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Verkehrsregeln: Viele Fahrer ignorieren Schulterblick und Blinken

DPAErst intensiv gepaukt, dann schnell vergessen. Viele deutsche Autofahrer halten sich nicht an Verkehrsregeln. Laut einer Umfrage ignorieren sie Tempolimits, Stoppschilder oder den Schulterblick. Und rund die Hälfte der Befragten glauben, sie würden die Führerscheinprüfung heute nicht mehr bestehen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...848713,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst intensiv gepaukt, dann schnell vergessen. Viele deutsche Autofahrer halten sich nicht an Verkehrsregeln. Laut einer Umfrage ignorieren sie Tempolimits, Stoppschilder oder den Schulterblick. Und rund die Hälfte der Befragten glauben, sie würden die Führerscheinprüfung heute nicht mehr bestehen.

    Viele Autofahrer ignorieren Verkehrsregeln - SPIEGEL ONLINE
    Liebe Autofahrer, das Blinken hilft dem Motorradfahrer, den Ihr mangels Schulterblick nicht gesehen habt, sein bisschen Leben zu retten, also seid bitte so nett 2 Sekunden vorm Spurwechsel und vorm Linksabbiegen (z.B. in eine Einfahrt) zu blinken. Auch dann wenn im Spiegel keinerlei Auto zu sehen ist.
  2. #2

    Dafür braucht es keine Umfrage...

    Man muß nur als Radler im Stadtverkehr unterwegs sein - dann nimmt man das nicht nur einfach wahr, sondern merkt auch, wie ärgerlich diese Rücksichtslosigkeit ist, die viele Fahrer als unnötige Maßregelung empfinden. Da hilft dann auch kein Hinweisen drauf, denn die meisten Leute sind nicht gar nicht im Klaren, was sie für ein Ärgerniß damit für anderen sind, wenn sie nicht blinken (erst blinken beim Abbiegen ist z.B. nicht hilfreich - aber wer _vorher_ schon blinkt, der erlaubt anderen, sich darauf einzustellen). Ich fahre Auto und Rad, und empfinde es (leider) immer als Ärgerniß, wenn andere mich dadurch _unnötig_ behindern. Und da die Einsicht nicht von selbst kommt, wäre ich auch dafür, daß hier mal erzieherische Maßnamen seitens der Polizei forciert werden.

    Damals gab's noch die Sendung "Der 7. Sinn" - die hatte genau diese Aufgabe, und sie m.E. auch gut ausgeübt. Heute gibt's das nicht mehr, und die Leute werden bequemer und scheren sich weniger. Ein wenig Erinnerung von Zeit zu Zeit kann da nicht schaden, finde ich.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch schlechter, nur knapp ein Drittel der Befragten konnte den Bremsweg bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h korrekt benennen - er beträgt 25 Meter.
    Das muss man auch nur im Matheunterricht können. Im fahrenden Auto hat man eh keine Zeit zu berechnen, auch nicht nach Faustformel. Da braucht man ein Gefühl für seinen Wagen und den Verkehrsfluss und das kriegt man eben nur durch Fahrpraxis.
    Ansonsten: Blinker setzen tut nicht weh, Schulterblick (den meisten) auch nicht.
  4. #4

    Fürhrerschein auf Lebenszeit

    Das Problem könnte natürlich auch sein, dass es in Deutschland den Führerschein auf Lebenszeit gibt und sich 99% der Fahrer nicht bewusst sind, dass sie ein 1,5 Tonnen Geschoss mit immer besseren technischen Sicherheitssystemen bewegen. Die Leute kommen sich, dank Werbung and marketing, in Autos immer sicherer vor und bekommen immer weniger von der Straße mit (sei es akustisch mit schallisolierung oder optisch mit mangelnder vorraussicht). Kein wunder dass man sich da wie auf einer wolke schwebend fühlt.
  5. #5

    Problem der Fahrschulen

    Ich könnte ja jetzt den Oberlehrer raushängen lassen...

    Tatsache scheint für mich jedoch zu sein, dass es jedoch den Fahrschulen bei der Vermittlung der Rechtslage daran fehlt, schlüssige Begründungen für die jeweiligen Regelungen mitzuliefern, damit sie den Fahrschülern einleuchten und sie sie somit aus eigener Einsicht heraus befolgen.

    Beispiel "Blinken": Viele denken ja, dass das Blinken nur dazu dient, die Regeln der StVO zu erfüllen. Deshalb blinken sie entweder gar nicht oder erst, wenn sie eh schon z. B. zum Spurwechsel angesetzt haben. Damit ist dann ja das "Gesetz erfüllt". Dass das Blinken - und dabei insbesondere das zeitlich vorzeitige Blinken - den Sinn hat, umliegende Verkehrsteilnehmer (auch wenn man sie gerade selbst nicht sieht oder in seine eigenen Fahrtberechnungen einbezieht) über die eigenen Absichten zu informieren, damit sie ihren Fahrplan entsprechend innerhalb der nächsten Sekunden anpassen können (entsprechend "Route wird neu berechnet" beim Navi), das wissen viele Autofahrer nicht. Es wurde ihnen nie beigebracht und selbst reflektiert haben sie es auch nicht. Dementsprechend wird es oft knapp und ärgerlich für alle anderen.

    Davon unabängig bin ich klar dafür, Führerscheine generell nur für einen begrenzten Zeitraum (sagen wie 4 Jahre) zu vergeben und danach wieder eine praktische und theoretische Prüfung sowie einen Erste Hilfe-Kurs zur Verlängerung ablegen zu müssen. Kostet nur die Prüfungsgebühren (schließlich können ja alle, die einen Führerschein haben, schon Auto fahren, oder?) und dauert nur ein paar Stunden. Das sollte uns aber allen ein sicherer Verkehr wert sein.
  6. #6

    Genau...

    ...und bitte nicht erst bremsen, abbiegen und dann erst blinken!!!
    Auch auf der Autobahn kann mal ab und zu mal in den Rückspiegel schauen, bevor man einfach so auf die linke Spur rüber zieht. Dabei dann wenn es geht auch schon vor dem Überholen, wenigstens ein bisschen beschleunigen, sonst hat man irgendwann mal jemanden unerwartet auf der Rückbank sitzen...
  7. #7

    Blinken...

    Wen interessiert "Blinken beim Ein- und Ausparken"?
    Es würde schon reichen, wenn die Leute beim Abiegen blinken würden. Und zwar noch BEVOR sie anfangen zu bremsen.

    Wenn jemand in einer Parklücke steht und losfahren will, dann sollte er so und so warten, bis niemand von hinten kommt. Ob er dann blinkt oder nicht. Da sind sogar die noch viel schlimmer, die einfach mal den Blinker setzen, obwohl noch welche von hinten kommen. Gerade als Zweiradfahrer weiß man da nie, ob der jetzt nicht vielleicht auch sofort losfährt...

    Und dann ist da noch der Kreisverkehr..... (oh weh!)....
  8. #8

    Jupp

    Leute blinkt doch einfach. Der Blinker ist keine Zusatzausstattung.
    Zudem ist es eine Absichtserklärung, was man vor aht zu tun und nciht bereits macht, also Blinken, wenn man schon zu Hälfte auf der anderen Spur hängt, könnt ihrs auch gleich lassen.
    Außerdem stärkt es die gegeseitige Rücksichtnahme und zeigt Respekt gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern!
    Zudem bekommt ihr die einen Großteil der Schuld bei einem Unfall, falls euch nachgewiesen wird, dass ihr ohne Blinker einen Spurwechel oder ähnliches gemacht habt.
  9. #9

    Zum einen habe ich den Eindruck, dass die Ausbildung in den Fahrschulen durchaus in Teilbereichen verbesserungsbedürftig ist - aus meinem Freundeskreis bekomme ich gerade bei einem "Spät-berufenen" (Führerschein erst mit 30) mit, was in den Theoriestunden für Quasselei angesagt ist. Es scheint "normal" zu sein, dass 50% der Stunden für nicht-Fahrschul-Themen drauf gehen.

    Zum anderen scheint blinken tatsächlich völlig außer Mode zu sein. An Kreisverkehren wünsche ich regelmäßig den aus dem Kreisverkehr ausfahrenden Menschen die Pest an den Hals, weil kaum einer blinkt. Dankenswerterweise muss man dann anhalten, obwohl man freie Fahrt gehabt hätte und das Grundprinzip des Kreisverkehrs wird ad absurdum geführt.
    Vielleicht sollte ich doch mal über die Installation eines nach hinten gerichteten Raketenwerfers nachdenken, um diese Menschen aus dem Verkehr zu ziehen. ;-)








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