Taiwan geht auf den Erzfeind China zu. Doch was die Wirtschaft der Inselnation zu neuen Höhenflügen befördert, könnte das Fundament der jungen Demokratie zerstören. Denn schon kaufen chinesische Unternehmer die Medien in Taipeh auf - und erste Besuche von Militärs bringen eine böse Überraschung.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...664415,00.html
Ich sehe das ähnlich wie Sie. Wurde das "Ein Staat, zwei Systeme"-Prinzip doch für Taiwan erdacht.
Wirtschaftlich findet eine Verquickung ja schon jahrzehnte statt und Taiwan ist ein wichtiger Motor für den wirtschaftlichen Aufstieg der VR.
Trotzdem sehe ich keine Wiedervereinigung innerhalb der nächsten 30-50 Jahre. Denn anders als im Artikel dargestellt (viele der Sprecher dort sind natürlich Mitglieder der DPP, die für die Unabhängigkeit Taiwans steht), gibt es in Taiwan noch eine sehr sehr deutliche Bevölkerungsmehrheit, die gegen sowas ist und der sogar Präsident Ma zu weit geht.
Ich habe dort fast 2 Jahre gelebt und wage daher, mir dieses Urteil zu erlauben.
Dieser Pro-Straight-Relations Schub in Taiwan wird sich erst noch beweisen müssen. Nach den nächsten Wahlen wissen wir mehr.
...das mit der Landkarte ist eine dreiste Lüge und das wissen Sie auch. Taiwan besteht schon seit gut einem Jahrzehnt nicht mehr auf die Mongolei etc. Diese Karten wurden überall schon unter dem früheren Präsident Lee Teng-hui abgeschafft. Übrigens hat die VR China damals dagegen protestiert, weil das als erstes Zeichen von angeblicher Unabhängigkeit gewertet wurde.
Aber mal was ganz Anderes. Niemand hat etwas dagegen wenn China und Taiwan sich wiedervereinigen. Aber die Mehrheit der Taiwanesen muss dem zustimmen und das geht wohl nur, wenn China demokratisch ist und rote Spione wie Sie nicht mehr ihr Unwesen treiben.
Ding!
Jedenfalls kann man sich sicher sein, dass die Chancen fuer einen bewaffneten Konflikt zwischen diesen beiden Verwandten so niedrig ist wie nie zuvor. Und ich denke das dies auch eine neue Norm darstellt, die auch eine neue DPP-Regierung nicht wider antasten werden wuerde.
Denn eine allgemeine Entspannung ist eigentlich von der Mehrheit erwuenscht.
.... das geht viel schneller, und zwar ähnlich wie mit Hongkong, da wollten die Bürger auch nicht, und nun hört man, ist so ziemlich alles im "grünen Bereich". Je stärker China wird, wirtschaftlich, technologisch und militärisch - und gleichzeitig die USA sich reziprok dazu entwickelt, umso schneller läuft dieser Prozess ab. Meine Einschätzung: max. noch 10 Jahre, dann ist Taiwan das zweite Hongkong.
Weder die USA noch die EU oder gar Deutschland erkennen Taiwan als Teil Chinas an. Weder als Teil der PRC noch als ROC. Die "Ein-China-Politik" erkennt die PRC als "China" an. Aber da Taiwan niemals von Japan an China übergeben wurde erkennt keine westliche Nation und auch nicht Japan die Souveränität eines der beiden Chinas über Taiwan an.
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtlicher_Status_Taiwans
Dies haben die USA und einige europäische Nationen erst 2007 gegenüber der UNO bestätigt. Auch Japan hat dies erst in diesem Frühjahr gegenüber der Regierung in Taipeh wiederholt.
In den Augen der meisten Staaten ist Status Taiwans offen.
Lediglich die kommunistische und nationalistische Partei Chinas erkennen großzügig an, dass Taiwan Teil Chinas ist. Worum sich beide kräftig streiten.
Interessant ist es, dass der Artikel den Anschein erweckt, als hätte Taiwan Anteil am chinesischen Bürgerkrieg gehabt.
Dem ist nicht so. Bis 1952 gehörte Taiwan offiziell zu Japan und hatte mit dem Bürgerkrieg in China nichts zu tun.
Leider liessen die USA nach dem Krieg zu, das die ROC Taiwan ohne rechtliche Grundlage besetzen und kolonialisieren durfte.