Verkehr: Ramsauer beklagt "Verrohung der Kampf-Radler"

DPABei Rot über die Ampel brettern, auf der falschen Seite fahren: Verkehrssünder auf zwei Reifen gehen Bundesverkehrsminister Ramsauer gewaltig auf die Nerven. Er fordert ein konsequentes Vorgehen gegen "Kampf-Radler - und Verkehrserziehung vor der "Tagesschau".

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...826553,00.html
  1. #140

    Zitat von Cotti Beitrag anzeigen
    Ooooh... missachten diese doofen langsamen Fußgänger tatsächlich die "roten Pflastersteine" des Radweges? Na sowas aber auch.
    Schon mal auf den Gedanken gekommen, dass Verkehrsregeln und Fahrbahnmarkierungen einen Sinn haben könnten? Fahren Sie auch gerne mal in Gegenrichtung auf die Autobahn, weil Sie die Richtungspfeile ebenfalls "doof" finden?
  2. #141

    ...

    Wenn Radfahrer sich am Fußgängerweg wie Fußgänger benehmen und nicht von irgendwoher angeschossen kommen und mich noch zumaulen, weil ich nicht bremsen kann, stören sie mich nur im üblichen Maße.
    An Nebeneinanderherfahren ohne Licht (nachts), Riesenkopfhörer, die offenbar wunderbar von jeder Sorgfaltspflicht befreien/ablenken, Mißachten von Lichtsignalanlagen, Querfahrt vom Bürgersteig, und daher Auftauchen vor meinem Kühlergrill, habe ich mich schon gewöhnt, aber ich bin ja der stärkere Verkehrsteilnehmer...

    Die Lebensmüdigkeit und Selbstüberschätzung hat in den letzten Jahren nach meiner Erfahrung zugenommen.
    In der Stadt merken die Leute nichts mehr, auf dem Lande radelt man mir nur im Vollsuff vor die Karre.

    Habt Euch lieb!
  3. #142

    Jeder ist sich selbst der nächste, auch im Straßenverkehr

    3 Fußgänger zusammen -> Rad & Fußweg blockiert
    2 Radfahrer zusammen -> Rad & Fußweg blockiert
    Autofahrer "will nur mal schnell halten" -> Radweg blockiert

    Etwas mehr an die anderen Denken würde im Straßenverkehr keinem Schaden.

    Gerade wenn man die Geschwindigkeit die ein Fahrrad nun mal mit sich bringt ausnutzen will ist man sowieso das Feindbild. Auf der Straße das der Autofahrer und auf dem Radweg das der anderen Radfahrer und Fußgänger.
  4. #143

    Zitat von Diskutant_EF Beitrag anzeigen
    Schon mal auf den Gedanken gekommen, dass Verkehrsregeln und Fahrbahnmarkierungen einen Sinn haben könnten? Fahren Sie auch gerne mal in Gegenrichtung auf die Autobahn, weil Sie die Richtungspfeile ebenfalls "doof" finden?
    Sie fordern hier bei SPON immer wieder die Einhaltung von Regeln ein, die Ihnen persönlich nützlich sind, kritisieren aber gleichzeitig alles, was lediglich anderen hilft und geben sogar immer wieder bekannt, dass Sie diese Regeln dann ggf. ignorieren, bzw. übertreten.
    Also unsoziales Verhalten und ein typischer Verkehrsrambo?

    Ich mag den Ramsauer nicht..
    Für mich aber kein Grund, jede Diskussion über seine Themen abzulehnen.
    Und die Fahrradrambos spielen nun einmal eine immer grössere Rolle im innerörtlichen Bereich.
    Auch im Unfallgeschehen, auch als Betroffene, aber auch als reine Auslöser eines Unfalls.
    Selbst die Rechtsprechung verlangt in vielen Bereichen auch den Schutz der "Deppen" vor sich selber durch die "Verantwortlichen".

    In hochfrequentierten Touristikbereichen ist es Blödsinn zu denken, dass sich ein Fussgängerpulk an die Begrenzung eines farblich eingefärbten Fahrradweges an einer Ampel/Kreuzung/Überweg hält.
    Ein routinierter Fahrradfahrer, der das nicht weiss, muss ein Depp oder Rambo sein!

    Derzeit ist das "rechts Vorbeifahren" am Ampelstau Fahrradfahrern noch erlaubt.
    Frage ist aber, ob dieses Relikt einer autoarmen Vergangenheit noch in die heutige Zeit passt.
    Ich verstehe den Radler, der nicht hinter einen Kolonne warten möchte, bis sich diese wieder kpl. in Bewegung gesetzt hat.
    Und nur dann auf den Radweg ausweicht und sich dort ärgert..
    Ich verstehe aber auch den Autofahrer, der sich ärgert, weil er bis zur nächsten Ampel hinter dem Rennstrampler mit 25km/h festhängt und die grüne Welle verpasst.
    Und der Radler mal eben bei Rot durch fährt..
    Typisches Aggressionspotential.

    Die unsozialen Rowdies unter den Verkehrsteilnehmern machen immer mehr Einschränkungen erforderlich.
    Für die jeweils andere Seite fordern sie diese eh..
    Schauen aber dumm aus der Wäsche, wenn das nicht so einseitig funktioniert.
    Und schaden allen..

    Und das ist eben das, was man u.a. als unsozial oder arm an Sozialkompetenz bezeichnet..
  5. #144

    Zitat von Diskutant_EF Beitrag anzeigen
    Es stimmt dass auch Autofahrer zunhemend nachlässig Blinken. Bei Radfahrern ist aber die Anzeige des Richtungswechsels eher Ausnahme als die Regel.
    Welche Anzeige des Richtungswechsels steht denn für Radfahrer im Gesetz? Sie werden staunen.
    Du wirst staunen: Nach §9(1) StVO die Fahrtrichtungsanzeiger, und zwar rechtzeitig und deutlich zu benutzen. Es gibt auch mindestens ein Gerichtsurteil (Aktenzeichen bitte selber suchen) wonach ein Radfaher, der dies mit Handzeichen tut, nicht verpflichtet ist dies während des gesamten Abbiegens fortzusetzen, woraus folgt: Mindestens einmal hat ein Gericht definiert, dass mit "Fahrtrichtungsanzeiger" die Hand oder der Arm gemeint sein kann. Diskussionen, was denn sonst noch so alles einem Radfahrer als "Fahrtrichtungsanzeiger" dienen kann (Blinker am Fahrrad sind ja verboten) sind reichhaltig und mit hohem Unterhaltungswert im Netz zu finden.
  6. #145

    Innenstadt

    Zitat von Monsterpudel Beitrag anzeigen
    Wie schön die Radlerwelt aus dem Auto auszusehen scheint. Es wäre schön, wenn ihre Aussage in dieser Pauschalität stimmen würde. In der Realität trifft das auf einen verschwindend geringen Teil der Wege zu. Fahren Sie doch mal vom Theaterplatz zur Hauptwache auf dem Radweg. Oder den Marbachweg von der Gießener Straße zur Eckenheimer. Oder den Alleenring entlang am Bürgerhospital vorbei. Viel Spaß!
    Meine Ffm Erfahrungen beruhen hauptsächlich auf Aufenthalte an Samstagabenden, wenn ich, wegen der langen Umsteigezeit, gerne vom Südbahnhof zum Hauptbahnhof gehe, den Main auf dem Eisernen Steg querend.

    Im übrigen fahre ich häufiger Rad. Am Steuer eines Autos sitze ich nur noch selten, weil ich die Eigenart habe, mich fahren zu lassen, mit Fahrzeugen nicht unter 600 PS; die übrigens nicht der StVO unterliegen.

    An meinem Fahrrad habe ich übrigens einen Tacho, damit ich in 30 Km Zonen nicht zu schnell werde. Die schaffe ich heute noch, früher musste ich, nicht nur bergab, die Geschwindigkeitsbegrenzung in geschlossenen Ortschaften beachten. Allerdings auf der Fahrbahn, auch auf Hauptverkehrsstraßen, und nicht auf dem Gehweg, wie es wohl inzwischen "Gewohnheitsrecht" ist.
    Und die Radwege, so es die gab, in meiner Heimatstadt, damals größer als Ffm, waren oft unbenutzbar, obwohl vor 20 / 30 Jahren da keine Autos drauf parkten.
    Übrigens, mein Rad, mit Beleuchtung, da kein Rennrad, ist durch hilfreiche Tipps eines inzwischen verstorbenen Bundestrainers der Radfahrer so auf Schnelligkeit getunt. Eine olympische Goldmedaille, wie viele seiner Jungs, habe ich selbstredend nicht erstrampelt.
  7. #146

    Zitat von Segojan Beitrag anzeigen
    Warum fahren Radler auf der falschen Straßenseite? Weil es manchmal erlaubt und manchmal sogar vorgeschrieben ist.

    Warum fahren Radler auf dem Fußweg? Weil es manchmal erlaubt und manchmal sogar vorgeschrieben ist.

    Warum fahren Radler bei Rot? Weil sie manchmal eigene Ampeln haben und manchmal Fußgängerampeln beachten sollen und die machmal anders schalten.

    Würden für Radfahrer die gleichen Regeln gelten wie für Autofahrer (auf der Fahrbahn rechts fahren, der Fußweg ist tabu und es gelten die gleichen Ampeln), bestünde Klarheit.

    Im behördlich verordneten Schilderwald hat doch keiner mehr den Durchblick, welche Sonderregeln nun gerade gelten (und wenn nicht, warum nicht).
    Endlich mal ein Beitrag, aus dem Vernunft und Sachkenntnis sprechen.
  8. #147

    Zitat von wll Beitrag anzeigen
    Ist Ihnen schon einmal auf einem 1m breiten Radweg ein "Geisterfahrer" entgegengekommen, der zu allem Überfluß auch noch keinerlei Anstalten gemacht hat, auszuweichen? Wenn dann noch auf dem anschließenden Gehweg Fußgänger unterwegs sind, wird es schnell brenzlig. Es hat einen Grund, warum viele Radwege nur für die Benutzung in eine Richtung freigegeben sind...
    Kommen Sie mal nach Hamburg und erleben Sie Radwege, die bei 1 Meter "Breite" zur Benutzung in beiden Richtungen vorgeschrieben sind. Und erleben Sie gemeinsame Fuß- und Radwege mit 1 Meter "Breite".
    Es hat einen Grund, warum viele Radler grundsätzlich auf der Fahrbahn fahren.
  9. #148

    Zitat von LJA Beitrag anzeigen
    ich bereits schrieb, möchte ich keineswegs auf Radwege verzichten und bin froh über jeden zusätzlichen Zentimeter, der mich als Radfahrer vom motorisierten Verkehr trennt.
    Was machen Sie an einer Kreuzung? An einer Grundstückseinfahrt? Neben einem Parkstreifen? Immer absteigen und schieben?
  10. #149

    Zitat von g.vogt Beitrag anzeigen
    Selbstverständlich werden Unfälle mit schweren Personenschäden, bei denen dann auch die Polizei hinzugezogen wird, statistisch erfasst.
    Sie werden aber nicht in der selben weise erfasst wie Unfälle mit PKW Beteiligung.

    Es gibt keine allgemeine vergleichbare Verkehrsunfallstatistik die sich auf Fahrradunfälle bezieht.

    Hinzu kommt dass nur ca. 30% der Unfälle mir Fahrräder überhaupt polizeilich aufgenommen werden.