktion von Trenton Oldfield sehe ich negativ, sie war zu selbstsüchtig, unangemessen - gerade weil es in diesem Fall einige harmlosere Alternativen gibt, um Aufmerksamkeit zu erregen, ohne das Rennen zu sabotieren. Spinner haben kein Recht zu Sabotage - was, wenn viele so abdrehen würden?

    Eliten sind wichtig, das Wettrudern bedarf viel Arbeit/Anstrengung und ist in England einigermaßen beliebt - Trenton Oldfields Aktion war nicht gerechtfertigt oder vom Volk gedeckt. Man sollte es den Eliten aber nicht zu leicht machen, es muss Kontrollen geben (hier z.B. Dopingkontrollen). Die Elite muss (möglichst absolut und objektiv) aus den besten bestehen. (alles imho)
  3. #12

    Ich will in die Zeitung

    Zitat von Handschlag Beitrag anzeigen
    Eine gelungene Aktion. Der Umstand, dass nur Rudervereine zweier Universitäten zum Rennen zugelassen sind zeigt deutlich deren elitäres Verständnis.

    Coole Aktion. Und die Leute dort getroffen, wo es schmerzt.
    Soso. Man vermiest Leuten was. Sehr cool. Wirklich.
    Die einzige Rechtfertigung dafür: Es war elitär.
    Aha. Dann darf man das natürlich. Elite ist schließlich böse.

    Am besten lassen wir die Geschicke der Welt vom Unelitären bestimmen, von den Deppen also.
    Und wenn irgend jemand was hat oder macht, was ich nicht habe, kann oder darf: Zerstören. Ist schließlich cool...
  4. #13

    Dummfug

    Zitat von Handschlag Beitrag anzeigen
    Eine gelungene Aktion. Der Umstand, dass nur Rudervereine zweier Universitäten zum Rennen zugelassen sind zeigt deutlich deren elitäres Verständnis.

    Coole Aktion. Und die Leute dort getroffen, wo es schmerzt.
    Von Anfang an war es ein Wettkampf dieser beiden Mannschaften.
    Warum also sollte jetzt auf einmal die Rudermannschaft der Ruhruniversität in Bochum ebenfalls startberechtigt sein?
  5. #14

    Nein, saudumme Aktion!

    Zitat von Handschlag Beitrag anzeigen
    Eine gelungene Aktion. Der Umstand, dass nur Rudervereine zweier Universitäten zum Rennen zugelassen sind zeigt deutlich deren elitäres Verständnis.

    Coole Aktion. Und die Leute dort getroffen, wo es schmerzt.
    ...Sie zeigen mit Ihrem Beitrag, dass sie wieder die Geschichte des englischen Unisystems kennen noch die Boat Race kennen und auch nicht die Themse! Ich kenne beides - und war frueher fuer selbst Mitglied eines Londoner Ruderklubs.

    Frueher bis in die 30er Jahre des 19. Jahrhunderts gab es in England nur zwei Universitaeten: Oxford und Cambridge. Als 1829 das Boat Race erstmalig ausgetragen wurde war es deshalb logisch, dass nur diese beiden Unis gegeneinander das Boat Race austragen koennen. Es ist auch deshalb logisch, da die Rivalitaet zwischen Oxford und Cambridge schon lange vor dem Boat Race bestand!
    Wer die Themse kennt weiss, dass sie recht kurvig ist: sprich vier Boote nebeneinander teilnehmen zu lassen wuerde zu Unfaellen und Chaos fuehren - insbesondere wenn jeder Steuermann dann um die beste Linie kaempft.

    Ach ja noch etwas: Ca. 250.000 Menschen stehen entlang des Fusspfades der Themse um sich das Rennen anzuschauen. Diesen Menschen bedeutet das Rennen viel - das Boat Race ist einfach Teil der kulturellen Landschaft Englands.

    Ihnen persoenlich wuerde ich empfehlen, mal selbst kompetitiv zu rudern. Sie wuerden schnell merken was fuer ein harter Sport das ist - vielleicht wuerden Sie dann solche Sprueche bleiben lassen!
  6. #15

    Zitat von Handschlag Beitrag anzeigen
    Eine gelungene Aktion. Der Umstand, dass nur Rudervereine zweier Universitäten zum Rennen zugelassen sind zeigt deutlich deren elitäres Verständnis.

    Coole Aktion. Und die Leute dort getroffen, wo es schmerzt.
    Nun, es gibt nicht nur die Arroganz der Eliten sondern auch die Arroganz der Dummheit.

    Sie sind ein gutes Beispiel dafür.
  7. #16

    Meiner Meinung nach ist Trenton Oldfield ein Selbstdarsteller.

    Schon die Tatsache, dass er als Australier in London lebt, ist elitär. Während so mancher Australier noch stolz ist, dass seine Vorfahren im Tower "gewohnt" haben können, bewohnt er mit seiner Freundin eine Eigentumswohnung im Wert von 350.000 Pfund. Sein Vater macht dies möglich.

    Sein Verhalten ist einfach respektlos. Selbst ein Londoner der Arbeiterklasse käme nie auf die Idee an Ostern in die Themse zu steigen. Den Neopren-Anzug würde er sich nicht leisten wollen. Man kann nur hoffen, dass es bei den Olympischen Spielen keine Nachahmer geben wird.
  8. #17

    Oldfield bekam seine 15 Minuten Berühmtheit. Verändern wird er garnichts.

    Wer erinnert sich noch heute an die junge Frau, die 1968 in Båstad, Schweden, während des Davis Cup Tennis Matches Rhodesia gegen Schweden auf den Platz stürmte und das Netz entzwei schnitt um damit gegen die Apartheid zu protestieren? Keiner, nicht einmal das Internet. So wird es mit Oldfields Querschuss auch kommen.
  9. #18

    Ich weiß überhaupt nicht, was man an dieser miesen, egoistischen und eitlen Aktion von dem Selbstdarsteller Mr. Oldfield irgendwie gut finden kann.

    Da gibt es auch nichts mit Pseudo-Sozio-Geschwätz zu rechtfertigen, was der gemacht hat, ist zutiefst unsozial gegenüber den Studis. Sozial hat nämlich irgendwas mit Gemeinschaft zu tun. Sowas kann nur rechtfertigen, wer selber noch nie mühsam für einen Wettkampf trainiert hat.

    Da gibt es nichts zu diskutieren, dieser Typ hat Studenten, die sich hart auf den Wettkampf vorbereitet haben und darauf gefreut haben, ebenso wie abertausenden Zuschauern, vorsätzlich und grundlos die Freunde genommen und ich hoffe, dass dieser Herr vom Richter dafür mit einer Geldstrafe belegt wird, die ihm so richtig wehtut, damit er mal selber erfährt, wie das so ist, für lau zu schuften.
  10. #19

    Da sieht man wieder, was das für Jecken sind!
    Eine Pirateninsel mit Krone! Nix sonst!
    ( Okay, die Befreiung von Napoleon und Hitler wäre ohne England nicht möglich gewesen. )

    Dennoch würde mich interessieren, wie die feinen Pinkel aus Oxford und Cambridge das Berufsleben meistern wollen, wo ständig mit allen Unvorhersehbarkeiten zu rechnen ist t!?!
    Brechen die Elitefatzken auch sofort zusammen, hauen sich statt Ruderblättern ihre London Times und MacBooks um die Ohren oder duellieren sich gar?

    Es werden schon seltsame Ur-Riten gepflegt auf der Insel, was ist da besser, Spanische Stierkämpfe oder das Liverpooler „Grand National“, bei dem vorletzte Woche wieder zwei Pferde zu Tode gebarrt wurden ?

    Es ist in jedem Fall bemerkenswert was so passieren kann, wenn in einer militärisch ausgerichteten Londoner Bushaltestellenwarteschlange sich plötzlich jemand quer zur Linie hinstellt und die hinter ihm Wartenden völlig aus dem Konzept geraten.








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