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Verlassene Kinder in Moldau: "Ein Fernseher kann sie nicht entschädigen"

Andrea DiefenbachIn der Republik Moldau leben Tausende Kinder ohne Eltern. Ihre Mütter und Väter sind ins Ausland gegangen, um Geld zu verdienen. Die Fotografin Andrea Diefenbach hat Familien vier Jahre lang begleitet. Im Interview erzählt sie vom Alltag der Kinder und vom Schmerz der Eltern.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,857112,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Republik Moldau leben Tausende Kinder ohne Eltern. Ihre Mütter und Väter sind ins Ausland gegangen, um Geld zu verdienen. Die Fotografin Andrea Diefenbach hat Familien vier Jahre lang begleitet. Im Interview erzählt sie vom Alltag der Kinder und vom Schmerz der Eltern.

    Moldau: Andrea Diefenbach zeigt Fotos verlassener Kinder - SPIEGEL ONLINE
    Im Übrigen, versucht Rumänien als EU-Mitglied fleißig Moldauer einzubürgern aus vielen geschichts-politischen Gründen.

    Der aktuelle wirtschaftliche Zustand von Rumänien und Republik Moldowa ist natürlich ein Segen für die Wirtschaft in der EU. Soviele potenzielle Hungerlöhner vor der Haustür zu haben ist ein Traum für jeden Arbeitgeber, besonders in Wirtschaftszweigen, wo schwere körperliche Arbeit zu verrichten gibt und die Sprache eine untergeordnete Rolle spielt....
  2. #2

    O Gott,

    bin 60 Jahre alt, meine Eltern haben mich mit 12 Jahre in GR zurückgelassen, um in D Geld zu verdienen. Abitur in GR gemacht, danach nach D gekommen, habe studiert, Dipl.Ing. in Hamburg gemacht. Die Geschichte der Menschen scheint sich Heute noch, in unserer Zeit zu wiederholen. Die Macht des Geldes und des kapitalismus scheinen immer noch groß genug zu sein, um immer noch, in dieser Zeit, eigentlich eine schöne Zeit, für einige Schichten, solche Familien Tragödien entstehen zu lassen. Die Politik, die wir immer durchgefütert haben, hat versagt.
  3. #3

    Hoffen.

    Man kann nur hoffen,dass auf die in ihrer Heimat zurückgelassenen Kinder gut aufgepasst wird.Solche Berichte lesen nämlich auch Leute,die man eher als zwielichtig bezeichnen könnte und die die Situation dieser Kinder ausnutzen könnten.
  4. #4

    Tragödien

    Zitat von germanos-elinas Beitrag anzeigen
    bin 60 Jahre alt, meine Eltern haben mich mit 12 Jahre in GR zurückgelassen, um in D Geld zu verdienen. Abitur in GR gemacht, danach nach D gekommen, habe studiert, Dipl.Ing. in Hamburg gemacht. Die Geschichte der Menschen scheint sich Heute noch, in unserer Zeit zu wiederholen. Die Macht des Geldes und des kapitalismus scheinen immer noch groß genug zu sein, um immer noch, in dieser Zeit, eigentlich eine schöne Zeit, für einige Schichten, solche Familien Tragödien entstehen zu lassen. Die Politik, die wir immer durchgefütert haben, hat versagt.
    Ich selbst zog ein Leben in für mitteleuropäische Verhältnisse wirtschaftlicher Not dem Verlassen meiner Kinder vor. Die Macht des Geldes ist nur so groß wie die Not, oder die Gier des Einzelnen. Relativ.

    Was besser ist? Das Urteil fällen die Kinder!
  5. #5

    Wie so oft

    Es ist das Gleiche wie im Land der Familie meiner Frau (PH): Es kommt da wer daher, befreit das Land von was auch immer, kümmert sich nicht um eine Restrukturierung, die Familien haben überall Mitglieder im Ausland verteilt, die Geld heimschicken ... und im Land passiert nix. Die Reichen machen immer mehr Geld, die richtig Armen intressiert eh keine Sau und ein Mittelstand, der das Land tatkräftig unterstützen könnte, kann so nicht entstehen. Kolonialismus, würde ich sagen, oder?
  6. #6

    Neues Wirtschaftssystem

    Wird Zeit, daß wir Europäer (die Völker - nicht die EU-Junta in Brüssel) ein neues Wirtschaftssystem etablieren, welches ohne exzessiven Konsum funktioniert (ständig Neues und das kaum Gebrauchte wegschmeißen) und für alle Menschen was bringt. "Markt"wirtschaft wird von Jahr zu Jahr übler, die Zukunft unserer Kinder können wir uns damit abschminken.
  7. #7

    Zitat von sever Beitrag anzeigen
    Im Übrigen, versucht Rumänien als EU-Mitglied fleißig Moldauer einzubürgern aus vielen geschichts-politischen Gründen.
    Ich vermute allerdings mal, dass man sich dabei nicht auf die konzentriert, die sowieso auf EU-Gebiet leben, sondern im Gegenteil die Chancen für eine Vereinigung verstärken will?
  8. #8

    2004 war ich selber für zwei Monate in der Republik Moldau zu Besuch. Die wirtschaftliche Situation war dort nicht gerade rosig. Aber die meisten Menschen hatten trotzdem ein bescheidenes Auskommen, genug zu essen, einen Garten und ein Haus. Scheinbar hat sich an dem Zustand dort wenig geändert zu haben. Schon damals hatten sich Millionen von Moldauern illegal auf den Weg nach Westeuropa gemacht. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie dort viele Schlepper angeheuert haben, um sie mittels gefälschter Papiere einzuschleusen. Ein Skandal, was Menschen für Geld tun.
  9. #9

    @sever

    das wäre der legale Weg.... denn Rumänen haben wenigstens eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit in der EU.


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