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Verkehr: Ramsauer beklagt "Verrohung der Kampf-Radler"

DPABei Rot über die Ampel brettern, auf der falschen Seite fahren: Verkehrssünder auf zwei Reifen gehen Bundesverkehrsminister Ramsauer gewaltig auf die Nerven. Er fordert ein konsequentes Vorgehen gegen "Kampf-Radler - und Verkehrserziehung vor der "Tagesschau".

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...826553,00.html
  1. #120

    Erschreckende Unkenntnis der StVO

    Zitat von ich2010 Beitrag anzeigen
    oder auch noch was nettes: von wegen rechts fahren. schön in der mitte die fahrbahn blockieren damit auch ja kein pkw vorbei kann. weil - ein rad ist ja auch sooooo breit.
    Schon mal drüber nachgedacht, dass auch ein Radfahrer mindestens 1,5 Meter Abstand von Hindernissen halten muss, an denen er vorbei fährt? Das entspricht zufällig in etwa der Spannweite der Tür eines parkenden Autos, die sich plötzlich öffnet. Macht insofern sogar richtig Sinn.

    Die mindestens 1,5 Meter Abstand gelten übrigens auch für Autofahrer, die an Radfahrer vorbei fahren. Wobei Richter in der Regel, wenn es sich bei dem Hindernis um einen Radfahrer handelt, eher zu einem Mindestabstand von 2 Metern tendieren.

    Erschreckend wie wenig Ahnung manche Verkehrsteilnehmer von den Regeln haben. Aber Radfahrer vorschreiben wollen, sich an falsche Annahmen halten zu müssen.

    Wenn man hier liest, bekommt man den Eindruck, dass es besser wäre bei jeder Änderung der StVO, das autofahrende Volk zur Nachschulung zu bitten. Als Radfahrer informiert man sich, angesichts der falschen Anfeindungen, derer man ständig ausgesetzt ist, ja notgedrungen regelmäßig von ganz alleine über die tatsächlichen Regeln - die sich übrigens ständig ändern. Was vor 20 Jahren gegolten hat, muss dies schon lange nicht mehr tun.
  2. #121

    Zitat von Cotti Beitrag anzeigen
    Ja, es gibt viele Radfahrer, die darauf bauen, dass die motorisierten Verkehrsteilnehmer für sie mit aufpassen werden - schon weil man Angst um das "heilige Blechle" hat.
    Sie denken ernsthaft, dass ein ungeschützter radfahrer es darauf ankommen laesst ob seine knochen einem durchschnittlich 1,5t-KFZ standhalten? wer tut sowas?
  3. #122

    Zitat von LJA Beitrag anzeigen
    Aber fahren Sie ruhig auf der Strasse, dann ist auf den Radwegen wenigstens mehr Platz.
    Also, ich habe (in Deutschland) noch nie einen Radweg gesehen, auf dem der Platz aufgrund von dort fahrenden Radfahrern knapp wurde. (Im Gegensatz zu Holland, wo ich schon hin und wieder auf einem vierspurigen Radweg in einer Kollonne gefangen war, aber trotzdem schneller ans Ziel kam als auf einem komplett „freien“ deutschen Radweg.)
  4. #123

    Zitat von kahabe Beitrag anzeigen
    gibt es so schöne getrennte, gekennzeichnete Fuß- und Radwege neben der Fahrbahn.
    Wie schön die Radlerwelt aus dem Auto auszusehen scheint. Es wäre schön, wenn ihre Aussage in dieser Pauschalität stimmen würde. In der Realität trifft das auf einen verschwindend geringen Teil der Wege zu. Fahren Sie doch mal vom Theaterplatz zur Hauptwache auf dem Radweg. Oder den Marbachweg von der Gießener Straße zur Eckenheimer. Oder den Alleenring entlang am Bürgerhospital vorbei. Viel Spaß!
  5. #124

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Das Problem ist Unfälle mit Radfahrern an denen kein motorisiertes Fahrzeug beteiligt ist werden nicht systematisch erfasst. Wenn Radfahrer mit anderen Radfahrern oder Fussgängern kollidieren bleiben Opfer nicht auf den verusachenden Radfahrer beschränkt.
    Selbstverständlich werden Unfälle mit schweren Personenschäden, bei denen dann auch die Polizei hinzugezogen wird, statistisch erfasst.
  6. #125

    Zitat von Siegfried Zynzek Beitrag anzeigen
    Den meisten Radfahrern ist nicht klar, dass eine rote Ampel auch für sie gültig ist.

    Denn: Radfahrer benötigen keine gültige Fahrerlaubnis. Die meisten haben keinen Führerschein.
    Das ist nun aber wirklich platter Blödsinn. Jedes Kind lernt, durch die Eltern und in der Schule, was eine rote Ampel bedeutet.
  7. #126

    Zitat von box-horn Beitrag anzeigen
    Aber vermutlich gehören Sie beispielsweise zu denen, die gerne 3 Getränkekisten auf dem Gepäckträger kilometerweit nach Hause schieben.
    Ihre Bequemlichkeit ist bereits die Ursache aller laerm- und emissionsprobleme. ein bisschen mehr bewegung wuerde nicht schaden, ich habe jedenfalls noch von keinem radfahrer gehoert, der verdurstet in seiner wohnung aufgefunden wurde....
  8. #127

    Zitat von stefan.albrecht@virgilio. Beitrag anzeigen
    Leider kann ich Ramsauer hier (ausnahmsweise) verstehen, obwohl ich selbst viel gern radle, auch, ausser bei Regen, jeden Tag zur Arbeit mit dem Rad fahre (es sind ca. 2,5 km ein Weg) und mich sicher nicht 2 Minuten vor eine rote Ampel stelle und warte bis sie grün wird, wenn alles frei ist.
    Aber es gibt Zeitgenossen die meinen, dass sie allen zeigen müßten, wie ignorant sie auf dem Fahrrad sein können, auch auf dem MTB und mit voller "Kampfausrüstung" wie Helm usw.
    Nein, Sie haben den Ramsauer eben nicht verstanden. Er verunglimpft jeden Radfahrer, der an einer dauerroten Gängelampel an einer leeren Straße die Geduld verliert, als "Kampf-Radler". Also auch Sie!
  9. #128

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Es stimmt dass auch Autofahrer zunhemend nachlässig Blinken. Bei Radfahrern ist aber die Anzeige des Richtungswechsels eher Ausnahme als die Regel.
    "Rechtzeitig und deutlich anzeigen"; es steht mitnichten irgendwo, dass man Kunststückchen veranstalten soll, indem man trotz Kopfsteinpflaster und Bremsbedarf den Arm raushält. Man kann seine Abbiegeabsicht auch durch andere Zeichen der Körpersprache und des Verhaltens anzeigen.
  10. #129

    Zitat von LJA Beitrag anzeigen
    Der Autofahrer kann mir seine Tür höchstens darbieten, wenn ich auf der Strasse fahre, auf dem Radweg ist es eher der Beifahrer. Das nimmt sich im Zweifel nichts.
    Der Autofahrer als aktiver Verkehrsteilnehmer schaut beim Aussteigen wesentlich häufiger in den Spiegel als der Beifahrer (für den der Spiegel auch nicht eingestellt ist).


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