Zitat von
Das_Krokodil
Dass der Sex "einvernehmlich" stattgefunden hat, und sich "Susanne W." erst Stunden später und auf Drängen ihrer Eltern der Polizei anvertraut, ist für mich unlogisch.
Sowas kann schließlich immer jeder behaupten, dann dürfte man überhaupt keine Vergewaltiger mehr verurteilen. Schließlich ist bei so einer Sache selten ein Augenzeuge dabei.
Nein, bei Vergewältigungsprozessen steht es fast immer Aussage gegen Aussage. Und deshalb kommt es hierbei besonders auf die Glaubwürdigkeit der Betroffenen an. Und hier ist nunmal Kachelmann derjenige, der offenbar seinen gesammten privaten Lebenswandel der intriganten Erschleichung von Sex gewidmet und daraufhin ausgerichtet hat. (Ich frage mich, was da in seiner Kindheit alles schiefgegangen sein muß.)
"Susanne W." war aber vermutlich eine Nummer zu schlau für ihn und hat ihm geschickt (aber leider gefährlich) einen Spiegel vorgehalten, aus dem Kachelmann sein fratzenhaftes Wesen erkennen mußte.
Im übrigen hat Kachelmann offenbar Schwierigkeiten, Entscheidungen anzuerkennen, die er nicht für wahr haben will und deren Logik er nicht versteht. Deshalb musste er sich ja offenbar auch so viele Frauen halten. Insofern finde ich den Punkt der verlorenen Kontrolle absolut nachvollziehbar.
Immerhin, für wiederholgefährdet halte ich Kachelmann in dieser Frage nicht. Er hat jetzt vermutlich seine Lehre daraus gezogen. Möglicherweise hat er deshalb inzwischen auch geheiratet. Zu einer - noch dazu reuigen - Umkehr ist es bekanntlich nie zu spät.