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Verkehr: Ramsauer beklagt "Verrohung der Kampf-Radler"
DPABei Rot über die Ampel brettern, auf der falschen Seite fahren: Verkehrssünder auf zwei Reifen gehen Bundesverkehrsminister Ramsauer gewaltig auf die Nerven. Er fordert ein konsequentes Vorgehen gegen "Kampf-Radler - und Verkehrserziehung vor der "Tagesschau".
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...826553,00.html
- #10 10.04.2012 12:12 von
- #11 10.04.2012 12:13 von
Zweck erfüllt
Herr Ramsauer ist mal wieder in den Nachrichten, sich auf die Seite der benzinpreisgeschädigten Autofahrer schlagend, ohne ernsthaft irgendein Problem anzugehen und zu lösen. Und der Begriff "Kampfradler" steht in jeder Überschrift - mehr war gar nicht beabsichtigt. Wer so eine Bundesregierung hat braucht keine Feinde...
- #12 10.04.2012 12:21 von
Das schlimme an Herrn Ramsauers populistischer Äußerung ist das Resultat, wie es hier schon bei den ersten Beiträgen exemplarisch zu beobachten ist: Radfahrer und Fussgänger/Autofahrer werfen sich gegenseitig die Verstöße des anderen an den Kopf. Das eigentliche Problem sind aber Sowohl Radfahrer als auch Autofahrer/Fussgänger, die gegen Verkehrsregeln verstoßen. Idioten gibt es in allen Gruppen.
Als Radfahrer, der auch regelmäßig Auto fährt, ärgere ich mich auf meinem täglichen Arbeitsweg über zugeparkte Radwege, Vorfahrt schnippelnde und zu knapp überholende Autofahrer. Mindestens genauso ärgern mich aber Radfahrer, die bei Rot über die Ampel und Einbahnstraßen verkehrt herum fahren, Abbiegen ohne die Richtung anzuzeigen etc. Dadurch entstehen doch die ganzen Vorurteile von Kampfradlern (welch bekloppter Begriff!). - #13 10.04.2012 12:22 von
doch, doch....
Als überzeugter (beinahe) Vollzeitfußgänger kann ich Ramsauers Wahrnehmung vollends bestätigen. Nicht wenige Radfahrer übertreffen in Rücksichtslosigkeit viele rücksichtslose Autofahrer. Es wird mit nem Affenzahn durch die Fußgängerzone (Schild: Absteigen) oder auf dem Bürgersteig gedüst, frei nach dem Motto "Ich bin stärker, du springst!". Selbst Fahrradwege werden oft nur dann benutzt, wenn sie die kürzeste Strecke ergeben, ansonsten radelt man munter durch die Autos durch und wechselt dann ohne zu bremsen auf den Bürgersteig, wenn es einem paßt.
Daß Radfahrer über Autofahrer schimpfen, diese würden die Überlegenheit ihres Fahrzeugs im Machtkampf ausspielen, während selbige den Fußgängern gegenüber meist noch viel unverschämter sind, macht mich allmählich zum "Kampffußgänger". - #14 10.04.2012 12:22 von
Autofahrer stören mich als Radfahrer nicht wirklich. Viel belastender sind die Rowdiehaften Fußgänger, die den Unterschied zwischen Rad- und Fußweg nicht kennen. Am besten noch wild mit den Armen fuchtelnd, Handy in der Hand, irgendwas erklären.
Aber solang man in München zwar als Radfahrer in der Fußgängerzone gestoppt wird (was auch korrekt ist), als Fußgänger aber an der Ampel am Stachus den ganzen Fahrradbereich unbehelligt nutzen kann, und dann noch über die Fahrradfahrer meckern (und schlimmeres), ist der Herr Ramsauer einfach nicht ernstzunehmen. - #15 10.04.2012 12:26 von
Und wo genau trägt dieser "Radler" jetzt den "Kampf" aus? Ok, bei rot über die Ampel muss nicht sein, andererseits geht es auch um die konkrete Situation und eine verhältnismässige Regelauslegung. Aus praktischer Erfahrung lässt sich sagen, dass manche Rotlichter praktisch gesehen für Radfahrer effektiv bedeutungslos sind und deren Missachtung keinerlei Konsequenzen hat.
Das mag ein Rechtsverständnis im Grenzbereich sein, aber andererseits liegt der Grund dafür, dass viele Radfahrer eine solche Auslegung betreiben, auch daran, dass die Strassen und die zugehörigen Regeln oft einzig für Autos konzipiert sind. Wenn der Radfahrer vielfach nur als störendes, permanent gefährdetes Element dem Strassenverkehr teilnehmen kann stellt sich schon die Frage, wieso dieser ausgerechnet bei für ihn oft unbedeutenden Regeln anfangen soll, sich wie ein PKW in den Verkehr zu integrieren. Insofern, würde sich am von Ihnen beschriebenen Ort ein Fahrradstreifen und ein zugehöriges Ampelsystem befinden müssten Sie sich wohl auch nicht vor "Kampfradlern" fürchten.. - #16 10.04.2012 12:28 von
Warum fahren Radler auf der falschen Straßenseite? Weil es manchmal erlaubt und manchmal sogar vorgeschrieben ist.
Warum fahren Radler auf dem Fußweg? Weil es manchmal erlaubt und manchmal sogar vorgeschrieben ist.
Warum fahren Radler bei Rot? Weil sie manchmal eigene Ampeln haben und manchmal Fußgängerampeln beachten sollen und die machmal anders schalten.
Würden für Radfahrer die gleichen Regeln gelten wie für Autofahrer (auf der Fahrbahn rechts fahren, der Fußweg ist tabu und es gelten die gleichen Ampeln), bestünde Klarheit.
Im behördlich verordneten Schilderwald hat doch keiner mehr den Durchblick, welche Sonderregeln nun gerade gelten (und wenn nicht, warum nicht). - #17 10.04.2012 12:30 von
Hehe
Herr Huhn war dann noch nicht in einer Stadt mit dem Fahrrad unterwegs.
Radfahrer, die rote Fußgängerampeln ignorieren, die nachts ohne Beleuchtung oder irgendwelche Reflektoren auf der Gegenfahrbahn fahren, die ein Abbiegen noch nicht einmal andeuten (ausgestreckter Arm ist Vorschrift), die mit reichlich Schwung von der Straße auf den Bürgersteig in einen Pulk Füßgänger fahren, die zu dritt nebeneinander auf der Landstraße unterwegs sind, gibt es reichlich!
Vielleicht hat Herr Huhn die Aussage anders gemeint, vielleicht fehlt hier ein Teil seiner Aussage, vielleicht mag er auch nur das Wort "Kampf-Radler" anders verstehen.
Bei (absolut berechtigter!) Kritik an einem Teil der Bevölkerung, die der ADFC (irgendwie) vertreten will, ist das Zeigen mit dem bloßen Zeigefinger auf andere, wo es mehr Verstöße gebe, nichts weiter als hilflose, sinnlose Verleugnung.
Wie beim Sandkasten-Geplänkel: "Der hat schon zwei von meinen Sandkuchen puttemacht!! Ich nur einen! Rabäääh!!" - #18 10.04.2012 12:36 von
schwarz wie die nacht
mit zunehmendem alter läßt die sehschärfe nach und die nachtblindheit nimmt zu, regnets dann auch noch, sind radler vom autofahrer oft erst im letzten augenblick wahrnehmbar, denn viele flitzen mit alten flackernden dynamofunzeln oder völlig unbeleuchtet durch die nächtliche stadt.
wenn sie dann auch noch unerwartet auf der falschen seite auftauchen oder wie selbstverständlich das ampelrot ignorieren, dann erinnere ich mich als autofahrer oft daran, dass ich als radfahrer auch so manches mal unorthodox unterwegs war oder bin - etwa, wenn der akku der zusatzleuchten plötzlich ausfällt, der dynamo für's reguläre licht aber mangels reibung durchdreht und ich dennoch so schnell wie möglich ans ziel kommen will...
alles eine frage der perspektive - ich kenne beide seiten und versuche vorausschauend und auf das schlimmste gefasst zu fahren, sowohl als auto- als auch als radfahrer. - #19 10.04.2012 12:40 von
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