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Verfehlte Olympia-Ziele: Blamage für Deutschlands Medaillen-Planer

DPA86 Medaillen insgesamt, 28 Mal Gold? Der jetzt veröffentlichte Medaillenplan des Innenministeriums hat mit der Realität von London nichts zu tun. Das Verfahren, nach dem Hunderte Millionen Steuergelder in den Spitzensport fließen, ist willkürlich und intransparent. Es gehört radikal reformiert.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,849453,00.html
  1. #1

    unrealistisch

    Da hätte man sich auch vornehmen können alle Medaillen zu gewinnen.
    Diese Erwartungen waren ja wohl mehr als unrealistisch. Ich persönlich sehe sowieso keinen Sinn in Spitzensport und dessen Förderung.
  2. #2

    Na ja,

    mir fallen zwei Dinge auf:
    1) GB hat mit doch ein paar Einwohnern weniger ziemlich viel mehr Medallien eingeheimst, als Deutschland. Das kann nicht nur der Heimvorteil oder die besserer Vorbereitung wegen des Heimvorteils sein, da muss mehr dahinter stecken. Das sollte man mal überprüfen.
    2) Zumindestens die ersten drei (USA, China, GB) haben viel mehr goldene als silberne Medallien, wohingegen es bei uns regelmäßig einen Überschuß an silbernen gibt. Das war auch schon bei der letzten Olympiade so und bei den Winterspielen. Scheint so, als ob da manchem irgendwie der letzte Biss fehelen würde ... Oder es ist ein statistischer Effekt, weil die USA und China eine größere bevölkerung haben, und deshalb eventuell schon Athlethen zuhause lassen müssen, die von der Leistung her für eine Silbermedallie in Frage kommen würden.
  3. #3

    Runterschrauben

    <e>Es gehört radikal reformiert.</e>

    Warum? Es läuft doch ordentlich. Schraubt Euch mal von Eurer Empörungswoge wieder runter und freut Euch an einigermaßen korrekt erzielten deutschen Leistungen bei Olympia.

    Wenn ein Minister (war es 2008 nicht der auch vom SPIEGEL hochgelobte Schäuble?) mit seinem öffentlichen Dienst und dem DSOB abdreht, ist das bloß ulkig. Also: Geschmeidig bleiben!
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    86 Medaillen insgesamt, 28 Mal Gold? Der jetzt veröffentlichte Medaillenplan des Innenministeriums hat mit der Realität von London nichts zu tun. Das Verfahren, nach dem Hunderte Millionen Steuergelder in den Spitzensport fließen, ist willkürlich und intransparent. Es gehört radikal reformiert.

    Olympia 2012: Die Medaillenvorgabe des DOSB ist wenig transparent - SPIEGEL ONLINE
    Ich glaube die ganze Aufregung ist überzogen. Es erscheint mir sehr zweifelhaft, dass irgendjemand beim Ministerium oder bei den Verbänden wirklich geglaubt hat, dass eine solche Zahl von Medaillen realistisch sei. Es handelt sich wohl nur um eine optimistische Höchstschätzung, was alles rein theoretisch möglich wäre.
  5. #5

    Weltfremd!

    Man muss sich fragen, wie die Jungs in den Amsstuben auf diese Zahlen kommen. 86 Medaillen wäre gegenüber 2008 mehr als eine Verdoppelung gewesen. Und selbst der chinesische Dopingverein kommt nur auf bisher 81 Medaillen. Verrückt.
  6. #6

    ich findes es respektlos

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    86 Medaillen insgesamt, 28 Mal Gold? Der jetzt veröffentlichte Medaillenplan des Innenministeriums hat mit der Realität von London nichts zu tun. Das Verfahren, nach dem Hunderte Millionen Steuergelder in den Spitzensport fließen, ist willkürlich und intransparent. Es gehört radikal reformiert.

    Olympia 2012: Die Medaillenvorgabe des DOSB ist wenig transparent - SPIEGEL ONLINE
    ich finde es respektlos und unwürdig, zum jetztigen zeitpunkt bereits über das versagen unserer sportler zu lamentieren. ich denke, sie haben mit aller leidenschaft versucht, das beste ihrer möglichkeiten zu geben. schauen sie nach frankreich oder italien, die im medallienspiegel hinter deutschland liegen. hier gibt es die lamento der funktionäre nicht. diese sollten sich schämen und (wenn sie dies wort verstehen) vornehme zurückhaltung üben.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    86 Medaillen insgesamt, 28 Mal Gold? Der jetzt veröffentlichte Medaillenplan des Innenministeriums hat mit der Realität von London nichts zu tun. Das Verfahren, nach dem Hunderte Millionen Steuergelder in den Spitzensport fließen, ist willkürlich und intransparent. Es gehört radikal reformiert.

    Olympia 2012: Die Medaillenvorgabe des DOSB ist wenig transparent - SPIEGEL ONLINE
    Ich kann mich nicht erinnern, während einer Olympiade jemals so deprimiert gwesen zu sein. 86 Goldmedaillen waren geplant. 28 wurden errungen. Ich fühle mich um 64 mal Gold betrogen. Danke Deutscher Sportbund!

    Die Herren im Deutschen Sportbund sollten schnellstens ihre Sitze räumen. Vollpfosten haben in verantwortlichen Sportpositionen nichts verloren.

    Der Deutsche Sportmund sollte sich langsam mal ehrlich machen. Bessere Planung, mehr olympischer Geist (Dabei sein ist alles) wäre aus meiner Sicht angebracht.

    Und noch eine Bemerkung: Nicht jeder Kanut aus Plettenberg ist gleich ein Usain Bolt.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    86 Medaillen insgesamt, 28 Mal Gold? Der jetzt veröffentlichte Medaillenplan des Innenministeriums hat mit der Realität von London nichts zu tun. Das Verfahren, nach dem Hunderte Millionen Steuergelder in den Spitzensport fließen, ist willkürlich und intransparent. Es gehört radikal reformiert.

    Olympia 2012: Die Medaillenvorgabe des DOSB ist wenig transparent - SPIEGEL ONLINE
    Herr Weinreich spricht durchaus wichtige Punkte an, wie zum Beispiel die Transparenz der Verbände und die Veröffentlichung von Zielvorgaben. Mir scheint es jedoch, dass er die Tatsache unterschlägt, dass die deutsche Olympiamannschaft schon seit mehreren Sommerspielen diese Probleme hat. Auch fehlt mir eine klare Ansage dazu, dass wir (wie bei so vielen Dingen in unserem Land) ein Kompetenzwirrwarr zwischen Bund und Ländern haben. Und wenn man das geflissentlich erwähnen darf, haben sich weder Christdemokraten, noch ihre sozialdemokratischen Kollegen in den Ländern mit viel Ruhm bekleckert. Mit der fehlenden öffentlichen Kontrolle während der siebenjährigen Amtszeit von Rot-Grün befasst sich der Autor nicht. Denn auch da hätte eine visionäre Zäsur ansetzen können. Die SPD regierte kontinuierlich von 1998 bis 2009 mit. Wo waren die sozialdemokratischen Konzepte für eine schlüssige Sportpolitik? Ich spreche dies an, da Herr Weinreich versucht, die gesamte Schuld auf einen erst seit kurzem amtierenden Bundesinnnenminister und den DOSB zu schieben. Eher letzterem wäre die Schuld zuzuweisen.

    Politisch haben sich alle Parteien nicht um das Land verdient gemacht. Es heisst in dem Artikel, dass sich die Verbände über eine angebliche Gängelung seitens des BMI und des DOSB beklagen. Die Motive für diese Unzufriedenheit werden vom Autor nicht in Frage gestellt. Kann es daran liegen, dass diese Verbände die finanziellen Ressourcen ohne jegliche Rechenschaftspflicht zur Verfügung gestellt haben möchten? Wenn ja, dann hat man die Rechnung ohne den Steuerzahler gemacht. Dass man Medaillen planen kann, ist eine unsinnige These. Aber dass man Geld für den Erfolg (Sportstätten, vernünftige physiologische Betreuung, Ausrüstung) über mehrere Sportarten benötigt, steht zumindest für die diejenigen, die sich mit der Materie beschäftigen, ausser Frage. Das Einzige was hier helfen kann, ist eine Bündelung aller Hilfen und ein strategischer Plan der jedoch nur mit "benchmarks" verbunden sein kann, aber keinen planwirtschaftlichen Zielvorgaben. Spitzenleistungen bedürfen einer konsistenten Unterstützung des Leistungssportes. Welchen Stellenwert räumt unsere Gesellschaft dem Sport ein? Darüber brauchen wir tatsächlich eine ehrliche, pragmatische Debatte.

    Eine letzte Frage stellt der Autor, der es nicht vergisst, die Parteizugehörigkeit des Bundesinnenministers für jeden zweifelsfrei zu erwähnen, nicht: Sollte der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident von NRW, Michael Vesper (Bündnis90/Grüne - der Chef de Mission des DOSB) und Thomas Bach (FDP - der Präsident des DOSB) zurücktreten? Denn sicherlich haben diese beiden auch etwas mit dieser suboptimalen Leistung zu tun.
  9. #9

    Das ist keine Niederlage

    Man sollte erst mal prüfen ob einige Sportler unter ihren bisherigen Trainingszeiten geblieben sind und was die Ursache dafür war. Das gilt besonders für die Schwimmer. Zu großer Erwartungsdruck bringt nicht automatisch mehr Leistung. Die Olympiade ist ein sportlicher Wertkampf aber die die Betonung liegt nicht auf „Kampf“. Deshalb halte ich auch nichts vom Medaillenspiegel und freue mich über Medaillen im deutschen Team mit denen man nicht gerechnet hat. Wenn die Leitung des Deutsche Olympischen Sportbundes das anders sieht hat man von der Olympischen Idee nichts verstanden.








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