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Verleumdungsvorwürfe: Pjöngjang droht Südkoreas Medien mit Raketenangriff

DPAAls "Werbegag" bezeichneten südkoreanische Medien angeblich ein Kinderfest in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang - für das Regime von Kim Jong Un ein schlimmer Affront. Der Norden hat mit seine Raketen nach eigenen Angaben mehrere Zeitungen und TV-Sender ins Visier genommen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...836756,00.html
  1. #20

    Zitat von H-Vollmilch Beitrag anzeigen
    Im falle militärischer Auseinandersetzungen muss man dem einfach NK-Soldaten einfach warme Kost anbieten, dann desertieren die in Scharen.
    Trotzdem sollte Nordkorea militärisch nicht unterschätzt werden. N-Korea verfügt (lt. Wikipedia) über eine Armee von ca. 1 Million Soldaten. Diese sind, wie die gesamte Bevölkerung, indoktriniert und glauben auch daran, was die staatlichen Medien im Lande verbreiten.

    Letztendlich ist Nordkorea dem Süden und seinen Verbündeten militärisch weit unterlegen. Das weiß die Führung in Nordkorea natürlich. Doch ein Krieg würde hunderttausenden Soldaten und Zivilisten auf beiden Seiten das Leben kosten und auch in Südkorea schwere Zerstörungen bewirken. Die Führung Nordkoreas würde sicher nicht davor zurückschrecken, Raketen gegen die Städte Südkoreas einzusetzen.

    Wir wissen aus unserer eigenen Geschichte, dass Archie und seine Bande völlig skrupellos Soldaten und Zivilisten verheizt haben, obwohl schon lange klar war, dass der Krieg verloren war. Die Generäle, die Eliten und die Bevölkerung haben diesen Wahnsinn bis zur Kapitulation mitgemacht.

    So bleibt nur zu hoffen, dass die Regierung Nordkoreas ihre bisweilen skurrilen Drohungen nicht in die Tat umsetzt.
  2. #21

    Drohgebärden

    An der nur 25 km von Seoul entfernten Grenze stehen sich seit zig Jahrentausende angespannte Soldaten gegenüber.
    Und jetzt diese sinnlosen Drohgebärden. Das beruhigt die Lager keineswegs. Wenn doch jemand mal abdrückt, bedarf eines besonnen Verhaltens der "großen Brüder" um eine Katastrophe zu verhindern. Auf chinesischer Seite sollte langsam mal ein ernsthaftes Wort mit diesem Herrn geredet werden. Hat der nichts anderes zu tun, zB die prekäre Lage der Bevölkerung zu verbessern? Meine Güte, was für ein Blödmann!

    Grüße Kalle Bond
  3. #22

    Wenn es nicht so traurig wäre....

    ...würde ich sagen:

    Möge uns diese Freakshow noch ein Weilchen erhalten bleiben. Die hat allerhöchsten Unterhaltungswert.

    Aber leider sind die irgendwie gefährlich und die Menschen tun mir auch Leid!
  4. #23

    Ich sehe es noch kommen, die Amis haben einen Pakt mit den Südkoreanern,

    dass die Nordkoreaner unbedingt gerne ausprobieren möchten, ob ihre Armee mit den Amis gleichziehen kann. Sicherlich sind die mit 1,5 Millionen Soldaten enorm mannschaftsmässig überlegen, aber ob die schonmal was von präzise fliegenden Marschflugkörpern gehört haben ? Die muss man nicht unbedingt mit atomaren Sprengköpfen bestücken, es gehen auch schöne Vakuumbomben, die sind fast genau schlimm in der Wirkung, aber konventionelle Bewaffnung, Was glauben die wohl, wie lange die Amis bräuchten, um ihre Kindergartenarmee aus der Luft kampfunfähig zu machen ?

    1 Woche, 2 oder drei Wochen ?

    Ich tippe auf eine Woche, Marschflugkörper, Luftwaffe, Bombardement und dann hörst Du von diesen Grossmäulern jahrelang kein Wort mehr. Das Einzige, was die schützt, bislang noch, ist die Hegemonialmacht China, die Amis haben keine Lust, sich mit den Chinesen anzulegen. Falls ihnen aber doch mal der Kragen platzt, wäre dies im Bündnisfall, falls die Grossmäuler des Nordens südkoreanisches Staatsgebiet mit Truppen oder mit Raketen nachhaltig beschiessen. Insbesondere gäbe auf die nordkoreansische Klappe, falls irgendeiner auf die Irrsinnsidee käme, eine ihrer vorsintflutlichen Atombabybomben gegen Südkorea einzusetzen, dann gute Nacht, Kim.
  5. #24

    Bei einer Wirtschaftskraft wie der Nordkoreas ist es kein Wunder, dass sich 1 Mio. Marionetten für die Armee finden lassen. Wenn man sich zwischen Plantage, Bergwerk oder Kaserne entscheiden muss, nehmen manche dann doch lieber letzteres.
    Ein Land dass nur noch von einer veralteten und doch erfahrungslosen Militärführung geleitet wird und mit peinlichen Drohungen um sich wirft, steuert langsam aber sicher auf seinen Abgrund zu. Ich denke ich werde das Ende dieses gescheiterten Experiments einer Regierungsform zu meinen Lebzeiten auch noch erleben.
  6. #25

    Zitat von deus-Lo-vult Beitrag anzeigen
    Vor allem dann, wenn man nicht mal stark genug ist, die Drohung auch umzusetzen!
    Nordkorea kann vielleicht ein paar Raketen auf Südkorea abfeuern.
    Aber die südkoreanische Antwort wird fatal für Nordkorea sein!
    Und ob sich Nordkorea im Falle einer Aggression so sehr auf China und Russland verlassen kann, das lasse ich auch mal dahingestellt.
    Ich denke, dass mehrere hundert Artilleriegeschütze, welche auf Seoul gerichtet sind, schon eine bedrohung darstellen. Da braucht es keine Raketen. Ein massiver Artillerieschlag könnte wahrlich die Metropole in Schutt und Asche legen; vorrausgesetzt, es ist nicht alles Geplänkel. Ernst nehmen sollte man das aber schon...
  7. #26

    .

    Zitat von observer2025 Beitrag anzeigen
    Trotzdem sollte Nordkorea militärisch nicht unterschätzt werden. N-Korea verfügt (lt. Wikipedia) über eine Armee von ca. 1 Million Soldaten. Diese sind, wie die gesamte Bevölkerung, indoktriniert und glauben auch daran, was die staatlichen Medien im Lande verbreiten.

    Letztendlich ist Nordkorea dem Süden und seinen Verbündeten militärisch weit unterlegen. Das weiß die Führung in Nordkorea natürlich. Doch ein Krieg würde hunderttausenden Soldaten und Zivilisten auf beiden Seiten das Leben kosten und auch in Südkorea schwere Zerstörungen bewirken. Die Führung Nordkoreas würde sicher nicht davor zurückschrecken, Raketen gegen die Städte Südkoreas einzusetzen.

    Wir wissen aus unserer eigenen Geschichte, dass Archie und seine Bande völlig skrupellos Soldaten und Zivilisten verheizt haben, obwohl schon lange klar war, dass der Krieg verloren war. Die Generäle, die Eliten und die Bevölkerung haben diesen Wahnsinn bis zur Kapitulation mitgemacht.

    So bleibt nur zu hoffen, dass die Regierung Nordkoreas ihre bisweilen skurrilen Drohungen nicht in die Tat umsetzt.
    Ist jetzt Spekulation aber die Funktionalität dieser ganzen "modernen" Waffensysteme schliesslich dder Raketen kann durchaus angezweifelt werden.
    Wirklich sorgen machen muss man sich eher wegen NKs einizgem Verbündeten - China.
  8. #27

    SPON In der Erklärung wurden die genauen Positionsangaben der Gebäude der Zeitungen "Chosun Ilbo" und "JoongAng Ilbo" sowie des Fernsehkanals der Zeitung "Dong-a Ilbo" und der Sender KBS, CBS, MBC und SBS veröffentlicht.

    Die gibt es ja bei google-maps, oder es kann jeder nordkoreanische Spion mit eine Navis herausfinden, indem er sich in Seoul auf die Teppenstufen der Gebäude stellt und nachschaut. Die Frage ist nur, können Nordkoreas Raketen auch danach fliegen?
  9. #28

    Nächster Regimechange?

    Man kann gegen Nordkorea natürlich eine Menge Klischees vorbringen, aber was Klimafreundlichkeit und Ressourcenverbrauch angeht, ist das Land vorbildlich: kein Konsumwildwuchs durch Marktwirtschaft, keine kapitalistische Verschwendungssucht, äußerst sparsamer Umgang mit Ressourcen, alles wird wiederverwertet, also eigentlich genau das, was wir im Westen auch so dringend brauchen. Unser Freiheitsbegriff steht natürlich dagegen, aber ist es nicht so, dass auch bei uns keine wirkliche Freiheit herrscht (Stichwort Hartz4)? Und ist es wirklich nötig, Nordkorea immer wieder zu provozieren? Man weiss doch, wie empfindlich die Nordkoreaner sind! Und wohin diese Provokation letztlich führt, wissen wir in Europa doch spätestens seit den unseligen Mohammed-Karikaturen. Ohnehin ist das alles bereits ein Vorgeplänkel für den nächsten Regimechange, um sämtliche echten Alternativen zum Raubtierkapitalismus platt zu machen: nach Libyen und Syrien sind Iran und Nordkorea dran, soviel ist gewiss, dann ist die Unterdrückung komplett (bis auf Afghanistan, in dem die Freiheitskämpfer heroischen Widerstand leisten). Ich hoffe sehr, dass die Linke in Deutschland auch Kim die Solidarität nicht verweigert, die sie Saddam, Gaddhafi, Ahmadinedschad, Hugo und Assad zukommen liess und lässt!
  10. #29

    Auswirkungen von verletztem Stolz bei einem Kim-Spross

    Es ist ein ernstes Problem für den jüngsten Spross der Kim-Dynastie, dass seine Autorität und die überbordende Hochachtung vor seiner Person, demonstrativ zelebriert von seinen Untertanen, im angrenzenden Süden nicht entfernt adäquat erwidert, sondern im Gegenteil als alberner Personenkult abgetan wird.

    Politische Isolation führt ganz offensichtlich auch zur geistigen Isolation, wie das Regime in Pjöngjang der Weltöffentlichkeit seit geraumer Zeit überdeutlich vorführt. Es ist eigentlich ein überdimensioniertes Trauerspiel, Massenzeremonien unter strenger Aufsicht und mit Androhung von Gewaltmaßnahmen bei Nichteinhaltung einheitlichen Mienenspiels zum perfekt kontrollierbaren Kotau des Volkes aufführen zu lassen.

    Solche hochnotpeinliche Massenaufgebote werden nicht zur Unterhaltung, sondern zur Stabilisierung der Macht initiiert und können für das obenauf sitzenden Regime durch zynische Kommentare vom politischen Antipoden das fein austarierte Gleichgewicht von Macht und Unterdrückung stören. Selbst Spott in feinster Dosierung kann bei solchen Systemen eine schwer einzukreisende und zerstörerische Wirkung zeigen.








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