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Verhältnis zur SPD: Grünen-Politiker Palmer greift Parteichefin Roth an

DPAIn NRW reichte es für Rot-Grün zur gemeinsame Mehrheit - aber klappt das auch bei der Bundestagswahl? Bei den Grünen sorgt diese Frage für heftige Differenzen: Realo-Kopf Palmer greift Parteichefin Roth an, weil sie die Grünen im Bündnis mit der SPD einmauern würde.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...833120,00.html
  1. #10

    Soso

    Zitat von schmuggi29@gmx.de Beitrag anzeigen
    die grünen wurden als linksorientierte partei gegründet und sollten sich nicht an koalitionen mit der union beteiligen, denn sonst bestünde die gefahr das ich einen unionskanzler mit meiner linken stimme gewählt hätte, das würde mir wehtun.."
    etwas nachhilfe in Geschichte: Gründungsmitglieder waren so illustre Gesellen wie Herbert Gruhl, Petra Kelly, Gert Bastian, Rudolf Bahro u.v.m... so ganz richtig links waren die ja nicht. Gerade die Grünen wollten das alte links-rechts-Schema überwinden - ist wohl nicht bei allen Wählern angekommen.
  2. #11

    An die Macht um jeden Preis?

    In Berlin habe ich 2011 die Grünen schon nicht mehr gewählt, nachdem es unklar schien, ob meine Stimme nicht bei der CDU landet (naja, Pech gehabt).

    Herrn Palmer geht es anscheinend um die Machtoption, aber stehen die Grünen nicht für eine bestimmte Haltung? Schließt die politische Haltung nicht ein Zusammengehen mit der CDU aus? Auch wenn Merkel momentan die ganzen Dinosaurier sehr effektiv an der kurzen Leine hält, die Reaktionäre sind immer noch da, man sieht es z.B. an der Herdprämie (der Koaltionspartner ballt die Faust in der Tasche). Letztlich kann Palmer doch an der FDP sehen, wie der Koalitionspartner domestiziert wird. Machtteilhabe um den Preis der Unterwerfung oder Korrektiv einer sich nicht selten vergaloppierenden, aber dennoch so einigermaßen in die richtige Richtung strebenden SPD?

    Ich kann Merkel wirklich nicht mehr sehen. Daher muss ich mir gewiß sein, dass ich meine Stimme nicht im Hintern der CDU wiederfinde.
  3. #12

    Zitat von coulivili Beitrag anzeigen
    Wenn ich davon ausgehen muss, dass meine Stimme für die Grünen möglicherweise auch einer Kanzlerin Merkel zur fehlenden Mehrheit (Stichwort Schwarz-Grün oder Jamaika) verhelfen könnte, würde ich vorsichtshalber davon absehen, die Grünen zu wählen.
    Ich nicht. Wenn ich wünsche, daß Grüne ihre Ziele verwirklichen, dann freue ich mich natürlich, wenn ihnen das mit einem politisch nahestehenden Partner wie der SPD gelingt. Sollte das nicht gelingen, dann denke ich, daß sich in einer schwarzgrünen Koalition mehr grüne Inhalte verwirklichen lassen als in einer schwarzroten. Dementsprechend hielte ich dann für richtig, wenn die Grünen auch ein solches Bündnis erwägen.
  4. #13

    Zitat von viersener Beitrag anzeigen
    Wenn ich das Ganze richtig interpretiere geht es um die Macht.
    Natürlich. Das muß auch so sein.

    Es nützt nichts, jahrelang programmatisch zu arbeiten, in Hunderten von Sitzungen sich die Köpfe heißzureden, Tausende von Helfern zu mobilisieren, Hunderttausende von Wählern zu überzeugen, um dann am Ende, wenn der Erfolg da ist, zu sagen:

    Nein, also, Kompromisse wollen wir nun aber nicht eingehen, das mag die Basis gar nicht, wenn unser Koalitionspartner verlangt, auch eigene Vorstellungen zu verwirklichen, dann bleiben wir lieber Opposition.

    Wer gewählt ist, der sollte auch Inhalte verwirklichen.
    Dafür brauchter er Macht, und die muß er auch wollen.
  5. #14

    es wächst zusammen

    Wenn man sich mal ansieht, wie Herr Palmer in Tübingen an die Macht gekommen ist, nämlich über die Verhinderung einer Industrieansiedlung, welche die dortige SPD wollte, liegt nahe, warum er so vehement um die Schwarzen buhlt. Auch was die Strukturkonservativität betrifft, tun sich die Schwarzen und die Grünen nicht viel...
  6. #15

    Zitat von coulivili Beitrag anzeigen
    ... würde ich vorsichtshalber davon absehen, die Grünen zu wählen.
    Dazu sollte der gesunde Menschenverstand ohnehin raten ...
  7. #16

    Demut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In NRW reichte es für Rot-Grün zur gemeinsame Mehrheit - aber klappt das auch bei der Bundestagswahl? Bei den Grünen sorgt diese Frage für heftige Differenzen: Realo-Kopf Palmer greift Parteichefin Roth an, weil sie die Grünen im Bündnis mit der SPD einmauern würde.

    Nach der Wahl in NRW: Streit bei den Grünen um das Verhältnis zur SPD - SPIEGEL ONLINE
    Egal, um welchen Flügel es geht, den Grünen stünde etwas mehr Demut gut zu Gesicht, denn mehr als 85% der Wahlberechtigten Deutschen wollen sie NICHT im Parlament oder gar in der Regierung!
  8. #17

    Zitat von hotrenortaak Beitrag anzeigen
    Wenn man sich mal ansieht, wie Herr Palmer in Tübingen an die Macht gekommen ist, nämlich über die Verhinderung einer Industrieansiedlung, welche die dortige SPD wollte, liegt nahe, warum er so vehement um die Schwarzen buhlt. Auch was die Strukturkonservativität betrifft, tun sich die Schwarzen und die Grünen nicht viel...
    Woher haben Sie denn den Unsinn. Um Industrieansiedelung ging es Bei dem letzten OB-Wahlkampf in Tübingen überhaupt nicht, eher darum, dass die bisherige SPD-Oberbürgermeisterin von der Mehrheit der Tübinger Wähler, auch von mir, als ungeeignet angesehen wurde.
  9. #18

    Zitat von Joern-Michael Beitrag anzeigen
    Egal, um welchen Flügel es geht, den Grünen stünde etwas mehr Demut gut zu Gesicht, denn mehr als 85% der Wahlberechtigten Deutschen wollen sie NICHT im Parlament oder gar in der Regierung!
    Nach Ihrer Logik wollen über 60% der Wahlberechtigten weder CDU noch SPD im Parlament oder gar in der Regierung und mehr als 85% auch die FDP nicht. Merken Sie das Unsinnige Ihrer Argumentation?
  10. #19

    Obwohl ich von Palmer nicht viel halte,

    sagt er doch meines Erachtes etwas richtiges: Die Grünen sollten sich nicht auf eine Koalition festlegen. Die demokratischen Parteien sollten sich überhaupt nicht auf Koalitionen festlegen, weil sie alle miteinander regierungsfähig sein sollten. Das Festlegen auf eine Koalition lenkt ab von inhaltlichen Debatten. Ich erinnere mich, wie die FDP ohne Koalitionsaussage in die Wahl 2002 ging. Was kamen da für dämliche Fragen, mit wem sie koaliieren wolle. Keiner der Journalisten wollte sich damit zufriedengeben, dass die FDP sich auf niemanden festlegte. Dabei ist es doch wirklich völlig egal, mit wem die FDP koaliert, ob mit der SPD oder mit der CDU (die Parteien, die realistisch in Betracht kommen). Gelb-Grün oder Grün-Gelb wird ja auch immer realisticher, so wie die Volksparteien dahinsiechen.


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