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Verhandlung gescheitert: Bayern blockiert Hilfen für Schlecker-Mitarbeiter

DPADie Hoffnung der Schlecker-Mitarbeiter schwindet: Die Finanzierung von Auffanggesellschaften für 11.000 Angestellte ist gescheitert, weil Bayern dafür nicht bürgen will. Bereits kommenden Montag droht den Verkäuferinnen der Jobverlust - außer die Regierung in Stuttgart springt ein.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824598,00.html
  1. #80

    transfer

    Zitat von intensivist Beitrag anzeigen
    Liebe Foristen,
    ich bin wirklich erstaunt, wie wenig soziale Sensibilität hinter Euren Kommentaren steht.
    Hier geht es nicht um arbeitslos gewordene Millionäre, sondern um (vorzugsweise) weibliche Mitarbeiterinnen, die ohnehin in unserer Gesellschaft schlechter gestellt sind als ihr Männer. Diesen Menschen für 6 Monate eine Übergangsfrist zu gewähren, ist doch für einen Sozialstaat nicht zu viel verlangt.
    Die Läden, die gerettet werden können führt der Insolvenzverwalter weiter.

    Eine Transfergesellschaft macht Sinn, wenn an EINEM Ort 11.000 Leute entlassen werden und dieser Ort dann selber stark absinkt.
    Oder wenn dort eine hohe strukturelle Arbeitslosigkeit besteht.

    Bei einer Transfergesellschaft bekommen die MA 80% und verlieren Ansprüche aufgrund bisheriger Betriebszugehörigkeit. Nach 6 Monaten dann weniger ALG I, etc. Und als Ergebniss brauchen sie eh einen neuen Job.

    Nur zur Zeit gibt es eine neue Arbeitsstelle jetzt eher als vielleicht in 12 Monaten. Im Moment sieht es besser aus. Wer weiss ob es so bleibt.
  2. #81

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    herr schlecker selbst könnte diese auffanggesellschaft aus der portokasse finanzieren, aber er will nicht. er meint, die milliarden, die er aus dem unternehmen gezogen hat, gehören ihm allein. und bei dortmund müssen sie sich um ein paar dimensionen verrechnet haben. wenn dortmund täglich 120 millionen brauchen würde, dann wären das im jahr rund 44 milliarden, also rund ein achtel des bundeshaushalts. der sofortabriss der ganzen stadt wäre nicht nur billiger, sondern unausweichlich.
    Dortmund benötigt ca. 120 Millionen täglich über sogenannte Liquiditätskredite, damit die Stadt zahlungsfähig bleibt. Gehälter, Gebäudemieten, Sozialleistungen und Mieten. Alles auf Pump finanziert. So hat es Spiegel.tv berichtet.
  3. #82

    kott. Separates the Men from the Boy.

    Zitat von firlefranz2 Beitrag anzeigen
    Wo war die Solidarität der Konsumenten ...
    Richtig.

    Jahrelang galt Boykott als schick, erstens weil man es diesem fiesen Ausbeuter damit so richtig zeigen konnte und zweitens weil man auf diese Weise nie Gefahr lief, mit der Kassiererin zu reden, die vielleicht ganz zufrieden war und damit das ganze Weltbild erschüttert hätte.

    Und jetzt, da Schlecker pleite ist, soll es schick sein, die Arbeitsplätze zu retten, die vorher mit so viel Begeisterung zerstört wurden.

    Da lob ich die FDP, die weder Boykott noch Rettung fordert.
  4. #83

    so ist es

    Zitat von firlefranz2 Beitrag anzeigen
    Wo war die Solidarität der Konsumenten, die lieber zu Rossmann, DM und Co gegangen sind und jetzt hier rumjammern?? Schämt euch!

    Ihr seid Schuld, nicht die FDP!
    Das eine Firma pleite geht kommt hunderttausendfach in jedem Jahr vor. Sollen die betroffenen Arbeitnehmer/innen etwa alle in eine Beschäftigungsgesellschaft oder sind die Schleckerleute etwas besonderes? Wofür sind eigentlich die Arbeitsagenturen da? Übrigens sind alle Holzmann-Leute, bei denen das Gejammere damals ähnlich groß war, längst wieder in Lohn und Brot oder in Rente. In 10 Jahren kennt keiner mehr den Namen Schlecker. Und das ist gut so.
  5. #84

    Zitat von HäretikerX Beitrag anzeigen
    ironischen Inhalten umgehen.. ;-) Es ist ja nicht selbstverständlich, dass dies wie gewollt, verstanden wird. Tja, die FDP verhindert nun vermutlich die Übernahme durch potentielle Käufer..
    ob das im (inkonsequenten) Sinne unserer Wirtschaft ist?
    Danke Herr Rösler, ich hoffe Sie bekommen die Qittung!
    Genau um die Verhinderung der Übernahme durch potentielle Käufer geht es. Die Konkurrenz wird sich gegenüber der FDP vermutlich für diese "Marktbereinigung" in ihrem Sinne umgehend erkenntlich zeigen.
  6. #85

    Häh?

    Zitat von HäretikerX Beitrag anzeigen
    (...)
    Ich sehe jedoch im Fall Schlecker die Notwendigkeit der Versuches,
    weil die Betroffenen eben nicht auf dem Bau, der Automobilindustrie oder eine Lobby bei Herrn Rösler haben, sondern FRAUEN sind!!!!!
    Weil sie Frauen sind? Na und? Wer zu so schäbigen Bedingungen antritt und so seinen Beitrag leistet, daß die soziale Marktwirtschaft pervertiert werden konnte, der muß dann eben auch mit den Konsequenzen aus eigener Kraft fertig werden.
  7. #86

    Höre schon viele JobCenter MA sagen: ".... erstmal zu Penny".

    Glück auf!
  8. #87

    Können Sie das bitte

    Zitat von rad666 Beitrag anzeigen
    Es geht nicht darum, ein Pleite-Unternehmen künstlich am Leben zu halten. Die zu kündigenden sollten in die Auffanggesellschaft, damit für den Rest ein Käufer gefunden werden kann. Jetzt werden tausende Kündigungsschutzklagen auf Schlecker zukommen, was einen Einstieg für Investoren uninteressant macht.
    Die Kosten sind ziemlich die selben, ob die Angestellten jetzt ein halbes Jahr länger oder kürzer H-IV bekommen.
    noch einmal allerdings größer, fetter oder sonstwie auffälliger schreiben?!
    Ich denke nämlich, dass der liebe Steuerzahler, der sich hier gerade austobt, das leider nicht gecheckt hat und jetzt denkt, die FDP hätte doch tatsächlich mal was richtig gemacht.
  9. #88

    Zitat von rohfleischesser Beitrag anzeigen
    Schade für die Beschäftigten, aber einen Laden am Laufen zu halten, der wegen seiner abgründigen Geschäftspraktiken zurecht von den Konsumenten boykottiert wurde, das kann kaum Aufgabe des Staates sein.

    Da muss der Kapitalismus auch mal Zähne zeigen, wenngleich einzelne Mitarbeiter sicherlich tief fallen werden.
    würde mir das beim "EU-Schlecker" wünschen..
  10. #89

    Kein Titel

    Zitat von firlefranz2 Beitrag anzeigen
    Wo war die Solidarität der Konsumenten, die lieber zu Rossmann, DM und Co gegangen sind und jetzt hier rumjammern?? Schämt euch!

    Ihr seid Schuld, nicht die FDP!
    Natürlich! Und selbstverständlich trifft die Unternehmensleitung bei Schlecker keine Schuld, nicht wahr?
    Waren sie schon einmal in einem Schlecker-Laden und z. B. in einer Rossmann-Filiale? Wohl eher nicht, denn sonst würden sie wissen, daß das ein Unterschied wie Tag und Nacht ist.

    Bei Rossmann ist die Kasse ständig besetzt, auf fehlende Artikel stößt man eher selten, das Sortiment ist qualitativ gut und preisgünstig und die Läden sind hell und freundlich eingerichtet, die breiten Gänge laden zum Verweilen ein. Bei der durchschnittlichen Schlecker-Filiale trifft das alles nicht oder nur sehr eingeschränkt zu. Den Kunden können sie schwerlich dafür die Verantwortung geben, Ladenkonzepte fallen in die Verantwortung des Managements.
    Seit geraumer Zeit, waren doch Räuber die einzigen, die noch gerne bei Schlecker vorbeigeschaut haben - Einpersonenfilialen und fehlender Sicherheitsausstattung sei Dank...


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