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Verkaufsschlager E-Bike: Rad-Designer unter Strom

Kräftiger Motor, starker Akku, doch ästhetisch ein Graus: Komfortabel mögen viele E-Bikes sein, ihr Äußeres ist nur etwas für Ignoranten. Das wollen die Hersteller jetzt ändern - mit frischem Design, das sie sich bei Apple abgeguckt haben.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...783959,00.html
  1. #1

    Die E-Bike-Hersteller arbeiten trotzdem immer noch so als ob ihre Kundschaft aus Rennfahrern besteht, die nur perfekte Strecken befährt.

    Der Fahrradalltag sieht aber so aus, dass die Radwege von Bordsteinkanten unterbrochene Schlaglochpisten mit Glasscherben sind, und man auch gelegentlich mal einen mit Rollsplit oder Schotter befestigten oder gänzlich unbefestigten Weg fahren muss.

    Was Ottonormalfahrer benötigt ist ein Fahrrad mit breiten robusten Reifen, das auch schonmal einen Zentner mehr laden kann (und dafür auch mit Laderaum ausgerüstet werden kann ohne dass der Fahrer davon beengt wird), das den Fahrer vor allem bei Gegenwind und bergauf unterstützt, und das schonmal einen Knuff verträgt und nicht bei jedem Regentropfen wegrostet. Wenn es dann noch gelingt dass das Fahrrad den Fahrer einigermassen vor der Witterung schützt dann ist es ein annehmbares Transportmittel.
  2. #2

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Was Ottonormalfahrer benötigt ist ein Fahrrad mit breiten robusten Reifen, das auch schonmal einen Zentner mehr laden kann (und dafür auch mit Laderaum ausgerüstet werden kann ohne dass der Fahrer davon beengt wird), das den Fahrer vor allem bei Gegenwind und bergauf unterstützt, und das schonmal einen Knuff verträgt und nicht bei jedem Regentropfen wegrostet. Wenn es dann noch gelingt dass das Fahrrad den Fahrer einigermassen vor der Witterung schützt dann ist es ein annehmbares Transportmittel.
    Frueher wurde so etwas als Saenfte angeboten.
  3. #3

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Was Ottonormalfahrer benötigt ist ein Fahrrad mit breiten robusten Reifen, das auch schonmal einen Zentner mehr laden kann (und dafür auch mit Laderaum ausgerüstet werden kann ohne dass der Fahrer davon beengt wird), das den Fahrer vor allem bei Gegenwind und bergauf unterstützt, und das schonmal einen Knuff verträgt und nicht bei jedem Regentropfen wegrostet. Wenn es dann noch gelingt dass das Fahrrad den Fahrer einigermassen vor der Witterung schützt dann ist es ein annehmbares Transportmittel.
    Bitte, ich hätte da gerne noch n paar Extras:

    - Düsentriebwerk für schnelle Sprints
    - Ausfahrbare Spikes
    - 2 AIM-9 Sidewinder Raketen
    - Klimaanlage
  4. #4

    Skepsis

    Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob die Leute, die ständig Artikel über das Radfahren veröffentlichen überhaupt schon einmal selbst Rad gefahren sind. Genauso wie ich mich das bei Planern von Radwegen frage. Wenn bspw. Drücker etxra für Radfahrern neben Bedarfsampel montiert werden finde ich das prinzipiell toll. Aber warum müssen diese fast immer so aufgestellt werden, dass man diese vom Radweg kaum erreicht? Aber das ist ein anderes Thema.
    Aber was bitte schön ist beim Anfahren mit dem Rad schweißtreibend? Natürlich muss man dazu seine Gangschaltung einsetzen, aber mit dem Auto fahre ich doch auch nicht im vierten Gang an, oder? Wenn das der einzige Grund ist 2.000 EUR auszugeben, dann würde ich lieber zum Fahradhändler meines Vertrauens gehen und mir eine Einweisung in meine Gangschaltung geben lassen und mit dem Geld viele andere tolle Dinge unternehmen, wenn ich bisher damit nicht zurecht gekommen bin.
    Wirklich schweißtreibend (für normal körperlich fitte Menschen) sind doch Anstiege, starker Gegenwind und lange Strecken, wobei letztes mehr ein Konditionsproblem ist.
    Gerade in Zeiten, wo sich immer mehr über den allgemeinen Fitnessmangel beklagt wird, wird dies mit den "neuen" Rädern wieder nur mehr gefördert. Denn ich kann mir kaum vorstellen, dass die Besitzer dieser Räder jetzt dadurch überpropotional mehr Rad fahren werden. Ihre Kondition ist ja nach wie vor die gleiche, sie kommen nur weiter, weil sie eine zusätzliche Unterstützung haben, aber nicht, weil sie mehr "trainieren".
    Eine interessante Frage ist auch noch, inwieweit die Fahrer diesen neuen Geschwindigkeitsrausch beherschen. Jahrelang ging es mit 15 Km/H vorwärts und nun sind es auf einmal 25.
    Wie man sieht, bin ich dem ganzen nicht so positiv gestimmt. Ich bin eher der Meinung, wer mit dem Rad nicht verschwitzt auf Arbeit erscheinen möchte, der sollte seinen Arbeitgeber eher davon überzeugen eine schöne Dusche zu installieren (sofern diese nicht schon vorhanden ist) und dann klassisch mit Rad und anschließender Dusche den Tag beginnen. Und wenn der Chef der Meinung ist, dass eine Dusche zu teuer ist, so hat man ja immer noch die 2.000 gesparten EUR als "Spende" zur Verfügung ;-)
  5. #5

    Deshalb Straße

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Der Fahrradalltag sieht aber so aus, dass die Radwege von Bordsteinkanten unterbrochene Schlaglochpisten mit Glasscherben sind, und man auch gelegentlich mal einen mit Rollsplit oder Schotter befestigten oder gänzlich unbefestigten Weg fahren muss.

    Was Ottonormalfahrer benötigt ist ein Fahrrad mit breiten robusten Reifen
    Nein, was man benötigt sind Radspuren auf der Straße und ein Ende der gefährlichen Sonderwege dicht neben Fußgängern.

    Mit jedem lang übersetzten Rad fährt man auf Kurzstrecken zwischen 30 und 40 km/h, ganz ohne E-Unterstützung. Gewicht um die 10 kg. Preis ca. 800-1000, was einem Satz Sommerreifen für mein Auto entspricht.
    Ein Schleichrad mit breiten Reifen ist kein Verkehrsmittel, das ich gebrauchen kann, denn ich habe meine Zeit nicht gestohlen.
  6. #6

    Natürlich nicht

    Zitat von Ein reger Leser Beitrag anzeigen
    Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob die Leute, die ständig Artikel über das Radfahren veröffentlichen überhaupt schon einmal selbst Rad gefahren sind. Genauso wie ich mich das bei Planern von Radwegen frage.
    Wer überhaupt noch separate Radwege plant, kann vom Radfahren schon mal überhaupt keine Ahnung haben. Ich empfehle Nachschulungen in den Niederlanden.
  7. #7

    Zitat von a.weishaupt Beitrag anzeigen
    Nein, was man benötigt sind Radspuren auf der Straße und ein Ende der gefährlichen Sonderwege dicht neben Fußgängern.

    Mit jedem lang übersetzten Rad fährt man auf Kurzstrecken zwischen 30 und 40 km/h, ganz ohne E-Unterstützung. Gewicht um die 10 kg. Preis ca. 800-1000, was einem Satz Sommerreifen für mein Auto entspricht.
    Ein Schleichrad mit breiten Reifen ist kein Verkehrsmittel, das ich gebrauchen kann, denn ich habe meine Zeit nicht gestohlen.
    Ich bin auch nicht dafür dass Produkte wie von Ihnen bevorzugt abgeschafft werden, sondern dafür dass auch Fahrräder hergestellt werden für Leute, die im bestehenden Verkehrswegenetz ein alltagstaugliches Transportmittel benötigen. Also robust, einigermassen gängig auch auf leicht groben Pisten, mit der Kapazität angemessene Lasten zu transportieren und wenigstens Waden und Schuhe vor Regen und Spritzwasser zu schützen (dann braucht man keine Vollschutzkleidung mit sich herumschleppen, sondern ein Regencape reicht voll aus).

    Für die Bedürfnisse von Radfahrern angelegte Verkehrswege würde ich natürlich sehr begrüssen.
  8. #8

    Wer, wo, was?

    Zitat von a.weishaupt Beitrag anzeigen
    Nein, was man benötigt sind Radspuren auf der Straße und ein Ende der gefährlichen Sonderwege dicht neben Fußgängern.

    Mit jedem lang übersetzten Rad fährt man auf Kurzstrecken zwischen 30 und 40 km/h, ganz ohne E-Unterstützung. Gewicht um die 10 kg. Preis ca. 800-1000, was einem Satz Sommerreifen für mein Auto entspricht.
    Ein Schleichrad mit breiten Reifen ist kein Verkehrsmittel, das ich gebrauchen kann, denn ich habe meine Zeit nicht gestohlen.
    Wie bitte? Ich bin selber langjähriger Radfahrer und habe etlich Radtouren entlang von Flüssen getan. Aber 30 bis 40 km/h bekam ich auf ebener Strecke noch nie drauf. Höchstens mal auf abschüssigen Stücken.

    Was die Radwege anbelangt, da rate ich jedem, mal nach Holland zu fahren.

    Ich lebe dort sechs Monate pro Jahr und habe die separaten Radwege schätzen gelernt. Prinzipiell haben die eine rote Einfärbung, so daß der Kraftverkehr sofort sieht, daß es sich hier um einen Radweg handelt.Echte offizielle Einbahnstrassen gibt es für Radler so gut wie nicht.

    Was ich auch gut finde: Daß Brommers und Bromfietsen (Mofa und Moped)auch auf diesen sicheren Wegen fahren.

    Was wiederum schlecht ist: Daß illegal frisierte Mopeds mit bis zu 60 Sachen auf dem Radweg unterwegs sind und den langsameren Radfahrer beim Vorbeifahren gefährden können.

    Und ja, auch dort nehmen die Elektroräder gewaltig an Zahl zu. Aber der Unterschied im Preis ist dort nicht so hoch wie hier. Für ein ordentliches Batavia oder Gazelle zahlt man schon 1200 EUR, für ein Elektrorad so ab 2000.
  9. #9

    Innovation Privatraeder

    Leider sind in vielen deutschen Staedten nur Leihfahrradsysteme ueblich, Nutzung eigener Raeder ist dagegen oft nur zeitlich beschraenkt moeglich, erst recht im Falle von Elektroraedern.

    Man leiht das Fahrrad gegen eine Flatrate (in Laienkreisen wird dieser Vorgang grob irrefuehrend "kaufen" genannt), die in etwa dem Kaufpreis entspricht, fuer eine unbestimmte Zeit. Das rechnet sich meistens nicht, da auch alle Wartungs- und Aufruestungskosten auf den Nutzer abgewaelzt werden.
    Allerdings ist der Abholservice vollkommen kostenlos und (wie auch der gesamte Vorgang bei Leihende) recht unbuerokratisch - nicht einmal die Fahrradschlossschluessel muessen zurueckgeben werden, sondern dienen als nettes Souvenir.
    Und bei Beschaedigungen der Raeder trumpfen die Verleiher mit beispielloser Kulanz auf - selbst fehlende Teile, Platten oder schwere Wartungsmaengel werden aeusserst selten in Rechnung gestellt.








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