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Verkehr: Allein auf der Autobahn

Minister Ramsauer fordert mehr Geld für den Fernstraßenbau. Forscher halten viele Projekte für überflüssig - und die Wachstumsprognosen zum Autoverkehr für übertrieben.

http://www.spiegel.de/0,1518,800105,00.html
  1. #80

    Warten Sie noch ein wenig...

    Zitat von Ivy Mike Beitrag anzeigen
    Es mag ja sein, dass insbesondere in Ostdeutschland das ein oder andere Überangebot besteht.

    Aber ansonsten:
    Die A8 etwa zwischen Stuttgart und München ist immer noch fast durchgängig zweispurig nach Ulm.
    Auf der B27 zwischen Tübingen und Stuttgart gibts den doppelten täglichen Verkehr wie auf dem Berliner Ring und trotzdem ist die immer noch zweispurig.

    Auch in NRW und um Frankfurt dasselbe Bild. Überall Stau, baufällige und unzureichend ausgebaute Autobahnen.
    Dagegen werden Steuergelder in Bahnprojekte sinnlos verschwendet.
    Im Rahmen von S21 sollen alleine mindestens 1,5 Mrd für eine 20 minütige Fahrzeitverkürzung von Stuttgart nach München investiert werden.

    Vom Stadtverkehr, etwa in Berlin, will ich gar nicht reden. Da stehen topmoderne klimatisierte Straßenbahnen Straßen mit Schlaglöchern wie in einem Drittweltland gegenüber.
    ...auf die Fertigstellung von Stuttgart21: Dann kommen Sie (fast)mit Lichtgeschwindigkeit von München oder Tübingen nach Stuttgart. Sie haben Zweifel? Ich nicht. Die Bahn hat´s versprochen.
  2. #81

    Provinzpossen in Deutschland

    Es gibt Autobahnprojekte die offensichtlich unnötig sind aber trotzdem schnell durchgezogen werden, siehe A31. Dafür hatte sich seinerzeit eine private Initiative gebildet, die den Lückenschluss finanziell mitgetragen hatte.

    Andererseit gibt es Streckenabschnitte, wie an der A33 zwischen Bielefeld und Osnabrück, wo die Autobahn dringend benötigt wird und auch schon weitgehend fertiggestellt ist. Seit 30 Jahren wird der längst überffällige Lückenschluss immer wieder von vorgeblichen Krötenschützern und Fledermausaktivisten behindert, denen jeder Vorwand recht ist, um das Projekt zu boykottieren.

    So werden Kosten für den Bundeshaushalt unendlich in die Höhe getrieben und Stadtkerne der anliegenden Orte fast unbewohnbar gemacht, indem der Schwerlastverkehr über die völlig überlastete Bundesstraße 68 geführt wird.
  3. #82

    Siemens

    Zitat von #venturi Beitrag anzeigen
    Meinen Sie die griechischen Leute sind von Natur aus korrupter?
    Die, die das genau wissen, sind i.d.R. dabei.
  4. #83

    .

    http://vplno1.vkw.tu-dresden.de/oeko/becker.htm

    Wo hat sich dieser Herr Becker eigentlich in den letzten 6-7 Jahren versteckt? Kein Projekt, keine Veröffentlichung, kein garnichts.

    Aber die Planungsbeamten "hirnrissig" schelten. Ich wünsche ihm von Herzen ein Jahr Berufsverkehr irgendwo zwischen Dortmund, Essen, Düsseldorf, Köln und Bonn an den Hals.
  5. #84

    autobahn geht gar nicht®

    Zitat von Laserfrankie Beitrag anzeigen
    Ich denke, der Artikel lässt völlig außer Acht, dass Autobahnen sehr viel zur Verkehrssicherheit beitragen. Ich weiß noch sehr genau, wie es war, bevor die A20 fertiggestellt wurde
    Sie haben den vielleicht wichtigsten Aspekt berührt, der in dieser ganzen vorwiegend ideologisch geprägten Diskussion bis dahin völlig unbeachtet wurde. Die Verkehrssicherheit. Danke.

    Es gibt noch einen Aspekt: die Autobahnen sind umweltfreundlich. Ja, richtig gelesen.

    Anekdote dazu:
    Kurz nachdem die A20 fertig gestellt wurde, war ich mit einer Kollegin unterwegs, die sich gerade in der Tourismus-/Eventbranche selbstständig machte, auf der Suche nach Locations an der MeckPomm-Ostseeküste. Die Kollegin, Typ Emo-Gutmensch, fing auf der A20 an zu jammern: diese ganze Landschaft… die zerstörte Natur… die Landfläche… Schlimm, diese Autobahn…

    Ich wartete ab, bis wir unter der ersten Grünen Brücke für Tiere hindurch gefahren sind, zeigte auf die Brücke: "Weiß du, was das ist? Eine grüne Brücke für die Tiere. Und schau da - links und rechts ein Wildschutzzaun. Weißt du noch, wie viele Tiere hier den Tot fanden, Tag für Tag, als es die Autobahn nicht gab und der Verkehr über die Alleen und Landstraßen rollte?"

    Sie schwieg kurz an: "So habe ich es noch nie gesehen…". Ich nickte. "Na also!"
  6. #85

    KeinTitel

    Zitat von luketheduke Beitrag anzeigen
    Aber warum wird die A14 nach Schwerin gebaut, und nicht auch am Bedarf entlang nach HH? Die Strecke nach Schwerin ist zum Teil sehr gut ausgebaut als Bundesstr. und gut.....
    Aus meiner Sicht grad die einzig richtige Lösung. Entlastet die Knoten in Hamburg und Berlin. Stärkt die Häfen Rostock, Wismar und Sassnitz/Mukran (der einzige Hafen in ganz Westeuropa wo der Umschlag von Güterzügen russicher und finnischer Schienenbreite möglich ist).
  7. #86

    liegt eher an den LKWs

    Zitat von Europas Beitrag anzeigen
    Eine weitere, nicht angesprochene Geldverschwendung ist die Notwendigkeit, aufgrund des nicht vorhandenen Tempolimits auf einigen Autobahnen diese auf die erwähnten 200+ km/h auszulegen. Entsprechende Kurvenradien, Flächenverbrauch und Beläge machen deutsche Autobahnen nochmal besonders teuer, ohne das dieses irgendeinen Nutzen hat (nicht einmal generelle Zeitersparnis, die Durchschnittsgeschwindigkeit steigt mit einem Tempolimit).
    Die Aussage ist so nicht richtig. Ob eine Autobahn mit Tempolimit zu befahren ist oder nicht, ist für die Planung derselben nicht von Bedeutung, denn die Bahn kann auch zu einem späteren Zeitpunkt eine Geschwindigkeitsbegrenzung verpasst bekommen oder davon befreit werden.
    Der Flächenverbrauch über die Regelquerschnitte und Anzahl der Fahrstreifen und die Belagstärke für die Oberbauschichten bemessen sich nach dem für diesen Abschnitt prognostizierten Verkehrsaufkommen und dem darin enthaltenen Anteil des Schwerlastverkehrs.
    Wenn der Autobahnbau insgesamt billiger werden soll, müsste sich die Politik eben nach Jahrzehnten mal dazu durchringen, der Schiene bzw. dem Schienengüterverkehr die ihnen eigentlich gebührende Stellung innerhalb der Verkehrsträger durch entsprechende Investitionen und politischen Willen durchzusetzen.
    Allerdings wird das auch in der nächsten Zeit wohl eher Wunschtraum bleiben.
  8. #87

    Alles okay!

    Wie sollen sich in strukturschwachen Regionen neue Unternehmen ansiedeln, wenn die Infrastruktur für'n A ist?!?!

    Eine Getto-isierung von Städten kennen wir ja, wenn in den schachen Regionen aber bald keine Verbesserungen stattfinden, wohnen bald alle in Bayern & Co.

    Und trotzdem: Dieses Geld, was Herr Ramsauer (oder seine Vorgänger) verballert hat, wäre für effektive Förderprogramme besser geeignet.
  9. #88

    Dem Nagel auf den Kopf getroffen

    Sinnlose Investitionen im Osten und kaum im Westen, genauer gesagt in Niederbayern. Hier könnte Ramsauer punkten. Es ist schon traurig, wenn man durch diesen Landesteil fährt. Viel Verkehr und wenig Straßen. Staats- und Gemeindestraßen teilweise ohne Mittelund Randmarkierungen und die Begrenzungspfosten handgedrechselt aus Holz und weiß angestrichen. Letzteres ist kein Witz!!! Das ist Niederbayern 2011.
  10. #89

    A31 rulez

    Zitat von derlabbecker Beitrag anzeigen
    ... immer wenn ich die A31 fahre ist die brechend voll. Und die Zeiten, als die vom AB Kreuz an der A2 bis zum Emstunnel in Leer ohne Geschwindigkeitslimit war, sind auch vorbei. Fahren Sie die Autobahn mal wenn Ferien sind, oder lange Wochenenden. Es ist nämlich die kürzeste Verbindung von NRW zur Nordsee.
    Ausserdem fahren auf der A31 massenweise Autotransporter, die A31 geht schliesslich nach Emden, dort landen die meisten importierten Autos an. Und für die Strecke Emden - Ruhrgebiet werden die nicht mit der Bahn, sondern mit dem LKW transportiert und zu den Autohäusern gefahren.
    Sollen die alle durch die emsländischen Dörfer fahren?
    Ich fahre gerne die A31, weil mir die A1 zu voll und zu hügelig ist.
    Die Zeit, die ich auf der A1 im Stau stehen würde, verbringe ich lieber fahrenderweise in diesen echt krassen Moorlandschaften.








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