DPAChaos auf den Straßen, endlose Staus: Vier Milliarden Fahrzeuge werden wohl im Jahr 2050 auf der Erde rollen. Jüngst hat selbst ein prominenter Automanager vor dem "globalen Verkehrsinfarkt" gewarnt. Der könnte sogar das Ende des kapitalistischen Systems bedeuten, sagt ein Experte.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...820413,00.html
.....man müsste nur wollen.
Es wäre schon sehr viel erreicht, wenn man es den Angestellten im Büro-Hamsterrad erlauben würde, wenigstens einen Tag in der Woche ihre Arbeit von zuhause aus zu erledigen. Excel und Powerpoint geht auch vom heimischen PC aus...und schon wäre in dieser Berufssparte der Pendlerverkehr um 20 % reduziert!
Trotz Technologie des 21. Jahrhunderts arbeiten wir aber weitestgehend wie in der frühindustriellen Phase mit festen Bürozeiten und der Pflicht, sich täglich vor Ort zu präsentieren.
Einfach nur dämlich!
Wälder rasieren, Autobahnen bauen, Häuser zurücksetzen, Durchfahrtsstraßen verbreiten, Vorgärten rasieren und durch Parkplätze erstzen. Individualmobilität über alles!
Visionäre Konzepte gegen den Stau heißen: S-Bahn, U-Bahn, Fahrrad.
Autofahren ist wirtschaftlicher Wahnsinn, weil für den Transport zuviel Energie gebraucht wird.
Aber...es tut einfach soooooo gut :-)
Es liegt, jedenfalls in Deutschland, nicht immer an zu kleinen Straßen und zu wenigen Autobahnen. Waren Sie mal im Stau während des morgentlichen Berufsverkehrs? Haben Sie sich dann mal das Innere der Wagen angesehen? Wieviele Menschen sitzen in den meisten Autos? Eine Person und das obwohl oftmals 5 Plätze vorhanden sind. Vor allem werden Kombi´s immer beliebter und die nehmen mit am meisten Platz in Anspruch.
Ich bin schon seit langem ein Freund der Mono-Cockpit-Variante. Es stimmt natürlich, dass viele Autofahrer auch mal die Familie mitnehmen müssen aber in vielen Fällen fährt die Frau dann ebenfalls ein Auto. Meistens dann einen Van, einen SUV oder ein Kleinfahrzeug a la Clio. Den meisten Berufspendlern dagegen würde eine Art Mono-Cockpit-Smart mit einem kleinen Kofferraum ausreichen. Dafür sind die Hersteller aber zu feige. Ich jedenfalls wäre sehr interessiert an einem Fahrzeug, dass maximal 3 -4 L auf 100 km verbraucht, einen Sitz und einen kleineren Kofferraum hat und das eine Höchstgeschwindigkeit von 130 - 140 km/h erreicht. Dadurch würde man alleine das Volumen an Fahrzeugen auf den deutschen Straßen verringern.
Die Wirtschaft soll immer wachsen, und das tut sie, warum soll es mit Verkehr anders sein? Die Öko-Faschisten denken immer die Autos sind nur dazu da um der Umwelt zu schaden und die meisten Autofahrer fahren zum Spaß rum. Die Zeiten sind spätestens seit Anfang 80-er vorbei, der hauptsächliche Verkehr besteht heute aus Pendlern und LKW's dessen Firmen die Lager auf Autobahn ausgelagert haben. Autobahnen sind heute keine Schnellverbinden mehr und die Fahrt zur Arbeit wird zu einer Qual, da nur Baustellen und Staus. Hier ist dringend der Ausbau erforderlich zudem schaden die im Stau stehen/stockenden Autos der Umwelt um so mehr.
Auch der Staßenausbau kann man mit Verstand betreiben in dem man erst die wichtigsten Eckpunkte ausbaut dass nicht noch mehr Menschen im Stau stehen oder in Unfällen umkommen, mit Bedacht auf Umwelt und Walsbestand. Hysterie ist hier ein falscher Berater.
Wir schreiben das Jahr 2012 und diese Vision ist längst Wirklichkeit. Wenn man als Pendler aus dem Ruhrgebiet nach Düsseldorf fährt, kann mann dieses Szenario schon erleben. Ich fahre exakt 50km und benötige dafür morgens um 7 Uhr 1:30 Std.
Im dichtbesiedelsten Bundesland ist der Verkehrsinfarkt schon lange Realität.
Bereits heute zeichnet sich der Trend ab, dass Autos ein Armutssymbol sind. Es sind die armen Gegenden Deutschlands, in denen am meisten Autos im Verhältnis zu den reichen Gegenden zugelassen sind.
Auch im Internationalen Vergleich sieht man das. In armen Entwicklungs- und Schwellenländern steigt die Anzahl der Autos rapide, in wohlhabenden Industrieländern stagniert die Zahl oder sinkt sogar.
Der Grund ist einfach: Arme Gegenden haben nicht das Geld, um eine ordentliche Infrastruktur mit flächendeckendem öffentlichen Nahverkehr aufzubauen. Es sind nur die reichen Länder, die das Geld haben, einen effizienten öffentlichen Nah- und Fernverkehr aufzubauen.
Seit 2005 fahre ich kaum noch mit dem Auto, sondern mit S- und U-Bahn. Einkäufe erledige ich mit dem Fahrrad oder zu Fuß. 2009 habe ich dann das Auto weggegeben, da es nur noch herumstand. Auch Fernreisen mache ich lieber mit dem Zug. Einmal Berlin-Freiburg: Mit dem Auto ist das doch eine Folter. Ich reise mit dem ICE deutlich bequemer, sicherer und deutlich schneller. Günstiger dazu.
Es sind nur arme Gegenden, in denen es keine ICE-Anbindung und fußläufig erreichbare Einkaufsmöglichkeiten gibt und man - egal, was man tun will - erst einmal eine halbe Stunde mit dem Auto fahren muss.