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Verlage gegen Commentarist: "FAZ" und "SZ" wollen nicht zitiert werden
Eine Kanzlei geht im Auftrag von "FAZ" und*"SZ" gegen das Start-up Commentarist vor. Das Webangebot*hatte*Links auf Meinungsartikel der Zeitungen gesammelt - die reagierten mit*Abmahnungen. Die Commentarist-Gründer weisen die Vorwürfe zurück.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...745378,00.html
- #1 15.02.2011 14:30 von
Presseschau
Schon als Kind konnte ich im Fernsehen die "Presseschau" bewundern. Ein Moderator hatte dabei Zeitungsartikel verschiedenster Gazetten zu aktuellen Themen im Original vorgetragen. Ebenso gibt es diese Formate im Radio oder auch in Zeitungen - z.B. auch bei SPON nach Sportereignissen wie der Fußball-WM, wo internationale Zitate über Fußballspiele zusammengetragen wurden. Die News-Suche über Google und andere Maschinen ist ebenso schon seit Jahren üblich.
Insofern kann ich nicht erkennen, was die Jungs von Commentarist anders machen und wo sie sich die zitierten Inhalte zu Eigen machen. Nur dann wäre das ja strafbar.
SZ und FAZ: Bleibt doch bei der Druckversion eurer Zeitungen, dann kommt ihr mit dem "bösen Internet" auch nicht in Kontakt. - #2 15.02.2011 14:35 von
...
Wie gut das ich diese Zeitungen nicht abonniert habe.
Schade das es manche Medien nicht begriffen haben wie heute
die Welt funktioniert.
Wer nicht zitiert wird der stirbt. Über kurz oder lang.
Lasst uns die FAZ und die SZ endgültig zu Grabe tragen. - #3 15.02.2011 14:44 von
Abmahnterror
Die Story ist doch bekannt:
- Ein Start-Up bringt einen innovativen Dienst, der Informationen aus verschiedenen Quellen einbindet und für den Nutzer einen echten Mehrwert bietet
- Die großen Verlage/Rechteinhaber sehen sich bedroht, ohne auch nur irgendeinen konkreten Schaden darlegen zu können, und halten mit ihren Anwälten so lange drauf, bis die Gründer unter dem Prozesskostenrisiko klein beigeben.
Ich sage nur "Leistungsschutzrecht für Überschriften"...
Gute Nacht, Deutschland. - #4 15.02.2011 14:53 von
titel
Also für mich ist eindeutig, die haben das Internet wirklich nicht verstanden. Bzw. diesen Service.
Denn wie soll durch ein Zitat bzw. Anriss es verhindern, dass Kunden auf die Seite gelangen, schließlich muss man zum lesen des Artikels immernoch auf die Website der Zeitung.
Außerdem gehen ihnen dadurch sicherlich einige Kunden verloren, denn nicht alle haben die Zeit jeden tag 20 Zeitungen durchzuklicken. Außerdem ist ja nicht gesagt, dass diese Kunden dann einfach wieder abhauen, die ein oder anderen werden auf der Seite sicherlich mal rumgucken. Es geht ihnen kein Geld verloren, da die die SZ und FAZ lesen eh direkt auf diese Seiten gehen und die die querbeet lesen werden dann bei interessanten Artikeln zu diesen Seiten geleitet.
Ich versteh es nicht. Das sit doch absolut dämlich. - #5 15.02.2011 14:53 von
Verschwindet doch aus dem Netz wenns euch nicht gefällt
Dieses ganze rumgeeiere um ein Leistungsschutzrecht geht mir auf den Keks.
Wer nicht möchte, daß andere Leute seine Sachen nutzen sollte es nicht öffentlich zugänglich machen. Kein Zeitungsverlag ist gezwungen im Internet etwas zu veröffentlichen. Selbst wenn man dieses als Verteilmedium benutzen möchte kann man die Seite absichern. Wer aber seine Sachen ungeschützt öffentlich zugänglich macht, ist selbst dafür verantwortlich wenn es andere benutzen. SZ und FAZ verschwindet doch aus dem Internet, dann kann auch keiner verlinken. Ihr habt das Internet eh nicht verstanden und werdet es auch wohl nicht verstehen. - #6 15.02.2011 16:09 von
typisch
typische deutsche Kleinkariertheit.
Google News macht nichts anderes, da wehren sich FAZ und SZ,... nicht oder haben vorerst keine Aussicht auf Erfolg. Sie wollen nicht gefunden werden. Man braucht die Zeitungen auch nicht finden, denn es geht auch ohne sie. - #7 15.02.2011 16:33 von
Leistungsschutzrecht
wer sich weiter mit dem thema leistungsschutzrecht beschäftigen möchte, kann unter www.leistungsschutzrecht.info weitere informationen finden.
- #8 15.02.2011 16:50 von
- #9 15.02.2011 16:51 von
Leider so wahr...
Es ist schade, aber doch leider so war, dass immer noch ganz viele deutsche Verlage – aber eben nicht nur deutsche Verlage – die Möglichkeiten und “ Gesetze“ der neuen, flachen Welt nicht verstanden haben. Anstatt sich den Möglichkeiten und damit ja auch neuen Geschäftsfeldern zu öffnen, sich selbst zu überlegen wie sie einen Mehrwert generieren, versuchen Sie Ihr altes und überholtes Geschäftsmodell aus dem vorherigen Jahrhundert- eigentlich eher vorheriges Jahrtausend – aufrechtzuerhalten.
nun, sollen sie doch. Schon Gorbatschows hat gesagt: „wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Sollten also die deutschen Verlage die hier namentlich im Artikel genannt werden nicht innerhalb einer sinnvollen Frist sich selbst auf die neuen Möglichkeiten der flachen Welt anpassen können, so werden sie über kurz oder lang verschwinden. Wie inzwischen fast jedes Kind weiß, zählt das alte Gesetz Groß frisst Klein nicht mehr. Heute frisst schnell langsam, und wenn du es nicht selber machst, dann macht es eben ein anderer.
Es steht sowieso im Raum und ist derzeit unentschieden ob und inwieweit die alt hergebrachten Massenmedien – die Punkt-Zu-Multipunkt Kommunikation – überhaupt noch einen Platz in unserer neuen Welt hat. Blogger, Podcaster andere “neue “ Inhalteanbieter sind meistens schneller als die schwerfälligen Massenmedien es sein können. Nachrichten sind hochgradig zeitabhängig, und ein einmal am Tage erscheinendes Blatt ist sicherlich nicht mehr zeitgemäß und lässt an Aktualität einiges an Potenzial nach oben offen.
Als Hypothese könnte man das Verhalten der FAZ und der SZ als ein "um sich schlagen im Todeskampf" interpretieren. Bei sinkenden Auflagen und keinem neuen Geschäftsmodell in Aussicht muss dann eben der Anwalt der um wenigstens noch das letzte Quäntchen Geld aus dem eigenen Inhalten heraus zu drücken.
Ich persönlich gehöre ja auch zu den Menschen, die den etablierten Printmedien nach und nach den Todesstoß versetzen, indem sie keinen einzigen Cent für gedruckte Bezahldienste ausgeben. Meine Nachrichtenkonsum decke ich zu 98 % online und die übrigen 2 % durch Druckerzeugnisse die zu 100 % werbefinanziert sind. Es ist nicht mal scheinheilig, wenn man aus Umweltschutzgründen den Konsum von Tageszeitungen ablehnt, wobei dieses Argument für mich persönlich nicht zutrifft.
Die gedruckten Massenmedien von heute sind das Nischenprodukt von morgen. Nur noch in kleinen Oasen der nicht konnektierten Welt können diese, wenn überhaupt, überleben. Die Welt-Kompakt macht es vor, und so lange Flugzeuge noch keinen allgemeinen Online Zugang für ihre Passagiere haben könnte dies eine Oase für Printmedien sein.
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