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Verhandlungen mit China: Taiwan wagt den Flirt mit dem Erzfeind

Taiwan geht auf den Erzfeind China zu. Doch was die Wirtschaft der Inselnation zu neuen Höhenflügen befördert, könnte das Fundament der jungen Demokratie zerstören. Denn schon kaufen chinesische Unternehmer die Medien in Taipeh auf - und erste Besuche von Militärs bringen eine böse Überraschung.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...664415,00.html
  1. #80

    KMT und CCP

    > wobei wir dann anerkennen sollten, dass sich nicht Taiwan und China annähren. Sondern die KMT und CCP.

    So ist es. Und ab und zu findet das sogar mal den Weg in deutsche Medien, etwa die Deutsche Welle.
    Wer bei DW-World nach "Trügerische Harmonie"sucht, findet z.B. das:

    "Taiwans Kuomintang und die kommunistische Partei Chinas – ausgerechnet die beiden früheren Todfeinde kommen heute gut miteinander zurecht. Denn sie haben einen gemeinsamen Gegner: Taiwans Opposition."

    Das soll kein Eigenlob sein, aber oft entsteht der Eindruck, dass die Medien schon gleichgeschaltet seien.
  2. #81

    Taiwan

    Letztes jahr gab es einen Fall der in Deustchland hohe Wellen geschlagen hat. Es ging um eine Journalistin bei der Deutschen Welle: hier ein Kommentar von Ihr
    http://www.dw-world.de/dw/article/0,...209429,00.html

    hier
    http://community.zeit.de/user/region...fall-zhang-dan

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29560/1.html

    ihre Rehabilitation
    Die Untersuchung wurde von Ulrich Wickert durchgeführt, der Schluss gekommen ist, dass die Anschuldigungen unberechtigt sind. Eine diplomatische Lösung, die hier Vertreten wurde
    http://www.geowis.de/product_info.ph...27082da9dd3b6b

    Eine Andere Frage, wenn die Mehrheit der Taiwaner so pragmatisch handelt und hinter ihrem Land stehen, so ist es sehr verwunderlich, dass im Palarment eine 2/3 Mehrheit zustande gekommen ist und der Präsident mit einer 58,5 Prozent Mehrheit gewählt wurde.

    Es gibt wohl einige in der Bevölkerung die ein anderes Interesse verfolgen.
  3. #82

    überrascht...

    Zitat von scipio Beitrag anzeigen
    Letztes jahr gab es einen Fall der in Deustchland hohe Wellen geschlagen hat. Es ging um eine Journalistin bei der Deutschen Welle: hier ein Kommentar von Ihr
    http://www.dw-world.de/dw/article/0,...209429,00.html

    hier
    http://community.zeit.de/user/region...fall-zhang-dan

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29560/1.html

    ihre Rehabilitation
    Die Untersuchung wurde von Ulrich Wickert durchgeführt, der Schluss gekommen ist, dass die Anschuldigungen unberechtigt sind. Eine diplomatische Lösung, die hier Vertreten wurde
    http://www.geowis.de/product_info.ph...27082da9dd3b6b
    jetzt bin ich überrascht. Was hat diese Geschichte mit dem Thema zu tun? Oder wollten Sie den Taiwanreporter darin bestärken, dass manchmal in der Presse krudes Zeug steht?

    Zitat von scipio Beitrag anzeigen
    Eine Andere Frage, wenn die Mehrheit der Taiwaner so pragmatisch handelt und hinter ihrem Land stehen, so ist es sehr verwunderlich, dass im Palarment eine 2/3 Mehrheit zustande gekommen ist und der Präsident mit einer 58,5 Prozent Mehrheit gewählt wurde.

    Es gibt wohl einige in der Bevölkerung die ein anderes Interesse verfolgen.
    Zum Thema Wahlen in Taiwan verweise ich auf #54.
    Daneben ist die letzte Präsidentschaftswahl sehr interessant. Ma wurde gewählt für die Versprechen wirtschaftliches alles besser zu machen als der Vorgänger (der zwar ein solides aber in den Augen vieler nicht ausreichend hohes Wirtschaftswachstum vorweisen konnte) und darüber hinaus Distanz zu China zu halten. Er versprach explizit, sich nicht zu weit an China anzunähren.

    Ma wurde gewählt - heute sind seine Umfragewerte (selbst in der KMT-freundlichen Presse) tief im Keller und in der Komunalwahl letzte Woche gab es starke Verluste für die KMT.

    Sie sehen, die Taiwanesen haben definitiv etwas anderes mit der letzten Präsidentschaftswahl wählen wollen, als das, was sie bekommen haben.
  4. #83

    sorry...

    Zitat von frankfurter_75 Beitrag anzeigen
    Zum Thema Wahlen in Taiwan verweise ich auf #54.
    sollte #53 heissen.
  5. #84

    Taiwan

    Herr frankfurter_75
    haben Sie letztes Jahr den Fall nicht verfolgt?!
    Der Fall hat durchaus etwas mit dem zu tun, was z.b. Herr taiwanreporter.de uns mitgeteilt hat.
    Und deckt sich ebenfalls mit ihrer Aussage.

    Zur Zeit bewegt sich die Politik in seltsame Bahnen.
    Und es werden Entscheidungen getroffen um die politische Einflussnahme aufrechtzuerhalten, die nicht unbedingt auf anhieb verstanden werden und in einer sehr verschwommene Grenze anzusiedeln sind.

    Die Kommunalwahlen habe ich verfolgt.
    4 von 17 Bereiche wurden von der DDP gewonnen und einer ist zurückgewonnen wurden Yi-Lan. Hualien wurde von einem unabhänigen Kandidaten gewonnen, der vorher aus dem KMT Lager abstammte.

    zu 53
    ist durchaus gegeben, jedoch reicht es bei weitem nicht aus, um eine 2/3 Mehrheit im Palarment zu erringen, da muss schon mehr als unbewusstes handeln vorliegen.
  6. #85

    Leider nicht verfolgt

    Zitat von s4705012cipio;
    Herr frankfurter_75
    haben Sie letztes Jahr den Fall nicht verfolgt?!
    Der Fall hat durchaus etwas mit dem zu tun, was z.b. Herr taiwanreporter.de uns mitgeteilt hat.
    Und deckt sich ebenfalls mit ihrer Aussage.
    Ich hatte den Fall am Rande mitbekommen aber nicht so sehr aktiv verfolgt. Mir tat die Frau irgendwie leid (nicht lachen, ist ernstgemeint) - sie schwafelt genauso unbedarft wie die meisten Chinesen, die ich kennenlernen durfte. Obwohl es sich fast immer um sehr kompetente Leute in ihrem akademischen Fach handelte. Leider kam dann jeder auf die Idee, dass (da sie ja Reporterin ist) es Propaganda für die CCP sein müsste und nicht normale Unbedarftheit.

    Zitat von s4705012cipio;
    Zur Zeit bewegt sich die Politik in seltsame Bahnen.
    Und es werden Entscheidungen getroffen um die politische Einflussnahme aufrechtzuerhalten, die nicht unbedingt auf anhieb verstanden werden und in einer sehr verschwommene Grenze anzusiedeln sind.

    Die Kommunalwahlen habe ich verfolgt.
    4 von 17 Bereiche wurden von der DDP gewonnen und einer ist zurückgewonnen wurden Yi-Lan. Hualien wurde von einem unabhänigen Kandidaten gewonnen, der vorher aus dem KMT Lager abstammte.

    zu 53
    ist durchaus gegeben, jedoch reicht es bei weitem nicht aus, um eine 2/3 Mehrheit im Palarment zu erringen, da muss schon mehr als unbewusstes handeln vorliegen.
    Die Wahlergebnisse per se sind nicht so aussagekräftig. Wenn Sie die einzelnen Bereiche ansehen, dann merken Sie, dass die DPP in vielen Bezirken seit Jahren aufholt und die KMT teilweise kräftig Stimmen verlor - obwohl sie trotzdem stärkste Partei blieb. Und dass ist bemerkenswert.
    Daneben bleibe ich dabei, dass auf kommunaler Ebene der KMT auf absehbare stärkste Partei bleiben wird, da sie die Netzwerke der Geschäftsleute vor Ort am besten beherrscht. Die DPP muss sich überlegen, ob sie entsprechend mitmischen möchte oder mit einem neuen Saubermann-Image gegen Korruption angehen möchte. Aber das weiter wurschteln wie bisher bringt ihr nicht so viele Stimmen von enttäuschten KMT-Wählern.
  7. #86

    Taiwan

    hallo frankfurter_75
    Die KMT hat im Westen von Taiwan Verluste hinnehmen müssen, dennoch kompensiert wurde. Im Osten mit YILan war es eine deutliche Niederlage und Hualien eine Schlappe einstecken müssen, die dennoch erst bewertet werden muss, da dieser Gewinn nicht zu DPP gerechnet werden darf. Dies wirkt sich auf die "Cross Straits" erheblich aus, denn Politik reagiert immer, wenn Macht verloren wird.

    Aber ich gebe Dir recht das es im Verlauf des letzten Jahrzehnten zu einer stärke von einer Partei gekommen ist, die es mit der KMT auf Augenhöhe geschafft hat zu ringen.
    Dennoch ist ihre Stabilität auf ein hohem Niveau noch nicht gegeben.
    (es ist eine beachtlich Leistung, wie sie sich gemausert haben)


    Deine Aussage, dass die Geschäftsleute aufgrund geschäftspraktiken mit der der Wahl von der KMT besser verdienen als mit der DPP, ist Tatsache.

    "Meist ist der schöne Schein einer heilen Welt wichtiger" (der Traum von Ruhm und Geld)
    Gerade in einer Leistungsgesellschaft wie in Taiwan birgt es so manche Überraschungen.


    Zu der Reporterin:
    ich werde hier nicht weiter nachhaken, weil es zu einer politischen Entscheidung gekommen ist. (9 von 10 würden ein positives votum für den Artikel abgeben)
    Was ich zum Anstoss geben wollte, das in unserer Zeit ein Paradoxon entsteht, was für unsere Nachwelt unverständlich erscheinen muss. Siehe als Beispiel die Zeit vor dem 3.Reich, keiner konnte sich vorstellen, dass Deutschland ein so kluges Land in solch eine Niederungen absinken würde.
    Es ist etwas wahres dran: "dass Hochmut vor dem Fall kommt".

    Kompetenz für Akademiker ist es, Verantwortung zeigen und dies auf einem Forschungs und wissenschaftlichen Niveau.
    Und sich nicht hinreissen lassen. Schweigen ist manchmal Goldwert und hätte ihren Ruf sicherlich besser getan.

    Die Rehabilitation ist eine zweite Chance.
    In Asien würde man keine zweite Chance bekommen!








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